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Trotz Provision: So überzeugen gute Makler

Seit Sommer 2015 greift bei Makler-Services nun das Bestellerprinzip, das heißt: wer beauftragt, der zahlt auch.

Fair, aber hart. Etwa 50% – gerade kleinere – Immobilienvermittler konnten diesem Druck nicht standhalten. Ist damit das Ende des Makelns im Vermietungsbereich eingeläutet? Nein. Für Vermittler bedeutet dies jedoch, dass sie ihren Einsatz erhöhen müssen.

Und das hat seinen Grund: Etwa ein Drittel aller Mieter ziehen schon nach zwei Jahren wieder aus, etwa die Hälfte spätestens nach fünf Jahren. Jedes Mal entstehen dann Kosten und Risiken: Mietausfälle, Renovierung und eventuelle Rechtsstreitigkeiten. Mehr als genug handfeste Gründe, um in eine Provision zu investieren.

Ein erfahrener Makler kann mit seiner Marktkenntnis viele Probleme vermeiden, bevor sie entstehen. Aber das allein genügt nicht. Er muss zudem die schweren Service-Geschütze auffahren, um den Vermietern einen echten Mehrwert zu bieten.

So überzeugen gute Makler

Hochwertige Exposés. Ein absolutes Muss dafür: erstklassige Fotos mit einer guten Kamera. Smartphone-Schnappschüsse sind ein absolutes No-Go!  Mit wirklich guten Bildern ist der Wow-Effekt sicher – so hat sogar der Vermieter vielleicht seine Wohnung noch nie gesehen.

Grundriss-Service. Es gibt viele Anbieter wie etwa McGrundriss oder Grundrissprofi, die günstig und schnell saubere Grundrisse erstellen. Besonders interessant ist dies für komplexere Objekte wie Maisonette-Wohnungen oder Häuser, bei denen dem Vermieter keine Grundrisse vorliegen.

Energieausweis. Ohne aktuelle Energiewerte darf nicht mehr vermietet werden. Viele Eigentümer kamen aber bisher noch ohne Energieausweis zurecht. Unterstützen kann der Makler durch einen guten Energieberater oder sogar Bereitstellung des fertigen Ausweises.

Mehr Service. Früher war es vielleicht mit der Vorstellung potenzieller Mieter getan – heute gehört schon mehr dazu, Vermieter glücklich zu machen: wasserdichte Übergabeprotokolle mit Fotos, organisierte Schlüsselübergabe und Listen mit vertrauenswürdigen Handwerkern, eventuell sogar mit Spezialrabatten.

Persönlich, persönlich, persönlich. Das kann man nicht genug betonen: Je besser der Makler seine Vermieter kennt, desto besser und schneller können maßgeschneiderte Mieter präsentiert werden, desto besser werden auch seine Interessen durchgesetzt. Je enger die Kundenbeziehung, desto lieber zahlt man auch die Provision.

Immer das aktuellste Recht kennen. Das betrifft Mietverträge ebenso wie jegliche Rahmenbedingungen. Idealerweise sollte ein guter Makler die Gesetze fast auswendig zitieren können. Hier ist er in seinem Fachbereich, das hat er der Privatperson voraus.


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Mieter gründlich durchleuchten. Potenzielle Mieter sollten wirklich auf Herz und Nieren geprüft werden, bevor man sie vorstellt – Kreditreform, Mieter-Fragebogen, Gehaltsnachweise, am besten ist ein kurzer Kontakt zum Vorvermieter.

Festpreise anbieten. 2,38 Bruttokaltmieten kostete es früher in der Regel den Mieter, sich eine Wohnung vermitteln zu lassen. Bei gut vermittelbaren Objekten kann eventuell ein aufwandsgebundener, niedrigerer Festpreis vereinbart werden, oder auch Staffelpreise je nach Vermittlungsdauer.

Provision umlegen. Durch eine Neuvermietung entstehen immer Kosten – ob durch Beauftragung eines Maklers oder Anzeigenschaltung etc. Unter Umständen hat der Vermieter ein besseres Gefühl, wenn die Miete dann um einige Euro pro Monat höher angesetzt wird.

Rosinen picken. Aufträge mit wenig Aussicht auf Erfolg sollte ein guter Makler von Anfang an ablehnen. Das klingt zunächst sehr auf den eigenen Vorteil bedacht, nutzt aber beiden Seiten. Was auch immer eine erfolgreiche Vermietung verhindert – stark überhöhter Mietpreis, suboptimale Wohnlage – der Makler verschwendet seine Zeit und die des Vermieters. Das führt zu Unzufriedenheit und bringt uns weiter zum nächsten Punkt:

Ehrlichkeit. Auch wenn es scheinbar zu den eigenen Ungunsten ist, berät ein vertrauenswürdiger Makler seine Eigentümer ganz offen und ehrlich sowie ganzheitlich. Vielleicht kommt man dann geschäftlich nicht zusammen, etwa wenn der Wunsch-Mietpreis zu hoch angesetzt ist. Der Markt wird ihm Recht geben. Mund-zu-Mund-Propaganda ist eines der wichtigsten Tools für Makler. Das erreicht man nur mit Vertrauen.

Die Erfahrung eines guten Maklers kann Vermietern vieles erleichtern

Optimale Beratung beim Mietpreis. Denn dafür genügt der beste Mietspiegel nicht. Jede Wohnung ist anders und es spielen viele Faktoren eine Rolle. Egal ob zu niedrig oder zu hoch angesetzt – ein unpassender Mietpreis kostet Geld.

Breites Publikum. Jetzt, wo der Vermieter die Provision zahlt, ist bei den Wohnungssuchenden die Hemmschwelle weg, einen Makler zu beauftragen. Der hat dann hunderte oder sogar tausende Suchkunden in seiner Kartei – und zudem viele Kanäle, über welche ein Privatvermieter nicht verfügt. Effektiver kann man Leerstand nicht vermeiden.

Erfahrung. Mit seiner jahrelangen Erfahrung spricht der Makler nicht nur ein breites, sondern vor allem das passende Publikum an – und spart so unnötige Besichtigungen. Er wählt außerdem die richtigen Mieter aus.

Denn alle anderen ziehen meist schnell wieder aus, weil es doch nicht perfekt passt. Das wird dann wiederum teuer. Auch das Risiko für Mietnomaden beziehungsweise unzuverlässige Zahler ist mit Makler geringer.

Der Makler arbeitet nur für den Vermieter! Mit dem Vormieter und auch den neuen Mietern handelt er die besten Konditionen aus und handelt voll im Sinne des Eigentümers.

Objektivität. Nur ein Außenstehender kann eine Wohnung wirklich realistisch beurteilen. Dies, sowie die Marktkenntnis, helfen dem Makler bei einer perfekten Beratung hinsichtlich notwendiger Renovierungen usw.

Ehrliche Ansagen. In der Regel sind Mieter bei Besichtigungen höflich und zuvorkommend. Erfolgt dann die Absage, heißt es: „Wir haben etwas anderes gefunden.“ Aber warum hagelt es 20 Absagen in Folge? Einem Makler gegenüber sind die Interessenten wesentlich ehrlicher. So können eventuelle Gründe eliminiert werden.

Keine Ausgaben für Anzeigenschaltung. Denn trotz der immer beliebteren Plattformen wie Kalaydo oder Ebay Kleinanzeigen kosten die wichtigsten Immobilienbörsen noch immer Geld.

Beste Kontakte zu Handwerkern. Wenn wirklich eine Renovierung, Reparatur oder gar Sanierung ansteht, hilft eine Handwerkerempfehlung. Makler arbeiten oft immer wieder mit den gleichen Firmen zusammen, wissen wer gute Arbeit leistet und können manchmal sogar Rabatte vermitteln. So rentiert sich die Provision oft schnell wieder.

Keine unnötige Arbeit. Denn die Exposé-Erstellung, Bereitstellung von Fotos, Grundrissen und Energieausweis, Anzeigenschaltung, zahlreichen Besichtigungen, Übergabeprotokolle etc. kosten jede Menge Zeit und Nerven – noch mehr, wenn man es nicht jeden Tag macht.

Zeugen. Sollte es doch einmal zur Streitigkeit kommen, steht dem Vermieter immer ein Zeuge zur Seite, der die Übergabe und getroffene Vereinbarungen bestätigen sowie protokollieren kann.

Anonymität. Datenschutz wird immer wichtiger. Dank Makler muss der Vermieter zunächst nichts preisgeben und nur geprüfte Personen erhalten nähere Informationen.

Rechtssicherheit. Sichere Mietverträge nach aktuellem Recht sowie Auskünfte zu allen Eventualitäten im Bereich Mietrecht gehören für Immobilienvermittler zum Vertriebsalltag. Das spart im Nachgang unnötige Prozesskosten.

Fazit: Darum können Vermieter nicht auf gute Makler verzichten

Vermieter können aus all diesen Gründen trotz Provision von guten Maklern überzeugt werden. Durch eine etwas höhere Miete können die Kosten auf den Mieter übertragen werden und die viele Zeit, die für die Suche nach einem neuen Mieter benötigt werden würde, erspart man sich durch den Makler ebenfalls. Außerdem können Vermieter einige Vorteile durch die Erfahrung, das Wissen und die Kontakte der Makler für sich nutzen.

30. Mai 2016

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Maria Schädlich
Von: Maria Schädlich.