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Termingeldanlage: Diese Steuern fallen an

In wirtschaftlich unsicheren Zeiten suchen viele Anleger nach einer sicheren Anlagemöglichkeit. Ideale Voraussetzungen bietet dabei das Termingeld. Eine bestimmte Summe wird über einen vorher festgelegten Zeitraum zu einem festen Zinssatz angelegt.

Das Termingeld ist auch deshalb eine sichere Form der Geldanlage, da Anlagen bis 50.000 € sind gesetzlich durch die Einlagensicherung geschützt sind. Die Höhe der Zinserträge steht bereits im Vorfeld fest und ändert sich auch während der Laufzeit nicht mehr. Zinserträge aus Termingeldanlagen gehören steuerrechtlich zu den Einnahmen aus Kapitalvermögen.

Zinserträge bei Termingeld unterliegen der Abgeltungssteuer

Daher sind diese Zinserträge auch in der Steuererklärung anzugeben. Termingeldanlagen unterliegen grundsätzlich der Abgeltungssteuer in Höhe von 25%. Durch den Solidaritätszuschlag (5,5%) und eventuell Kirchensteuer ergibt sich damit eine Belastung von 28 bis 29%.

Festgeldanlagen, die bereits vor dem 1.1.2009 angelegt wurden, sind zwar von der Abgeltungssteuer befreit. Für Zinserträge, die bis zu 31.12.2008 erzielt wurden, galt noch die alte Regelung, wonach Zinserträge mit 30% Kapitalertragssteuer sowie 5,5% Solidaritätszuschlag besteuert wurden.

Anlegern steht Sparerpauschbetrag von 801 bis 1.602 Euro zu

Wie andere Kapitalanlagen profitiert auch das Festgeld vom Sparerpauschbetrag, wodurch eine teilweise oder gänzliche Steuerbefreiung möglich ist. Der Sparerpauschbetrag in Deutschland beträgt für Ledige 801 € und für Verheiratete 1.602 €. Um die Freibeträge nutzen zu können ist lediglich ein Freistellungsauftrag bei der Bank, bei der das Festgeld liegt, notwendig.

Auch Festgelder die zum Beispiel in der Schweiz liegen, unterliegen der Abgeltungssteuer, solange der Anleger deutscher Staatsbürger ist. Zwar kann der Kunde mehrere Freistellungsaufträge bei mehreren Banken erteilen, die kostenlos laufend angepasst werden können. Allerdings sollte der Anleger darauf achten, dass die Freibeträge nicht überschritten werden.

Wurde kein Freistellungsauftrag gestellt, liegen die Zinserträge jedoch unterhalb des Freibetrages, kann sich der Anleger die zu viel gezahlte Steuer über die Anlage KAP in Steuererklärung vom Finanzamt zurückholen.

Termingeldanlage – Steuern für Geringverdiener?

Anleger, die lediglich über ein Jahreseinkommen von unter 8.001 € (Ledige) bzw. 16.002 € (Verheiratete) verfügen, können sich bei Überschreitung des Sparerpauschbetrags von der Abgeltungssteuer befreien lassen.

Geringverdiener zahlen somit keine Steuern für die Termingeldanlage. Die Befreiung ist über den Nichtveranlagungsbescheid möglich, der beantragt werden muss.

Ein Vergleich der Anbieter lohnt sich

Ungeachtet der Steuern der Termingeldanlage, lohnt sich ein Vergleich der Anbieter. Es bestehen teils deutliche Unterschiede in den Zinszahlungen.

Leider bieten viele Banken Termingeldanlagen erst ab einer Mindestanlage von 5.000 € an. Aufgrund der Sicherheit bleibt der Bereich dennoch besonders für Privat- und Kleinanleger eine Alternative.

28. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands