Turbo-Zertifikate helfen den Aktienmärkten

Turbo-Zertifikate helfen den Aktienmärkten

Die Vielfalt an Derivaten hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

Inzwischen ist die Bandbreite an Möglichkeiten, um in Derivate zu investieren, nahezu unüberschaubar geworden.

Das birgt natürlich große Vorteile für Anleger, da diese nun in Basiswerte (Underlyings) jeglicher Art investieren können. Nicht nur DAX-Unternehmen und Indizes sind inzwischen beliebte Underlyings, sondern auch exotische Basiswerte wie Gold, der Baltic Dry Frachtratenindex oder eben auch Nebenwerte.

Mit Derivaten von allen Marktphasen profitieren

Zugleich können die Investoren mit Finanzderivaten von allen Marktphasen profitieren.

So dienen sie vor allem in Phasen kräftiger Kursrückschläge als Absicherungsinstrument, denn die Investoren können das Renditerisiko in fallenden Märkten durch das so genannte Hedging erheblich mindern.

Bei der richtigen Wahl des Instruments kann man zugleich auch von steigenden Märkten überproportional profitieren, denn Zertifikate oder Optionsscheine reagieren aufgrund ihrer Hebelwirkung nicht nur überproportional auf die Marktbewegungen, sie spiegeln zudem auch die im Internetzeitalter schnell verfügbaren Informationen sofort in ihren Kursen wider.

Zertifikate helfen dem Markt

Trotz der Kritik, die besonders in der Krise an den Derivaten geäußert wurde, belegen verschiedene Studien, dass der gesamte Aktienmarkt durch die Ausgabe von Zertifikaten profitiert. Zertifikate wirken sich nicht nur stabilisierend auf die Aktienkurse aus, sie erhöhen zudem die Liquidität und können die Schwankungsbreite der Aktienkurse mindern.

Laut Dr. Sigrid Müller, Professorin der Humboldt-Universität Berlin, lässt sich sogar eine positive Auswirkung auf die Kursentwicklung von Aktien beobachten.

Gute Chancen durch Turbo-Zertifikate

Eine besondere Ausgestaltung von Zertifikaten, um überproportional an den Aktienmärkten zu profitieren, finden die Anleger bei den so genannten Turbo-Zertifikaten (unter anderem auch als Wave bekannt). Die Funktionsweise ist relativ einfach und lässt sich auf 2 Punkte reduzieren:

  • Aufgrund einer Hebelwirkung durch einen Wertpapierkredit hat man wesentlich höhere Hebeleffekte als bei anderen Derivateformen.
  • Die Schwankungsbreite (Volatilität) des Basiswertes spielt in der Kursentwicklung des Turbo-Zertifikats keine Rolle.


Investiert man beispielsweise in einen Turbo mit dem MDAX als Basiswert 9.000 Punkte zu einem Bezugsverhältnis von 1:100, so kostet das Investment rund 90 Euro.

Da der Turbo mit einem Wertpapierkredit, der sich auf etwa 80 Euro belaufen kann, ausgestattet ist, investiert man letztendlich nur 10 Euro. Damit ist die Hebelwirkung ungleich höher als bei einem Optionsschein. Steigt nun der MDAX um 100 Punkte (+1,1 %), steigt auch der Turbo um 1 Euro und liegt damit um +10 % über dem ursprünglichen Einsatz.

Gleichzeitig wird damit deutlich, dass das Zertifikat im gleichen Maße steigt wie der Basiswert und daher spielt die Volatilität eine geringere Rolle als im Vergleich dazu bei den Optionsscheinen.

 
 
Bildquelle: Stephen Coburn - Fotolia

Autor:

Cosmin Filker

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.