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Uber Taxi – das Sinnbild für die Share Economy

Empfindlicher Rückschlag für Uber. Mitte März 2015 hat das Landgericht Frankfurt den privaten Fahrdienst Uber Pop in Deutschland verboten. Das US-Unternehmen wettert gegen das Urteil der deutschen Behörden und will in Berufung gehen.

Schon seit Monaten beschäftigt Uber die Gerichte in Deutschland und polarisiert mit seiner Taxi-App, mit der das Unternehmen die Welt erobern will. In Finanzkreisen wird Uber bereits mit 40 Mrd. US-$ bewertet, ein Börsengang in wenigen Jahren könnte den Börsenwert noch weiter in die Höhe katapultieren. Ein Grund mehr, einen näheren Blick auf das Unternehmen zu werfen.

Uber Taxi – die Anfänge des Unternehmens

Bei Uber handelt es sich um ein Start-up, dass im Jahr 2009 von Travis Kalanick und Garrett Camp gegründet wurde und in San Francisco ansässig ist. Anstoß für die Gründung war, dass beide in Paris keine Taxis finden konnten.

Uber bietet eine gleichnamige App an, die sich als Transportservice bzw. privater Fahrdienst versteht. Uber Taxi gilt als Sinnbild für die Share Economy. Dabei geht es um die Kultur des Teilens, wodurch laut Harvard-Ökonomen Martin Weitzman der Wohlstand für alle Beteiligten steigen soll.


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Uber in Zahlen

Insgesamt bietet Uber verschiedene Dienste an: Über die App Uber Black werden zum Beispiel Limousinen-Dienste vermittelt, während über Uber Pop vor allem Privatfahrer gebucht werden können. Über die App Uber Taxi werden auch reguläre Taxifahrer vermittelt.

Bis Anfang 2015 war Uber mit seiner Taxi-App in 53 Ländern und mehr als 250 Großstädten weltweit präsent. Weltweit zählte Uber zuletzt mehr als 8 Mio. Nutzer und 160.000 Uber-Fahrer. Täglich werden etwa eine Mio. Fahrten über Uber gebucht.

Das häufig kritisierte Geschäftsmodell von Uber

Uber sieht sich nur als Vermittler zwischen Gast und Fahrer und behält rund 20% des Fahrpreises als Vermittlungsprovision ein. Uber-Fahrer sind nicht angestellt und haften selbst, auch tragen Uber-Fahrer die Kosten ihres Fahrzeugs selbst. Dazu zählen zum Beispiel Wartungskosten und KFZ-Steuer.

Uber Pop Fahrer besitzen in der Regel keine Taxi-Lizenz bzw. behördliche Genehmigung, wodurch der Dienst in Deutschland verboten wurde.

Uber dürfte nach Schätzungen von Industrie- und Finanzexperten in 2015 einen Bruttoumsatz von 10 Mrd. US-$ erzielen. Die 20%ige Vermittlungsprovision ist derzeit die einzige Einnahmequelle von Uber. Den größten Umsatz erzielt Uber in US-Großstädten wie in San Francisco und New York.

Warum Finanzexperten ein weiter hohes Wachstum erwarten

Nach Schätzungen von Finanzexperten wie Henry Blodget wird Uber seinen Umsatz sowohl in 2015 um 300% als auch in 2016 um weitere 300% steigern können. Grund ist das enorme Expansionstempo, monatlich kommen etwa 50.000 neue Uber-Fahrer hinzu. Zudem expandiert Uber in weitere Länder und Großstädte dieser Welt.

Auch wenn sich in Deutschland, China oder in Indien teils heftiger Widerstand gegen Uber regt, sehen viele Marktbeobachter Uber Taxi auch in den kommenden Jahren weiter auf der Überholspur.

Der Grund: Uber Taxi Fahrer, die 40 Stunden in der Woche zum Beispiel in New York City arbeiten, verdienen laut Uber-Angaben im Schnitt mehr als 90.000 US-$ im Jahr. In San Francisco sollen es nach Uber-Angaben immerhin noch über 74.000 Dollar sein. Damit verdienen Uber-Fahrer in der Regel mehr als lizenzierte Taxi-Fahrer -zumindest in den USA.

Zudem steht das Angebot auch freien Privatfahrern offen. Finanzmarktexperten gehen daher davon aus, dass Uber schon in den nächsten Jahren für 50 bis 100 Mrd. US-$ an die Börse gehen könnte – es wäre damit der größte Börsengang eines Internet-Unternehmens seit Facebook und Alibaba.

25. März 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands