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Trump oder Clinton – was bedeutet das für Anleger?

In den Vereinigten Staaten tobt der Präsidentschaftswahlkampf. Und der sorgt dieses Jahr für mehr Aufsehen, denn je. Denn bei den Anwärtern auf das höchste Amt des amerikanischen Staates handelt es sich um zwei Vertreter der jeweiligen Partei, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Hilary Clinton und Donald Trump.

Noch ist der Höhepunkt der politischen Auseinandersetzung nicht erreicht, aber bereits jetzt schlagen sich die Kandidaten Sprüche und Argumente um die Ohren, wie es in Europa kaum denkbar wäre. In der einen Ecke der Republikaner Donald Trump, der mit markigen, teils chauvinistischen Thesen zu Felde zieht, und in der anderen die Demokratin Hilary Clinton, die als erste US-Präsidentin das Weiße Haus erobern möchte.

US-Präsidentschaftswahlen – welche Auswirkungen Anleger einkalkulieren sollten

Inzwischen sind die US-Präsidentschaftswahlen auch im Fokus der europäischen Privatanleger angekommen. Dabei sind die Positionen und Programme der beiden Kandidaten so unterschiedlich, wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr.

Sowohl die Wahl von Trump als auch von Clinton hätte direkte oder indirekte Auswirkungen auf Anleger – nicht nur in den USA. Das sollten Privatanleger im Hinterkopf behalten:

Wenn Donald Trump die Wahl gewinnt …

Auch wenn sich Donald Trump in dieser Beziehung bislang zurückhaltend geäußert hat, könnte das US-Haushaltsdefizit im Falle eines Wahlsiegs des Republikaners weiter ansteigen. Unter seiner Regentschaft dürften, ähnlich wie einst bei Ronald Reagan, die Steuern für Konzerne und für die höchsten Einkommensschichten sinken. Gleichzeitig ist damit zu rechnen, dass die Ausgaben für Verteidigung und Sicherheit steigen würden.

All diese Maßnahmen für sich alleine könnten sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung auswirken. Allerdings wären die Marktteilnehmer erhöhten Unsicherheiten ausgesetzt, die eine stärker protektionistische (die eigene Wirtschaft bevorzugende) Politik hervorrufen könnte.

Im Zuge dessen könnte es zu neuerlichen Handelsbarrieren wie höheren Zöllen für europäische Waren kommen. Leidtragende wären in diesem Fall auch die deutsche Automobilindustrie und ihre Anleger, denn ihre Fahrzeuge würden sich in den USA deutlich verteuern. Mit Sicherheit würde ein Wahlsieg Trumps auch Einfluss auf das Handelsabkommen TTIP haben.

Die Umverteilung der größten steuerlichen Belastungen auf die niedrigeren Einkommen und weitere Nachteile für Bevölkerungsschichten mit Migrations-Hintergrund  könnten zu größeren Unruhen und politischer Instabilität in den USA führen, was nicht schadlos vor allem an den amerikanischen Aktienmärkten vorüber gehen dürfte.

Wenn Hilary Clinton die Wahl gewinnt …

Dadurch stehen aktuell die Chancen für eine weitere Präsidentschaft eines Demokraten bzw. der Demokratin Hilary Clinton relativ gut. Und das bedeutet, dass sich an dem Kurs der derzeitigen US-amerikanischen (Wirtschafts-)Politik nur wenig ändern wird.

Vor allem im Hinblick auf Einwanderer, Umweltschutz und Finanzpolitik dürfte es bei einem Wechsel des Präsidentenamtes von Obama zu Clinton keine gravierenden Einschnitte zu verzeichnen sein. Auch die Außenpolitik zum Beispiel bei den Beziehungen zu den europäischen Partnern sollte dabei von Kontinuität geprägt sein.

Auch in den Beziehungen mit Konflikt-beladenen Staaten wie Afghanistan oder Nordkorea würde Clinton wohl die besonnene Politik Barak Obamas fortsetzen, was letztlich sowohl den EU-Staaten wie den europäischen Anlegern zugute kommen dürfte.

Beim Ausgang der US-Präsidentschaftswahl kann es im Fall eines Siegs Donald Trumps für europäische Unternehmen und Anleger zu tiefgreifenden Veränderungen kommen. Dagegen ist eher mit mehr Stabilität und Verlässlichkeit zu rechnen, wenn Hilary Clinton gewinnt.

29. September 2016

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.