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Tilgungsanleihe – interessante Konditionen für private Investoren

Wer Geld verleiht, möchte es auch eines Tages wieder sehen. In den meisten Fällen werden Anleihen – abgesehen von den jährlichen Zinszahlungen – am Ende der Laufzeit zurückgezahlt. Entsprechende Vereinbarungen werden als „ewige“ oder „endfällige Anleihe“ bezeichnet.

Wie funktioniert eine Tilgungsanleihe? Bei der Tilgungs- oder Amortisationsanleihe verteilt sich die Rückzahlung dagegen auf mehrere Zahlungen. Eine derartige Anleihe bietet z.B. eine 10-jährige Laufzeit und jährliche Teilrückzahlung in Höhe von 10 % des ursprünglichen Nennbetrags.

Wie funktioniert eine Tilgungsanleihe? Beispiele und mögliche Varianten

Tilgungsanleihen eignen sich beispielsweise für Anleger, die eine ansprechende Zinserwartung bei einem langfristigen Anlagehorizont haben, allerdings gleichzeitig regelmäßige Rückflüsse und eine kürzere Kapitalbindung bevorzugen.

Bei der Ausgestaltung der Tilgungsanleihe gibt es verschiedene Varianten: Steigende oder variable Zinsen, die der Entwicklung des Marktes folgen, sind ebenso möglich wie durchgehend gleichbleibende Zinssätze. Auch bei den Kapitalrückzahlungen gibt es Optionen: Sowohl jährliche wie auch beispielsweise 2- oder 4-jährliche Raten sind realisierbar.

Beispiel 1: Die Tilgungsanleihe des Bankhauses Nordost bietet eine 10-jährige Laufzeit und jährliche Teilrückzahlung in Höhe von 10 % des Nennbetrags zu Beginn der Laufzeit. Der Anleger erhält bei einer Investitionssumme von 10.000 € somit jährlich eine Auszahlung in Höhe von 1.000 € plus Zinsen auf den verbliebenen Nennbetrag des zurückliegenden Jahres.


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Beispiel 2: Die Anleihe der Südwest-Bank hat eine Gesamtlaufzeit von 15 Jahren mit 5 Tilgungsjahren. In den ersten 10 Jahren wird lediglich der jährliche Zins ausgezahlt. Die Tilgungsphase der Anleihe beginnt nach Ablauf des 11. Jahres in Tranchen zu 20 % des Nennwerts und endet mit der letzten Zahlung nach dem 15. Jahr.

Nach dem 11. Jahr erhält der Anleger bei der Südwest-Bank-Anleihe eine Teilrückzahlung in Höhe von 20 % des Nominalwertes plus den vollen Jahreszins. In den übrigen Jahren verringert sich die Zinszahlung auf den entsprechenden Restnennwert des abgelaufenen Jahres, der Zinssatz verändert sich nicht.

Vorteil der Tilgungsanleihe: Mehr Spielraum für Anleger

Tilgungsanleihen bieten Privatanlegern eine interessante Alternative, weil Sie den Vorteil des großen Handlungsspielraums besitzen. Denn in einer Marksituation zukünftig steigender Zinsen können Anleger sich dazu entscheiden, die Rückflüsse erneut in festverzinsliche Wertpapiere anzulegen. Dadurch könnten sie die Gesamtverzinsung ihrer gesamten Investments steigern.

Unter normalen Umständen steht der Emittent (Herausgeber der Anleihe) für die 100 %ige Kapitalrückzahlung ein, so dass Investoren vor der Zeichnung vor allem auch deren Bonität beachten sollten. Daneben sollten Anleger weitere Vertragsbestandteile wie Kündigungsmodalitäten oder die Möglichkeiten der Veränderung der Ratenhöhe bzw. des Ratenzeitraums im Auge behalten.

Unter diesen Aspekten stehen Privatanlegern mit Tilgungsanleihen interessante verzinsliche Finanzprodukte zur Verfügung, mit denen sie regelmäßige Auszahlungen für ihren individuellen Liquiditätsbedarf nutzen können.

1. Februar 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.