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ETFs: Tipps für die richtige Auswahl

Ich gehe an dieser Stelle regelmäßig auf die Vorzüge von ETFs gegenüber anderen Produkten, wie traditionellen Publikumsfonds oder Zertifikaten, ein.

Doch ETFs unterscheiden sich nicht nur von diesen Produkten, sie weisen auch untereinander Unterschiede auf:

ETFs auch untereinander verschieden

Dass die Wertentwicklung eines ETFs auf den DAX eine andere ist als die eines ETFs auf den EuroStoxx, ist klar.

Doch auch die Performance von 2 ETFs auf ein und denselben Index kann voneinander abweichen.

Diese Unterschiede sind nicht allen Anlegern klar.

Ich möchte heute für Sie auf diese verschiedenen Faktoren eingehen, damit Sie zukünftig die richtigen ETFs auswählen, die Ihren Ansprüchen entsprechen.

Faktor Kosten

Für die Verwaltung eines ETF erhebt der Anbieter eine jährliche Gebühr, die über die Zeit verteilt aus dem Vermögen des ETFs entnommen wird.

Die prozentuale Kostenquote wird als „Total Expense Ratio“ (TER) bezeichnet.


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Diese Kosten sind meist nicht hoch; weder absolut, noch im Vergleich mit anderen Produkten. Die Bandbreite der TERs liegt bei ETFs im Wesentlichen zwischen 0,05% und 0,5% pro Jahr.

Gegenüber traditionellen Publikumsfonds, bei denen die effektive jährliche Kostenbelastung meistens bei 1,5% und mehr liegt, ist das sehr günstig.

Generell gilt bei ETFs: Je liquider die zugrunde liegenden Werte im ETF sind, desto geringer die Gebühren. Die Unterschiede bei ETFs auf den DAX rangieren beispielsweise zwischen 0,05% und 0,15%. Die Unterschiede sind hier nicht sehr groß.

Etwas höher fallen die Gebühren bei einem ETF auf kleinere Werte aus. Ein ETF auf die mittelständischen deutschen Unternehmen im MDAX kostet z.B. 0,5% pro Jahr.

Neben den in der TER ausgedrückten jährlichen Kosten sollten Sie auf den sogenannten „Spread“ achten.

Er drückte die Preisspanne zwischen Kauf- und Verkaufskursen an der Börse aus. Je niedriger der Spread ausfällt, desto günstiger handeln sie den ETF effektiv.

Faktor Währung

Die meisten ETFs auf ausländische Indizes sichern die Währungsbewegung nicht mit ab. D.h., dass Ihr Anlageerfolg neben der Entwicklung des zugrunde liegenden Index noch von der Währungsentwicklung abhängig ist.

Bei ETFs, die das Währungsrisiko durch eine Absicherung ausschalten, ist dies explizit in den Unterlagen des entsprechenden ETFs angeführt.

Oft erkennen Sie eine vorhandene Währungsabsicherung auch an dem Namensbestandteil „Hedged“ (abgesichert“).

Ob Sie das Währungsrisiko absichern möchten, liegt letztlich bei Ihnen. Bei einem ETF auf den japanischen Nikkei ist dies dringend zu empfehlen.

Der Aktienmarkt in Japan entwickelt sich meistens gegenläufig zum japanischen YEN.

Gewinnt der Aktienmarkt in Japan, dann verliert meist der YEN, und umgekehrt. Ihre Aktiengewinne können somit leicht durch die Währungsabwertung wieder aufgezehrt werden.

Im Fall des US-Dollars ist eine Absicherung nicht unbedingt anzuraten. Natürlich setzen Sie sich dann in gewissem Maße den Wertschwankungen zwischen dem Euro und dem US-Dollar aus.

Doch grundsätzlich ist es durchaus sinnvoll, einen Teil Ihres Vermögens in der etablierten Leitwährung US-Dollar zu halten, anstatt Ihr gesamtes Vermögen in Euro-Werten anzulegen.

Wenn Sie 20% Ihres Vermögens in ETFs mit zugrunde liegenden US-Indizes oder amerikanischen Aktien investieren, haben Sie somit auch 20% in US-Dollar angelegt und Ihr wirtschaftliches Euro-Risiko somit reduziert.

Fazit

Achten Sie also zukünftig bei der ETF-Auswahl auf den Kostenfaktor und machen Sie sich Gedanken, ob Sie eine Währungssicherung wirklich benötigen oder lieber darauf verzichten möchten.

18. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Richard Mühlhoff. Über den Autor

Richard Mühlhoff analysiert die realen Anlageentscheidungen der weltbesten Investoren, wie etwa Warren Buffett oder David Tepper. Die kollektive Intelligenz dieser ausgemachten Top-Investoren ist das Erfolgsgeheimnis des Börsendiensts „Investment-Elite“.