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Tesla-Aktie: Hohe Bewertung schreckt viele Anleger

Der kalifornische Elektrofahrzeug-Hersteller Tesla Motors hat eine treue Fangemeinde, nicht nur unter den Autofahrern, sondern auch bei Anlegern. Kein Wunder, ist die Tesla-Aktie in den vergangenen 2 Jahren um rund 400% gestiegen und hat damit seinen Aktionären tolle Kursgewinne beschert.

Doch bei näherer Betrachtung der Tesla-Aktie fällt auf, welch hohes Risiko die Anleger eingehen. Bestes Beispiel sind die Zahlen für das vergangene vierte Quartal 2014.

Der bereinigte Nettoverlust belief sich auf 16 Mio. US-$ bei Einnahmen von knapp 957 Mio. US-$. Tesla verkaufte im jüngsten Quartal gerade einmal 9.834 Elektroautos, Analysten hatten mit 11.000 bis 12.000 verkauften Fahrzeugen gerechnet.

Tesla-Aktie – hohe Bewertung lässt viele Kritiker zweifeln

Dennoch wird Tesla Motors bereits mit rund 25 Mrd. US-$ an der Börse bewertet – das Achtfache des Jahresumsatzes. Viele Finanzexperten sehen die hohe Bewertung von Tesla im Vergleich zu anderen Autoherstellern wie General Motors (GM), Ford und BMW daher kritisch. Große Automobilkonzerne wie VW und Toyota verkaufen mehr Fahrzeuge in einer Woche als Tesla Motors im ganzen Jahr.


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Auch in Sachen Umsatz kann Tesla Motors mit den „Großen“ der Branche bei weitem nicht mithalten. Während Ford und General Motors jährlich zwischen 140 und 160 Mrd. US-$ umsetzen, belief sich der Tesla-Umsatz im Gesamtjahr 2014 auf rund 3,2 Mrd. US-$.

Dabei ist Tesla aber fast halb so viel wert wie Ford. Selbst Tesla-Chef Elon Musk hatte im Vorjahr angesichts von Tesla-Kursen von 280 US-$ vor überzogenen Erwartungen gewarnt.

Hohe Erwartungen im Kurs bereits eingepreist

Doch genau diese Erwartungen sind im aktuellen Kursniveau der Tesla-Aktie bereits eingepreist. Tesla-Anleger gehen nach wie vor davon aus, dass Tesla die Automobilindustrie mit seinen Elektroautos revolutionieren wird – ganz unabhängig, was es kostet.

Doch darin liegt das Problem: Enttäuscht Tesla und kann die hohen Erwartungen seitens der Anleger in Sachen Umsatzwachstum und Gewinnmargen nicht erfüllen, droht eine Wertanpassung und damit hohe Kursverluste.

Auch wenn Tesla-Chef Elon Musk jüngst einen Vergleich mit Apple zog, wonach Tesla in 10 Jahren einen Börsenwert von 700 Mrd. US-$ erreichen könnte, bedarf es mehr als nur Worte, um die ehrgeizigen Ziele zu erreichen. In China konnte man dies bislang nicht, die Verkaufszahlen im Reich der Mitte blieben bisher hinter den Erwartungen zurück.

Fazit: Tesla Motors muss noch einen Gang zulegen

Andere Autohersteller erscheinen derzeit auf dem Papier die bessere Alternative im Vergleich zur Tesla-Aktie. Doch vergessen viele Kritiker, dass Tesla nach wie vor der einzige reine Elektroauto-Hersteller ist, der im operativen Geschäft Gewinne schreibt – und dies bereits bei sehr niedrigen Stückzahlen.

Auch der jüngste Schachzug von Tesla-Chef Elon Musk, mit dem Tesla Home Battery Pack in den Markt für Energiespeicher für Privathaushalte einzusteigen, belegt einmal mehr die Weitsicht der Chefetage.

Dadurch erschließt sich Tesla nicht nur einen neuen Markt, sondern kann später seine neue Gigafabrik entscheidend auslasten, was die Batteriekosten weiter senkt. Tesla schlägt damit quasi zwei Fliegen mit einer Klappe.

Dennoch sollten sich nur risikobereite Anleger an die Tesla-Aktie heranwagen, denn die Papiere scheinen bereits recht ambitioniert bewertet. Schon eine kleine Enttäuschung genügt, um starke Kursschwankungen auszulösen.

19. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands