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Finanzstruktur: Die richtigen Entscheidungen

Eine stabile Finanzstruktur ist eine gute Voraussetzung dafür, dass die Bank die Bonität Ihres Unternehmens günstig beurteilt.

Stabil ist Ihre Finanzstruktur dann, wenn Sie über ausreichend langfristiges Kapital verfügen. Dabei kann es sich um Eigenkapital, aber auch um langfristiges Fremdkapital handeln.

Selbstverständlich reicht zu einer guten Gesamtbeurteilung nicht nur eine stabile Finanzstruktur, aber sie ist einer der Eckpfeiler der Beurteilung.

Neben der Finanzstruktur sind die Punkten Liquidität, Rentabilität, Managementqualität, Markt- und Branchenaussichten und die Zukunftsfähigkeit für Ihre Beurteilung wichtig.

Mit einer guten Finzanzstruktur  verschaffen Sie sich eine sichere Kalkulationsgrundlage für die Zukunft.

Wie Sie Ihre Finanzstruktur stabilisieren können

Berücksichtigen Sie bei Ihren Überlegungen, eine stabile Finanzstruktur zu schaffen, dass es nicht ausreichend ist, wenn Sie ausschließlich Ihr Anlagevermögen langfristig finanzieren.

Stabil ist Ihre Finanzstruktur erst dann, wenn Sie zusätzlich zu Ihrem Anlagevermögen auch noch den Teil Ihres Umlaufvermögens langfristig finanzieren, der langfristig Kapital bindet.

Bedenken Sie dabei, dass Sie beispielsweise einen bestimmten Teil Ihres Material- beziehungsweise Warenbestands ständig vorrätig halten müssen, um liefer- und verkaufsfähig zu sein.

Dieser Teil Ihrer Vorräte bindet langfristig Kapital und sollte deshalb auch langfristig finanziert werden.


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Ähnlich verhält es sich bei Ihren Kundenforderungen. Wahrscheinlich haben Sie so genannte „ständige“ Außenstände. Diesen Teil Ihrer Außenstände sollten Sie deshalb ebenfalls langfristig finanzieren.

Sie können zur Festlegung des langfristig zu finanzierenden Teils Ihres Umlaufvermögens entweder mit einer Faustformel arbeiten und rund ein Drittel Ihrer Bestände und Forderungen langfristig finanzieren (noch einfacher: Nehmen Sie ein Drittel des gesamten Umlaufvermögens), oder Sie gehen individuell vor und ermitteln konkret den langfristig zu finanzierenden Anteil.

In diesem Fall sollten Sie nicht nur 300.000 €, sondern 467.000 € langfristig finanzieren.

Prüfen Sie für Ihr Unternehmen, ob es vorteilhaft ist, wenn Sie jetzt kurzfristige Kredite in langfristige Darlehen umwandeln.

Orientieren Sie sich an folgenden Kriterien:

  • Können Sie einen Zinsvorteil erreichen?
  • Haben Sie Ihre eisernen Bestände und die ständigen Außenstände langfristig finanziert?
  • Können Sie mit einem Festzinskredit Ihre Kalkulationsgrundlage stabilisieren?

So präsentiert sich das Bilanzbild eines Unternehmens mit stabiler Finanzstruktur und gutem Rating

Kontrollieren Sie, ob das Bilanzbild Ihres Unternehmens die folgende Struktur hat:

Aktiva Passiva
AnlagevermögenAnlagevermögen rund 1/3 des Umlaufvermögens sollten Sie langfristig finanzieren                            Eigenkapital
+ +
1/3 UmlaufvermögenLangfristiges Fremdkapital
2/3 UmlaufvermögenKurzfristiges Fremdkapital
BilanzsummeBilanzsumme

Die Grundlage einer stabilen Finanzstruktur bilden die langfristig zur Verfügung stehenden Finanzierungsmittel.

Dies sind im Regelfall:

  • Eigenkapital
  • Eigenkapitalähnliche Finanzmittel
  • Langfristige Rückstellungen (Beispiel: Pensionsrückstellungen)
  • Langfristige Darlehen (aus Bankensicht, Laufzeit über vier Jahre)

Nur wenn Sie ein ausreichendes Maß an langfristigen Finanzierungsmitteln in Ihrem Unternehmen einsetzen, haben Sie die Chance, für den Ratingbereich „wirtschaftliche Situation“ und dort für den Teilbereich Finanzstruktur eine gute Ratingnote zu erreichen.

15. Mai 2002

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.