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Überrenditen mit Fundamentaldaten

Die Schwankungsbreiten an den Aktienmärkten werden wohl insbesondere im Hinblick auf die noch nicht gelösten Schuldenprobleme noch länger anhalten.

Die ganze Welt blickt nach Brüssel, wo am Mittwoch eine Entscheidung zur Lösung der Euro-Krise erwartet wird.

Damit haben sich die Aktienmärkte zunächst einmal von den Fundamentaldaten der Unternehmen losgelöst und reagieren in erster Linie auf die Nachrichtenlage zur Euro-Rettung.

Fundamentaldaten als Orientierungshilfe in der Krise

Sie als Investor dürfen jedoch die Fundamentaldaten nicht aus den Augen verlieren, denn die aktuelle Situation ist nur vorübergehend.

Zwar sprechen viele davon, dass die jüngsten Kursverluste einen allgemeinen Rückgang der Wirtschaftsleistung einpreisen – es lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt jedoch noch nicht vorhersagen, welche Wirkung die europäischen Maßnahmen entfalten werden.

Wer sein Geld länger in der Anlageklasse Aktien investiert, sollte zumindest 2 Bewertungsmöglichkeiten beherrschen, die eine schnelle Einschätzung der Attraktivität des Investments erlauben.

Gute Fundamentaldaten versprechen die höchsten Renditen

So haben erst kürzlich die Experten einer französischen Fondsgesellschaft herausgefunden, dass eigentlich nur eine Kennzahl ausreicht, um an der Börse Erfolg zu haben. Diese reicht zumindest aus, um in einem Börsenzyklus die höchsten Renditen zu erzielen.


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Denn – so die Erkenntnis der Studie der Fondsgesellschaft Métropole Gestion – die Gewinne pendeln sich langfristig immer auf das gleiche Niveau wie die Wirtschaftsentwicklung ein.

Diese Erkenntnis ist durchaus nicht überraschend. Im Zuge der Wirtschaftsentwicklung steigen ja im Schnitt die Unternehmensgewinne um den gleichen Faktor an, was letztendlich zu einem ähnlich hohen Anstieg der Kurse führen müsste.

Wenn es sich so verhält, dann würde es ja eigentlich ausreichen, mit der Masse zu schwimmen, um am „Erfolg“ teilzuhaben.

Gemäß wissenschaftlichen Erkenntnissen – darunter auch jenen der Fondsgesellschaft Métropole Gestion – ist das einfachste Mittel, um Überrenditen über kurze Zeiträume hinweg zu erzielen, die Beachtung einer einfachen Kennzahl: des KGV nämlich!

Wichtig in diesem Zusammenhang ist die Entwicklung des KGV über den Investitionszeitraum hinweg. Die höchsten Renditen erzielte man bei einem Einstiegs-KGV von etwa 10 und bei einem Ausstiegs-KGV von zwischen 20 und 25.

Kombination aus KGV und ROCE ist unschlagbar

Kombiniert man die KGV-Betrachtung mit der Kapitalrendite (ROCE), so lassen sich laut dem US-amerikanischen Professor, Joel Greenblatt, noch höhere Renditen erzielen.

Das ROCE (Return on Capital Employed), eine Kennzahl, die in unseren Analystenkreisen eine zentrale Rolle einnimmt, bemisst die Rendite des Unternehmens auf das eingesetzte Kapital.

In der Alleinbetrachtung hat jedoch diese Zahl zunächst eine eingeschränkte Aussagekraft. Ein Vergleich mit Unternehmen aus der gleichen Branche ist nahezu unerlässlich.

So haben Industrieunternehmen mit einem hohen Bestand an Anlagevermögen ein tendenziell eher niedriges ROCE, wohingegen Dienstleistungsunternehmen mit einem geringeren Kapitaleinsatz ein eher hohes ROCE aufweisen.

So kann es durchaus dazu kommen, dass Unternehmen mit einem überdurchschnittlich hohen ROCE auch höhere KGVs aufweisen und dabei nicht als zu teuer gelten.

ROCE und KGV-Kombi: Ein Beispiel

Ich möchte Ihnen dies kurz am Beispiel der Rational AG aufzeigen: Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 1,90 Mrd. Euro weist die Gesellschaft ein KGV von über 23 auf.

Der Markt sieht dennoch kein großes Abwertungspotenzial, denn die Gesellschaft verfügt über ein unglaublich gutes ROCE von über 120 %. Die Erfahrung zeigt, dass ein ROCE für solche Unternehmen von etwa 20 % bereits als hoch gilt.

Ein vielversprechendes Investment ist also ein Unternehmen, das eine Kombination aus niedrigem KGV und einem hohen ROCE aufweist. In der Vergangenheit haben diese Unternehmen die höchsten Renditen erzielt!

25. Oktober 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Cosmin Filker. Über den Autor

Der Chefredakteur des Newsletters "Nebenwerte aktuell" kann auf eine jahrelange Börsenerfahrung besonders im Nebenwerte-Bereich zurückblicken und durch seine berufliche Erfahrung beim Researchhaus GBC AG von der täglichen Präsenz am Markt profitieren.