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Tesla forscht inzwischen am E-Auto für ALLE

Diese Nachricht wird deutsche Autobauer das Fürchten lehren:

Nach dem durchschlagenden Erfolg des Model 3 aus dem Hause Tesla hat der Elektro-Autobauer angekündigt, an einem Nachfolger zu arbeiten.

Und dieser soll dann noch erschwinglicher werden.

Waren die ersten beiden Fahrzeuge, das Model S und das Model X, eher für die zahlungskräftige Kundschaft interessant, soll bereits mit dem Model 3 die Tür zum Massenmarkt aufgestoßen werden.

In der günstigsten Ausstattungs-Variante soll das Fahrzeug für etwa 35.000 € zu haben sein und ist damit im Mittelklasse-Segment angesiedelt.

Doch auch 35.000 € sind nicht für jeden bezahlbar.

Und so hat Tesla-Chef Elon Musk kürzlich bekanntgegeben, dass das nächste E-Auto eine Nummer kleiner und noch günstiger im Kaufpreis werden soll.

Musk bleibt bei seiner Strategie

Damit folgt er seiner Strategie, über die er bereits vor Jahren gesprochen hat:

Da die Kosten für Forschung und Entwicklung gerade in der Anfangs-Phase immens ausfallen, lohnt es sich, zunächst auf hochpreisige Segmente zu setzen.


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Dadurch werden einerseits die Entwicklungs-Kosten wieder reingeholt, andererseits kann über entsprechende Gewinn-Margen Eigenkapital aufgebaut werden, das wiederum neue Möglichkeiten eröffnet.

Für spätere Modelle sind dann die Entwicklungs-Kosten nicht mehr ganz so hoch, da auf bereits vorhandene Erkenntnisse und Produkte aufgebaut werden kann.

Unangefochtene Nr. 1 sind die E-Autos der Marke Tesla z. B. bei der Reichweite – dem K.o.-Kriterium schlechthin, wenn es für Autofahrer um die Entscheidung zwischen Elektro-Antrieb und Verbrennungs-Motor geht.

Lieferzeiten wie beim Trabbi

Bis der kleinere, günstigere Nachfolger allerdings zu haben sein wird, dürfte es noch einige Jahre dauern. Bisher ist nicht einmal das Model 3 lieferfertig.

Zwar gibt es bereits rund 400.000 Vorbestellungen, doch die Käufer werden z. T. wohl noch lange warten müssen, bis sie ihr E-Auto vor der Tür parken:

Die ersten Fahrzeuge sollen 2017 vom Band laufen, doch angesichts der hohen Anzahl an Bestellungen werden sich einige wohl bis 2020 gedulden müssen – es sei denn, Tesla schafft es, die Produktions-Kapazitäten vorher deutlich zu erhöhen.

Einen Rückschlag erlitt das Unternehmen gerade in Norwegen. Dort sind E-Autos zwar so beliebt wie in kaum einem anderen europäischen Land.

Doch Tesla ist bei etwa 240 Gläubigern in Zahlungs-Verzug geraten – und wurde im Bonitäts-Ranking gnadenlos abgestraft.

Inzwischen werden Zulieferer davor gewarnt, Tesla weitere Zahlungs-Aufschübe oder Kredite zu gewähren.

Bei dem US-Unternehmen selbst gibt man sich jedoch gelassen und verweist auf Verzögerungen im System.

Das Liquiditäts-Polster ist demnach in hinreichender Menge vorhanden.

Anlauf-Schwierigkeiten in Deutschland

In Deutschland hingegen tut sich die Sparte bislang schwer. Vom erklärten Ziel der Bundesregierung, wonach bis 2020 1 Mio. E-Autos auf deutschen Straßen rollen sollen, ist man bekanntlich noch meilenweit entfernt.

Kürzlich wurden daher umstrittene Subventionen beschlossen, der Staat bezuschusst den Kauf von Elektro-Fahrzeugen und baut zudem die Infrastruktur aus, sodass es künftig ein größeres Netz verfügbarer Ladestationen geben wird.

Unabhängig davon sind Tesla-Aktionäre überzeugt von Musk und seinen Zukunfts-Plänen.

Von einem Kurseinbruch Anfang Februar 2015 hat sich das Papier inzwischen erholt, wenngleich es zuletzt wieder leicht abwärts ging.

Aktuell ist das Papier für 185 € oder 211 US-Dollar zu haben (Stand: Anfang Mai 2016), Analysten rechnen mit einem weiteren Anstieg – wenn sich das Model 3 tatsächlich so gut verkauft, wie es die Vorbestellungen hoffen lassen.

2016-05-06 Tesla

7. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.