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Technologielebenszyklus anhand eines Beispiels

Es gibt verschiedene Varianten, wie sich ein Technologielebenszyklus anschaulich darstellen lässt. Die wohl bekanntesten Technologielebenszyklus-Modelle sind die Konzepte von Arthur D. Little und Ford / Ryan. Das Technologielebenszyklus-Modell des MIT-Forschers Arthur D. Little unterscheidet 4 typische Phasen, die eine Technologie durchläuft: Dies sind die Phasen Entstehung, Wachstum, Reife und Alterung.

Beim Technologielebenszyklus-Modell von Ford / Ryan werden dagegen 6 Phasen unterschieden, die eine Technologie durchläuft, bis die Technik durch eine neue Innovation abgelöst wird.

Dies sind die Phasen Entstehung der Technologie, Entwicklung zur Anwendungsreife, Erstanwendung der Technologie, Verbreitung und wachsende Technologieanwendung, Technologiereife und Technologierückgang.

Technologielebenszyklus anhand der Computerindustrie

Das Technologielebenszyklus-Modell kann das Wettbewerbspotenzial einer Technik darstellen und je nach Verbreitungsgrad messen, wie erfolgreich eine Innovation ist. Beispielsweise die PC-Industrie hat in den letzten Jahrzehnten einen geradezu typischen Technologielebenszyklus durchlaufen.

Die Entstehungsphase

Am Anfang steht die Entstehung einer neuen Technologie durch Forschung und Entwicklung. Hier hat der Deutsche Konrad Zuse Pionierarbeit geleistet und vor über 100 Jahren die ersten mechanischen Rechenmaschinen (Z1 und Z3) entwickelt.

In den 1960er und 70er Jahren versuchten sich Unternehmen wie Hewlett-Packard (HP), IBM und Intel an ersten modernen Computern.

Die Wachstumsphase

Der erste kommerzielle Erfolg gelang der PC-Industrie allerdings erst in den 1980er Jahren, als Heimcomputer wie der C64, Amiga und Atari ST die Wohnzimmer eroberten.

Im Jahre 1981 gab IBM mit dem ersten Personal Computer (IBM-PC) den entscheidenden Anstoß, der aus dem Nischenmarkt PC einen Massenmarkt machte.

Das Duo Intel und Microsoft verschaffte dem PC in den späten 80er und 90er Jahren den endgültigen Durchbruch, nachdem immer mehr Windows-Rechner nicht nur die Wohnzimmer, sondern insbesondere auch die Büroräume von Firmen eroberten.

Die Reifephase

Damit tauchte die PC-Industrie in die typische Reifephase ein, die mehr als ein Jahrzehnt andauern sollte. Heute steht in nahezu jedem Haushalt oder Unternehmen mindestens ein PC. Arbeiten ohne Computer ist heute kaum mehr vorstellbar.

Alterungsphase und Ablösung durch neue Technik

In der Neuzeit ist der traditionelle Desktop-PC in die Jahre gekommen. Selbst kleine handliche Notebooks werden zunehmend von Tablet PCs und Smartphones abgelöst. Das Zeitalter des Mobile Computing hat begonnen.

Marktforscher sehen teilweise bereits das Ende des traditionellen Desktop-PCs nahen, da andere Techniken wie Smartphones und Tablets die Vorherrschaft übernehmen.

Möglich ist zudem, dass eine Technologie nicht alle Lebenszyklen durchläuft, weil die Technik bereits im frühen Stadium durch eine andere Technik abgelöst wird oder die Technologie schlicht und einfach überschätzt wurde.

Ein Beispiel hierfür sind Taschencomputer wie PDAs (Personal Digital Assistents), die sich auf dem Markt nicht gegen Smartphones behaupten konnten.

Wie erfolgreich eine Technologie letztendlich ist, lässt sich am Verbreitungsgrad messen. Heute ist der Computer aus dem Alltags- und Berufsleben nicht mehr wegzudenken und hat darüber hinaus auch andere Bereiche wie Bildung, aber auch die Automobil- und Medizintechnikindustrie wesentlich beeinflusst.

8. Mai 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands