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Trittschalldämmung im Altbau: Bei Renovierung gilt DIN 4109

Nach § 14 Nr. 1 des Wohnungseigentumsgesetzes (WEG) ist jeder Wohnungseigentümer verpflichtet, bei einer Renovierung seiner Eigentumswohnung nur solche Veränderungen vorzunehmen, durch die andere Wohnungseigentümer nicht unzumutbar beeinträchtigt werden.

Dies bestätigte das Amtsgericht Köln.

Konkreter Fall

Im zu verhandelnden Fall tauschte eine Wohnungseigentümerin 2006 den Laminatboden in ihren Räumen gegen einen Fertigparkettboden aus. Sie wohnte in einer Anlage, die um 1930 erbaut worden war.


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Der Eigentümer einer Nachbarwohnung beschwerte sich nach dieser Umbaumaßnahme über erhebliche Lärmbelästigungen. Grund fehlender Trittschallschutzes.

Er verlangte von der Eigentümerin der renovierten Wohnung, dass sie den von ihren Räumlichkeiten ausgehenden Trittschall auf das nach DIN 4109 (1989) zulässige Maß reduziere.

So entschied das Gericht

Der Klage wurde Recht gegeben. Ein Sachverständiger bestätigte, dass die Belastung durch Trittschall mehr als 53 dB betrug und damit die Anforderungen der DIN 4109 (1989) nicht erfüllt.

Bei Vornahme der Baumaßnahmen 2006 galt die DIN 4109 (1989) als Maßstab. Zwar muss der Schallschutz bei Altbauten nicht ständig auf den neusten Stand gebracht werden.

Bei Änderung des Oberbodenaufbaus sind aber sofort die im Zeitpunkt der Baumaßnahmen gültigen, strengeren DIN-Normen maßgebend.

In diesem Rechtsstreit verursachte der neue Bodenbelag eine Verschlechterung des Trittschallschutzes.

Dass die Tragfähigkeit der Betondecke einen anderen Bodenaufbau nicht zuließ, entlastete die verklagte Wohnungseigentümerin nach Ansicht des Kölner Gerichts nicht.

Denn: Sie hätte den Bodenaufbau ja unverändert lassen können (AG Köln, Urteil v. 08.07.10, Az. 202 C 140/07).

12. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.