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Trendlinien erkennen mit Point&Figure

Eigentlich sollen Trendlinien in Charts den Anlegern dabei helfen zu erkennen, in welche Bereiche sich eine bestimmte Aktie in Zukunft entwickeln wird.

Doch bei vielen Chartanalysen hat die Auswertung wenig mit Effizienz und Sicherheit zu tun.

Trendlinien bestimmen – eindeutig und klar definiert

Besonders bei den so genannten Candlestickcharts scheint es fast so, als wenn jeder Trader seine Trendlinien willkürlich und individuell einzeichnen würden. Dementsprechende Uneinigkeit herrscht dann zumeist auch über die richtige Interpretation eines Signals.

Anders jedoch bei der Point-and-Figure-Chartanalyse. Auch hierbei ist es möglich, Trendlinien oder sogar auch Trendkanäle zu bestimmen. Aber wie immer bei der Arbeit mit Point-and-Figure-Charts: Eindeutig und klar definiert und mit möglichst keinem Spielraum für schwammige Interpretationen.

Steigende Trendlinien

Zunächst wollen wir uns den steigenden Trendlinien zuwenden und betrachten folgenden Beispielchart:


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  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

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Wie Sie sehen werden Trendlinien im P&F Chart immer genau im 45-Grad-Winkel eingezeichnet, auf diese Weise helfen uns die Kästchen also schon mal dabei, stets zu vergleichbaren Ergebnissen zu kommen. Aber auch in der konkreten Ermittlung folgt man bei Point-and-Figure-Charts wie immer eindeutigen Regeln.

Grundsätzlich muss ein steigender Trend natürlich erst mal von einem Kaufsignal eingeleitet werden. Haben wir ein solches Kaufsignal gefunden, markieren wir uns die vorhergehenden O-Säule. Der tiefste Punkt dieser O-Säule ist der Startpunkt der Trendlinie.

Zeichnet man nun ausgehend von diesem Punkt z.B. mit einem Lineal genau im 45-Grad-Winkel eine Linie durch die Kästchen weiter nach oben, dann erhalten wir eine so genannte Haussetrendlinie oder Hausseunterstützung. Eine solche Trendlinie hilft dem bullishen Anleger dabei zu erkennen, in welchem Bereich er definitive Gewinne erwirtschaften wird, nämlich solange die Kurse auf oder oberhalb der Linie liegen.

Einzelne Abwärtsbewegungen oberhalb der Hausselinie nutzen wir zum Kaufen, aber solange die Kurse insgesamt oberhalb der Trendlinie liegen, suchen wir nur Long-Einstiege. Zudem fungiert ein Stop-Loss unterhalb der Trendlinie als effektiver Schutz gegen Verluste im Fall eines stärkeren Kursrückganges.

Sinkende Trendlinien

Ganz ähnlich kann man natürlich auch verfahren, um eine sinkende Trendlinie oder Baissewiderstand zu kennzeichnen.

Der Startpunkt eines sinkenden Trends ist natürlich stets ein Verkaufssignal. Wir suchen die vorhergehende X-Säule und beginnen unsere Linie am höchsten Punkt dieser X-Säule. Sie führt im 45-Grad-Winkel abwärts, das kann man auch sehr schön in der obigen Grafik erkennen.

Ein Baissewiderstand gibt dem Anleger folgende wichtige Handlungsinformationen: Solange die Kurse auf oder unter der Trendlinie liegen, ist mit dem bearishen Geschäft alles in Ordnung. Jede Erholung oberhalb der Linie wird zum Nachkaufen von Puts genutzt, insgesamt bleiben wir bei den Shorteinstiegen bis der Kurs die Linie durchbricht.

Zum Schutz vor Verlusten in diesem Fall setzen wir eine Stop-Loss-Oder oberhalb der Trendlinie. In unserem nächsten Beitrag aus der Point-and-Figure-Chart-Artikelreihe geht es um die Bewertung eines Gesamtmarktes mithilfe des Bullish-Prozent-Index.

2. Januar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.