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Trendumkehr? Bärische und bullische Engulfings sind starke Signale

Engulfings sind Candlesticks, also Chartformationen, die eine Trendumkehr andeuten. Es gibt sie als bärische oder bullische Engulfings.

Diese Muster bestehen aus zwei Kerzen, von denen die zweite die vorangegangene komplett abdeckt bzw. verschlingt. Damit sind sie ausgeprägter und aussagekräftiger als Muster mit nur teilweiser Abdeckung wie etwa Dark Cloud Cover.

Candlesticks – Aussagemuster mit Form und Farben

Gewinne sichern oder kaufen? Dreht sich der Trend? Engulfings sind für Trader ein erstes Warnsignal. Diese Kerzenformationen als Umkehrsignale sind Teil der Candlestick-Methode, der Standardform zur Darstellung von Kursdaten in der technischen Analyse.

Generell: Kerzencharts werden eingesetzt, weil sie die Marktverfassung zeigen und Signale liefern, die bei traditionellen Linien- oder Balkencharts nicht zur Verfügung stehen.

Durch die Konstruktion der einzelnen Kerzen entsteht eine Form der Kursdarstellung, die wertvolle Informationen über den Kursverlauf enthält. Diese ergeben sich aus Form und Farbe der einzelnen Kerzen sowie aus den Mustern, die aus einer bis hin zu mehreren Kerzen gebildet werden.

Kerzenfarbe je nach Marktentwicklung

Grundsätzlich benötigt eine Kerze vier Kursdaten pro Zeitperiode. Dabei wird in den Differenzbereich zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs ein breiter Kerzenkörper eingetragen. Dessen Farbe hängt von der Marktverfassung ab.


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Liegt der Schluss- über dem Eröffnungskurs, ist der Markt also gestiegen, zeigt sich die Kerze weiß. Ist das Gegenteil eingetreten, der Markt also gefallen, ist der Kerzenkörper schwarz. Dieses Zusammenspiel zeigt sich auch bei den Engulfings.

Engulfing: Vorgängerkerze komplett umhüllt

Beim bärischen Engulfing wird eine weiße Kerze von einer zweiten schwarzen, also negativen Kerze vollständig umschlossen – der Hinweis auf einen bevorstehenden Abwärtstrend. Steve Nison, der als Begründer der modernen Candlestick-Analyse gilt, vergleicht sie mit einer „totalen Sonnenfinsternis“.

Beim Abwärtstrend verhält sich das Farbverhältnis genau umgekehrt und zeigt eine bullische Engulfing-Formation. Hier kündigt sich ein Aufwärtstrend an.

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(Quelle: Tradingmarkets.com / New Jersey)

In beiden Fällen müssen die Vorgängerkerzen anzeigen, dass tatsächlich ein Trend vorliegt. Nur wenn dann die letzte Kerze die Vorgänger umhüllt bzw. abdeckt, ist die Aussagekraft entsprechend hoch.

Ein bärisches oder bullisches Engulfing entsteht, wenn einem Trend die Luft ausgeht. Zuvor kann es beim Kampf zwischen Bullen und Bären zu Rücksetzern und Mustern mit Teilabdeckungen gekommen sein.

Häufiger Anlass: Viele Investoren sehen anhand neuer Fundamentaldaten einen Trend als nicht mehr gerechtfertigt an. Sie nehmen entweder Gewinne mit oder stellen im Abwärtstrend Shortpositionen glatt bzw. kaufen vorsichtig wieder zu.

Ausprägung und Kombination mit anderen Charttools

Engulfing-Muster sollten nicht nur im Abgleich zu ein, zwei vorangegangenen Kerzen gesehen werden. Je länger die letzte Engulfing-Kerze ausfällt und je mehr vorangehende Kerzen sie abdeckt, desto ausgeprägter dürfte ein Trendwechsel ausfallen. Zudem: Je höher bzw. tiefer das Kursniveau ist, desto stärker ist Aussagekraft als Handelssignal.

Für Engulfing-Muster gilt das gleiche wie für alle Candlesticks: Sie sollten nicht als einziges Kriterium für Handlungsentscheidungen dienen. Eine bewährte Variante ist die Kombination mit Oszillatoren wie etwa dem Chande Momentum Indikator.

Zeigt der beispielsweise an, dass der Markt überverkauft ist, bestätigt ein gleichzeitig vorliegendes bullisches Engulfing, dass mit steigenden Kursen zu rechnen ist. Dasselbe umgekehrt.

6. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.