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To-Do-Liste bis zum Jahresende: Was Sie unbedingt noch erledigen sollten

Sie werden es kennen: Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende entgegen und man fragt sich, welche wichtigen Dinge man noch zu erledigen hat.

Im Folgenden finden Sie eine To-Do-Liste mit den wichtigsten Punkten für Ihre Finanzen.

Freistellungsaufträge: Abgeltungsteuer-Abzug mildern

Das Finanzamt fordert bei Dividenden-Ausschüttungen, realisierten Kursgewinnen und Zinserträgen immer seinen Anteil.

Diese Abgeltungsteuer wird bei Auszahlung von realisierten Kursgewinnen, Zinserträgen und Dividendenausschüttungen automatisch fällig und von der Bank an die Finanzkasse überwiesen.

Sie als Anleger erhalten die Netto-Zahlung nach Abzug der Steuern auf Ihr Konto überwiesen.

Den Abzug können Sie als Anleger aber auch abmildern oder sogar direkt vermeiden, wenn Sie Freistellungsaufträge bei Ihrer Bank bzw. Ihren Banken verteilen.

Bis zur Höhe des sogenannten Sparer-Pauschbetrags in Höhe von 801 Euro für Singles bzw. 1.602 Euro für Verheiratete können Sie die Ausschüttungen, Kursgewinne und Zinsen vom Steuerabzug freistellen lassen.

Dazu benötigen Sie den Freistellungsauftrag, den Ihre Bank Ihnen auf Nachfrage aushändigen wird. Bei online geführten Konten sind die Freistellungsaufträge auf der Website der Bank abrufbar. Diese sollten dann ausgefüllt und unterschrieben an Ihre Bank gesendet werden.

Wenn Sie Konten und Depots bei mehreren Banken führen, ist darauf zu achten, dass die Höhe der verteilten Freistellungsaufträge in Summe nicht mehr als die oben genannten Beträge ergibt.

Zusätzlich sollten Sie darauf achten, dass die Höhe der freigestellten Beträge bei den jeweiligen Banken in etwa passen.


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Freistellungsauftrag: Ein Beispiel

Ein Beispiel: Wenn Sie (unter der Annahme der Zusammenveranlagung also 1.602 Euro Sparer-Pauschbetrag für Eheleute) bei Bank A 1.500 Euro an Kapitalerträgen erwarten, aber nur 100 Euro freigestellt haben und bei Bank B werden 100 Euro an Kapitalerträgen erwartet und 1.500 Euro freigestellt, so macht diese Aufteilung keinen Sinn.

Denn: In diesem Fall werden lediglich 200 Euro automatisch von der Einbehaltung und Abführung an die Finanzkasse ausgenommen.

Die restlichen rund 1.400 Euro, die Sie per Freistellungsauftrag vom automatischen Abzug hätten befreien können, werden aufgrund der im Beispiel dargestellten unglücklichen Aufteilung nicht vom Abzug befreit.

Hier wäre es besser gewesen, wenn Sie bei Bank A 1.500 Euro freigestellt hätten und bei Bank B 100 Euro. So würde in unserem Musterbeispiel die optimale Verteilung aussehen.

Rückerstattung zu viel gezahlter Steuern

Trotz eines oder mehrerer Freistellungsaufträge kann es passieren, dass Sie zu viele Steuern an den Staat zahlen.

Dies gilt (wie Sie gerade im Beispiel sehen konnten) insbesondere dann, wenn die Verteilung der freigestellten Beträge nicht vernünftig gewählt wurde oder dann, wenn die Freistellungsaufträge nicht regelmäßig angepasst werden.

Soweit die schlechte Nachricht. Es gibt für Sie jedoch auch eine gute Nachricht in diesem Zusammenhang: Sie können sich die gegebenenfalls zu viel gezahlte bzw. einbehaltene Steuer über die Anlage KAP (Kapitaleinkünfte) im Rahmen Ihrer Steuererklärung zurückholen.

Erkundigen Sie sich nach den Fristen Ihrer Freistellungsaufträge

Zudem sind die Freistellungsaufträge bis Dezember zu prüfen und gegebenenfalls neu zu verteilen. Denn viele Banken berücksichtigen die Aufträge nur, wenn sie bis ca. Mitte Dezember abgegeben werden.

Erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Bank bzw. Ihren Banken nach der Frist bzw. den Fristen.

Freistellungsaufträge ab dem Jahr 2016

Ganz wichtig für Sie ist zu wissen, dass Freistellungsaufträge grundsätzlich ab dem 1. Januar 2016 ihre Gültigkeit verlieren, wenn der Bank Ihre Steuer- Identifikationsnummer nicht bekannt ist.

Das bedeutet, dass die Banken rigoros Steuern auf Ihre Kapitalerträge ab dem 1. Januar 2016 abführen, wenn Sie Ihrer Bank bzw. Ihren Banken nicht Ihre Steuer-Identifikationsnummer mitgeteilt haben.

Der Staat hat den Banken diese Vorgabe gesetzlich vorgeschrieben, daher werden die Banken in dieser Sache auch keine Ausnahmen machen können.

Tipp: Überprüfen Sie unbedingt bis spätestens Ende November Ihre Freistellungsaufträge und schauen Sie besonders darauf, ob Ihre Steuer- Identifikationsnummer dort angegeben ist. Bei Eheleuten ist darauf zu achten, dass von beiden Ehepartnern die Nummer eingetragen wurde, sonst ist der Antrag ab dem 1. Januar 2016 ungültig.

Ihre Steuer-Identifikationsnummer finden Sie übrigens beispielsweise auf Ihrem Steuerbescheid. Der Hintergrund der neuen gesetzlichen Regelung: Auf diese Weise lässt sich schnell vom Fiskus überprüfen, ob Sie als Anleger Freistellungsaufträge oberhalb der genannten Grenze verteilt haben.

Sie sehen also: Der gläserne Steuerbürger wird immer mehr zur Realität.

Abgabe der Steuererklärung für das Kalenderjahr 2014

Neben der Anpassung Ihrer Freistellungsaufträge und der Mitteilung Ihrer Steuer-Identifikationsnummer an Ihre Bank bzw. Ihre Banken, steht für einige von Ihnen noch die Abgabe der Steuererklärung für das Kalenderjahr 2014 bis zum Ende des laufenden Jahres an.

Dies gilt zumindest für diejenigen, die eigenständig eine Fristverlängerung beantragt haben oder die Steuererklärung von einem Steuerberater oder mit Hilfe des Lohnsteuerhilfsvereins erstellen lassen.

Wie Sie wahrscheinlich wissen, endet die gewöhnliche Abgabefrist stets Ende Mai des darauffolgenden Jahres. Sprich: Sie müssen im Normalfall spätestens Ende Mai 2016 Ihre Steuererklärung für das Kalenderjahr 2015 abgeben.

Diese Frist gilt unter den zuvor genannten Voraussetzungen jedoch nicht.

Dann gilt stattdessen das Ende des darauffolgenden Kalenderjahres als Abgabefrist. Soll heißen: Wenn für Sie die Fristverlängerung gilt, müssen Sie beispielsweise Ihre Steuererklärung für das Kalenderjahr 2014 bis Ende 2015 bei Ihrem zuständigen Finanzamt einreichen.

Abschließend noch ein Hinweis: Wenn Sie individuelle Steuerfragen haben, wenden Sie sich damit bitte an Ihren Steuerberater. Sofern Sie noch keinen haben, sollten Sie sich in dem Fall einen suchen.

Meistens bringt Ihnen der Steuerberater mehr Steuerersparnis als er Ihnen auf der anderen Seite in Rechnung stellt.

14. Dezember 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.