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Torschuss-Panik: 10 Tipps für den erfolgreichen Hauskauf

Die anhaltenden Niedrigzinsen scheinen uns die Chance unseres Lebens zu ermöglichen: Günstig an ein Eigenheim heranzukommen. Kein Wunder also, dass immer mehr Menschen eine Art Torschuss-Panik entwickeln und denken, sie müssen noch schnell zugreifen, bevor es zu spät ist.

Doch Vorsicht: Man sollte nicht im Schlussverkauf-Wahn handeln, sondern den Hauskauf mit einem kühlen Kopf abschließen. Eine Immobilie ist eine große Anschaffung und eine sehr langfristige Bindung. Deshalb sollte die Investition gut überdacht sein. Hier sind 10 Tipps für den erfolgreichen Hauskauf.

1. Den Kaufvertrag IN RUHE durchlesen!

Man sollte nichts überstürzen sondern sich den Kaufvertrag in Ruhe durchlesen. Laut Beurkundungsgesetz haben Immobilienkäufer zwei Wochen vor Notartermin Zeit, sich den Vertrag durchzulesen. Diese Zeit sollte man nutzen und im wahrsten Sinne des Wortes mindestens eine Nacht drüber schlafen.

2. Auf einen Notar setzen

Auch wenn es viele Standardvorlagen im Netz gibt: Ein Notar ist dafür zuständig, den Kaufvertrag der zukünftigen Immobilie individuell anzupassen. Er ist also dafür zuständig, den Vertrag ordnungsgemäß zu verfassen.

3. Stimmt die Objektbeschreibung im Vertrag?

Wenn man sich die Zeit nimmt, den Vertrag in Ruhe durchzugehen, sollte man auf verschiedene Punkte achten. Wichtig ist die eindeutige Bezeichnung des Kaufobjekts – also die Objektbeschreibung. In dieser sollten vor allem eine genaue Beschreibung des Grundstückes, der Lage und der Innenausstattung enthalten sein.


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4. Grundschulden? Pfandrechte? Wer ist Käufer?

Hauskäufer sollten außerdem prüfen, ob die Angaben über die Grundbesitzer, eingetragene Grundschulden oder auch Pfandrechte Dritter im Kaufvertrag enthalten sind. Wenn das Haus gemeinsam mit dem/der Ehepartner/in gekauft wird, müssen die jeweiligen Anteile am Eigentum klar benannt werden. Dahingehend sollte der Kaufvertrag überprüft werden.

5. Stimmen der Kaufpreis und die dazugehörigen Fristen?

Natürlich darf auch eine essentielle Sache im Kaufvertrag nicht fehlen: Der Preis der Immobilie und des dazu gehörigen Grundstücks sowie die dazugehörigen Fristen, die für die Zahlungen vorgesehen sind.

Achten Sie auch darauf, ob es eine Klausel gibt, die eine sofortige Zwangsvollstreckung in Ihr persönliche Vermögen möglich macht, falls nicht rechtzeitig zahlen kann. Diese Klausel ist keine Pflicht, Käufer müssen sie aber akzeptieren. Diese Klausel sollte dem Käufer aber noch einmal bewusst machen: Der Immobilienkauf ist ein großer Schritt.

6. Absicherung für beide Seiten

Deshalb ist es auch wichtig, dass sowohl Käufer als auch Verkäufer beim Immobilienkauf abgesichert werden können. Hier hilft auch der Notar, der den Vertrag so gestaltet, dass  Käufer erst dann zahlen müssen, wenn die Erwerbsposition abgesichert ist – sprich:

Wenn alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen. Dazu kann er zum Beispiel eine Eigentumsvormerkung im Grundbuch eintragen. Umgekehrt geht das Eigentum des Grundstücks erst an den Käufer über, wenn der Verkäufer den Kaufpreis erhalten hat.

7. Termine und Zahlungsfristen

Ebenfalls sollten Käufer den Vertrag darauf prüfen, ab wann die Immobilie auf übergeht. Denn ab diesem Zeitpunkt sind sie dazu verpflichtet, sich gegen mögliche Gefahren und Schäden zu schützen und entsprechende Versicherungen abzuschließen.

8. Unsichtbare Mängel

Asbest, vorhandene Schwämme oder sanierungsbedürfte Bauteile fallen häufig erst später und nicht schon bei der ersten Besichtigung auf.

Dagegen sollte der Kaufvertrag den Käufer absichern und eine Klausel über unsichtbare Mängel enthalten. Man sollte auf keinen Fall auf einen Gutachter oder Sachverständigen, wenn man eine Bestandsimmobilie erwirbt. Die können Käufer vor bösen Überraschungen schützen.

9. Neubaukauf: Was bedeutet „schlüsselfertig“?

Wenn man eine neue Immobilie kauft, sollten unbedingt Formulierungen wie schlüssel- oder bezugsfertig hinterfragt werden. Häufig fallen dann noch Kosten für Zuwege oder den Garten an, die unerfahrener Käufer vielleicht nicht im Vorfeld bedacht haben.

10. Nicht sofort zuschlagen!

Auch wenn es sich vielleicht um das Traumhaus handelt – Vergleichen lohnt sich immer! Man sollte sich unbedingt mehrere Angebote einholen und nicht gleich beim ersten zuschlagen!

31. August 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Yannick Esters
Von: Yannick Esters. Über den Autor

Yannick Esters schreibt für den GeVestor-Newsletter "Immobilien-Telegramm" und ist Fachmann für die Immobilien-Branche.