MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Übernahme-Wissen: Wie Biotech-Unternehmen Übernahme-Deals retten

Seit mehreren Jahren rollt nun schon eine Übernahme-Welle durch den Pharma-Sektor.

Auf der Suche nach neuen Medikamenten mit Blockbuster-Potenzial, also Medikamenten mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Mrd. $, kaufen die Pharma-Konzerne die Biotech-Unternehmen auf.

Das ist nicht verwunderlich: Ständig laufen bei den Pharma-Konzernen irgendwelche Patente aus und es schlägt die Stunde der Generika-Hersteller.

Die bringen den gleichen Wirkstoff kostengünstig auf den Markt und wollen ihren Anteil vom Kuchen.

Das führt zu Umsatz-Einbußen bei den Pharma-Konzernen. Und um die Lücke zu schließen ist man ständig auf der Suche nach neuen Wirkstoffen.

Erfolgreiche Biotech-Unternehmen landen sehr häufig bei den Pharma-Konzernen

Die Erforschung neuer Medikamente ist teuer. Ca. 800 Mio. Dollar kostet es von der Identifizierung des Wirkstoff-Trägers bis zur finalen Zulassung.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Viele Pharma-Konzerne haben sich daher in den vergangenen Jahren spezialisiert und arbeiten mit den auf Forschung ausgerichteten Biotech-Unternehmen zusammen.

Das senkt die Kosten und reduziert den Schaden für den Fall, dass der Wirkstoff doch nicht zulassungsfähig ist.

Stellt sich dagegen heraus, dass ein Unternehmen besonders vielversprechende Ergebnisse bei der Forschung erzielt, folgt nicht selten kurzerhand die Komplett-Übernahme.

Problem: Bei einer Biotech-Übernahme geht das Forschungs-Risiko auf den Käufer über

Bei Übernahmen in der Biotech-Branche ist das Hauptproblem die Bewertung der Forschungs-Pipeline.

Nur echte Profis können grob abschätzen, wie groß die Erfolgs-Wahrscheinlichkeit eines Wirkstoffs wirklich ist und welches Umsatz-Potenzial sich daraus ableiten lässt.

Da vieles unklar ist, wie viel Wert ein Wirkstoff-Träger hat, kommt es bei Übernahmen im Biotech-Bereich auch dementsprechend oft zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Interessenten und Übernahme-Kandidaten.

Denn ist der Deal erst einmal unterschrieben, geht das Risiko eines Forschungs-Misserfolgs auf den Käufer über.

Wenn ein vermeintlicher Blockbuster sich dann als Niete herausstellt, kann es für den Bieter richtig teuer sein.

Lösung: Die erfolgsabhängige Bezahlung

In keiner anderen Branche findet man bei Übernahmen aufgrund der sehr schwierigen Ermittlung des fairen Unternehmenswerts sogenannte CVRs.

CVR sind die Anfangsbuchstaben von Contingent Value Right. CVRs verbriefen ein erfolgsabhängiges Recht auf eine Nachzahlung wenn bestimmte Forschungs- oder Verkaufs-Ziele erreicht wurden.

Mit diesen CVRs wird Druck von dem Bieter genommen, da dieser nur dann zahlen muss, wenn die Forschung wirklich ein Erfolg ist. Der Übernahme-Kandidat meint das er mehr wert ist? – Dann soll er es auch bitte beweisen!

Sanofi und Medivation: CVRs könnten am Ende Teil eines einvernehmlichen Übernahme-Vertrags sein

Der Einsatz von CVRs hat schon eine Reihe von Deals gerettet, bei denen sich die Manager nicht auf einen Übernahme-Preis einigen konnten.  Aktuell hat der französische Pharma-Konzern Sanofi bei seinem Medivation-Übernahme-Versuch CVRs angeboten.

Die Offerte wurde zwar genauso wie ein vorheriges Angebot zurückgewiesen, doch verschaffte sich Sanofi damit zumindest schon einmal Bucheinsicht.

Es ist gut vorstellbar, dass am Ende mit Hilfe einer erfolgsabhängigen Komponente eine Einigung erzielt wird (Daten, Stand: Juli 2016).

8. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Jens Gravenkötter. Über den Autor

Ein gewiefter Börsen-Profi leitet die Recherche beim "Übernahme-Gewinner". Jens Gravenkötter ist Chefredakteur bei dem erfolgreichen neuen Service.