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Thesaurierung bei Fonds – der Unterschied bei der Ertragsverwendung

Der Privatanleger hat die Qual der Wahl, nicht nur bei Aktien, sondern auch bei Investmentfonds.

Dabei kann man im Grunde zwischen 2 Fondsarten wählen: Thesaurierende Fonds und ausschüttende Investmentfonds.

Thesaurierung bei Fonds – Erträge werden reinvestiert

Bei der Thesaurierung von Fonds werden die Erträge (Dividenden oder Zinsen) sofort wieder angelegt. Das heißt, der Ausschüttungsbetrag wird automatisch wieder in neue Fondsanteile investiert, der Anleger braucht nichts weiter zu tun.

Dies hat den Vorteil, dass das investierte Kapital und damit der Wert der Anlage (Inventarwert) steigt. Diese Fonds fallen dann auch unter den Fachbegriff akkumulierende Fonds.

Der Wert der thesaurierten Gewinne spiegelt sich in erster Linie im Anteilspreis des Fonds wider, indem Gewinne börsentäglich in die Fondsberechnung miteinfließen.

Keine Thesaurierung = Ausschüttende Fonds

Neben Fonds mit Thesaurierung kann der Anleger auch ausschüttende Fonds erwerben.


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Diese Fondsart ist allerdings auf dem Rückzug, da thesaurierende Fonds aufgrund der steuerlichen Vorteile immer mehr die Oberhand gewinnen.

Im Gegensatz zum thesaurierenden Fonds werden bei einem ausschüttenden Investmentfonds die Erträge direkt an den Anleger ausbezahlt. Die Ausschüttung erfolgt meist jährlich – abzüglich der Verwaltungsgebühren und anderer Kosten.

Durch die Ausschüttung wird das Fondsvermögen reduziert, was sich auch im niedrigeren Anteilswert widerspiegelt.

In der Praxis werden jedoch die Ausschüttungen von Seiten der Depotbanken wieder direkt in neue Fondsanteile investiert.

Das Prinzip ähnelt damit denen von Fonds mit Thesaurierung, nur dass die Wiederanlage auf der Ebene der Depotbank erfolgt und nicht wie bei thesaurierenden Fonds auf der Fondsebene.

Thesaurierung bei Fonds – steuerliche Behandlung

Bevor allerdings die erzielten Erträge neu angelegt werden können, ist seit 2009 die Abgeltungssteuer in Höhe von 25% zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer zu zahlen.

Dies ist unabhängig davon, ob die Erträge ausgeschüttet oder wieder im Fonds investiert (Thesaurierung) werden.

Darüber hinaus sollte sich der Privatanleger im Klaren darüber sein, dass auch alle Kursgewinne aus Investmentfondsanlagen – egal ob thesaurierende oder ausschüttende Fonds – der Abgeltungssteuer in Höhe von 25% unterliegen.

Anteile, die vor dem Jahr 2009 erworben wurden, fallen allerdings unter den Bestandsschutz und sind bei einem späteren Verkauf nicht von der Abgeltungssteuer betroffen.

Besonderheit bei ausländischen thesaurierenden Fonds

Eine Besonderheit gibt es bei ausländischen Fonds mit Thesaurierung. Diese müssen die Quellensteuer nicht abführen, womit die erwirtschaften Erträge auf der Fondsebene vollständig zur Wiederanlage verfügbar sind.

Allerdings muss der Anleger in diesem Fall die jährlichen Kapitalerträge in seiner Einkommenssteuererklärung angeben.

Wichtig ist, dass die Fondsanteile ununterbrochen im selben Depot verwahrt werden, um die zeitliche Begrenzung nachweisen zu können. Kann der Anleger dies nicht nachweisen, droht der Abzug der Kapitalertragssteuer auf alle seit 1994 erwirtschafteten Zwischengewinne.

Der Anleger ist daher gut beraten, sich schon im Vorfeld eines Engagements bei ausländischen Fonds mit Thesaurierung die Situation mit dem Steuerberater zu erörtern.

2. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands