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Übernahme-Offerte ablehnen: Warum sich dies manchmal lohnt

In den vergangenen Beiträgen haben Sie wichtige Erkenntnisse sammeln können, um im Übernahme-Geschäft Ihre Erfolgsquote zu erhöhen.

Sie haben erfahren, worauf Sie achten müssen, wenn Übernahme-Gerüchte die Runde machen und wie Sie darauf reagieren sollten.

Die Bewertung von Übernahme-Gerüchten ist jedoch nur ein Teil der Arbeit.

So richtig spannend wird es oftmals erst dann, wenn der Übernahme-Kandidat das Angebot vorliegen hat.

Dann muss nämlich geprüft werden, inwiefern das Angebot vorteilhaft für die beiden Seiten ist.

Keine Sorge, ich werde Ihnen hier nicht komplizierte Berechnungsmodelle erklären. Das wäre zu umfangreich, ist aber zum Glück auch nicht nötig.

Sie können viel einfacher auf Alternativen zurückgreifen, die häufig auch zum richtigen Fazit führen:

Management lehnt Offerte ab – Sie sollten es auch

Ein wichtiger Hinweis, ob ein Angebot fair ist, gibt Ihnen immer das Management des Übernahme-Kandidaten.

Empfiehlt das Management die Ablehnung des Angebots, sollten Sie der Weisung folgen und investiert bleiben.

Das Management sagt: Das Angebot ist auf Basis der Geschäfts-Perspektive unzureichend. Dem können Sie meistens glauben.


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Gerade wenn das Angebot in einer Übergangs-Phase erfolgt, sollten Sie Offerten auch mit hoher Prämie gründlich überprüfen. Die bloße Höhe einer Prämie sagt Ihnen nicht, ob das Angebot fair ist.

30% Aufschlag sind verlockend, doch das Management hat häufig gute Gründe anzunehmen, dass bei Ablehnung der Offerte noch mehr für Sie als Aktionär drin ist.

Wie steht das Unternehmen nach der Übergangs-Phase da?

Was wurde in der Branche bei vergleichbaren Deals gezahlt?

Das sind die Fragen, die das Management Ihnen beantwortet.

Häufig wird bei Übernahme-Angeboten nachverhandelt, wenn das Management eine Offerte ausschlägt. Wenn Sie dann Ihre Aktie schon verkauft haben, entgeht Ihnen ein höherer Preis.

Annahme-Empfehlung des Managements häufig richtig – aber nicht immer

Empfiehlt Ihnen das Management die Annahme des Angebots, machen Sie meist wenig falsch, wenn auch Sie annehmen.

Die Manager kennen das Unternehmen sehr genau und haben geprüft, ob der Alleingang besser ist oder nicht.

Lautet deren Fazit, dass man als Teil von etwas größeren besser dran ist, dann ist das fast immer auch so.

Sie sollten der Weisung aber nicht zwangsläufig folgen. Es kann sich lohnen, investiert zu bleiben, auch wenn das Management die Offerte als angemessen bezeichnet.

Denn manchmal gehen die Interessen von Unternehmens-Spitze und Investor auseinander.

Der Blick auf einen Deal erfordert größte Objektivität und Manager, denen eine Millionen-Abfindung bei einer Übernahme winkt, verlieren diese Objektivität ab und zu.

Unter Umständen steht die Führungs-Spitze unter Druck und fühlt sich gezwungen eine Offerte anzunehmen.

Unterschiede bei der Besteuerung – wie bei WincorNixdorf – oder bei der Angebots-Gestaltung – wie bei der Zodiac-Übernahme – können dazu führen, dass eine Angebots-Annahme für Groß-Investoren interessant ist, für Sie als Privat-Aktionär aber nicht.

Unternehmens-Zusammenschlüsse steigern die Effizienz und damit auch den Firmenwert

Nicht selten ist ein Festhalten an einer Investition gerade aufgrund der mit der Übernahme verbundenen Vorteile empfehlenswert.

  • Kosten-Einsparungen in der Verwaltung,
  • die Steigerung der Produktions-Effizienz,
  • ein größerer Kundenkreis
  • und günstigere Einkaufskosten

kommen nämlich nicht nur dem Bieter, sondern auch dem übernommenen Unternehmen zu Gute.

In der Summe steigt dann auch die Chance des übernommenen Unternehmens auf höhere Gewinne.

Steigen die Effizienz und die Gewinne, hat dies zur Folge, dass der Bieter im Falle einer späteren Komplett-Übernahme mehr zahlen muss als in der 1. Übernahme-Runde.

Wenn Sie dann Ihre Aktien schon abgegeben haben, ist Ihre Chance darauf weg. Nicht selten gilt im Übernahme-Geschäft: Das letzte Gebot ist das beste Gebot.

20. Januar 2017

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.

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