Tipps für den Wohnungskauf

Keine andere Kapitalanlage gilt als so krisensicher und wertbeständig wie eine Immobilie. Und das aus gutem Grund: während Währungen und andere Spekulationsobjekte sehr starken Schwankungen unterliegen können, bleibt der Wert einer Immobilie im wahrsten Sinne des Wortes bestehen.

Selbstverständlich ist ein Eigenheim nicht nur als Investitionsobjekt beliebt: Auch die Möglichkeit, dauerhaft auf Mietzahlungen verzichten zu können und seinen Lebensmittelpunkt für einen längeren Zeitraum planungssicher festlegen zu können, animiert viele zum Kauf eines Hauses oder einer Wohnung.

Käufer müssen Vieles beachten

Wer eine Immobilie erwerben will, sollte sich vorher gut informieren. Sei es über die Finanzierung, die Auswahl der perfekten Lage oder darüber, welche Verträge wie abgeschlossen werden müssen. Ausführliche Informationen zu allen Aspekten des Immobilienkaufs bietet dieser umfangreiche Ratgeber, in dem Schritt für Schritt alle wesentlichen Fragen geklärt werden.

Auf zwei dieser Punkte soll im Folgenden noch etwas genauer eingegangen werden, da diese für Käufer teilweise erhebliche Erleichterungen bedeutet.

Die Art des Immobilienkaufs

Zunächst soll darauf hingewiesen werden, dass es unabhängig von der Finanzierung drei verschiedene Möglichkeiten gibt, eine Wohnung oder ein Haus zu erwerben.

1. Der Standardkauf

Bei dieser gängigsten Art des Immobilienkaufs wird ein festgelegter Preis bezahlt, woraufhin das Objekt sofort den Besitzer wechselt. In den meisten Fällen ist ein Teil davon durch Eigenkapital gedeckt, der restliche Betrag wird mit Hilfe eines Darlehens beschafft.

2. Der Kauf im Rahmen des Erbbaurechts

Hier kauft man nur das Gebäude, während der Grund und Boden, auf dem es sich befindet, weiterhin im Besitz des Verkäufers bleibt. Dadurch sinkt logischerweise der Preis, es wird jedoch eine monatliche „Miete“ für das Grundstück fällig. Dieser sogenannte Erbbauzins ist zwischen den Parteien frei verhandelbar.

Wer so eine Immobilie kauft, spart zwar in der Anschaffung Geld, hat es jedoch unter Umständen schwer, sie wieder abzustoßen. Nach Ablauf einer vorher festgelegten Frist ist es dem Grundstückseigentümer nämlich möglich, das darauf befindliche Gebäude zum gesetzlichen Mindestpreis zurückzukaufen.

3. Der Kauf über Leibrente

Anstatt einen Festpreis zu bezahlen, entrichtet man an den Verkäufer eine monatliche Rente. Die Wohnung geht dabei dennoch direkt in den Besitz des Käufers über. Zur Zahlung der Leibrente ist man dann so lange verpflichtet, wie der Verkäufer am Leben ist. Nachkommen haben im Todesfall keinen Anspruch.

Die Fördermöglichkeiten für Käufer

Anstelle eines regulären Darlehens bei ihrer Hausbank können Käufer auch die vergünstigten Kredite der KfW nutzen. Ein weiterer Vorteil dieser staatlichen Förderbank ist es, dass man in den ersten Monaten nach dem Kauf keine Zinsen zahlen muss, was zu erheblichen finanziellen Entlastungen führt.

Einige Gemeinden bieten Immobilienkäufern, vor allem jungen Familien, zudem spezielle Förderprogramme an. In deren Rahmen können Häuser oder Wohnungen deutlich unter dem regulären Marktpreis erworben werden. Es lohnt sich also auf jeden Fall, vor dem Kauf im Rathaus nach einem solchen Modell zu fragen.

15. November 2016

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Markus Müller
Von: Markus Müller. Über den Autor

Markus Müller ist Experte für Vermögenaufbau und –absicherung und großem Interesse an genereller Finanzthematik.

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