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Übungsleiterpauschale: Steuervorteile sichern

Mit sozialem Engagement werden Sie nicht reich, aber immerhin: Ihre Einnahmen aus diesem Bereich bleiben bis zu 2.400 € pro Jahr von Steuern und Sozialabgaben verschont. Das sollten Sie ausnutzen.Was alles unter die Übungsleiterpauschale fällt, definiert das Gesetz – § 3 Abs. 26 Einkommensteuergesetz.

Übungsleiterpauschale: Der Mensch im Mittelpunkt

Steuer- und sozialabgabenfrei bleiben, so das Gesetz Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder vergleichbare Tätigkeiten. Vergleichbare Tätigkeiten – Solche Tätigkeiten üben Sie aus, wenn Sie an einer Volkshochschule unterrichten oder einen Kirchenchor dirigieren. Auch die Einnahmen für künstlerische Tätigkeiten und die Pflege alter, kranker oder behinderter Menschen fallen darunter. Was Sie dafür einnehmen, müssen Sie nicht versteuern – und das gilt nicht nur für die Aufwandsentschädigung, sondern auch für die gezahlten Honorare.

Übungsleiterpauschale: Zwei Voraussetzungen für Anerkennung

Erstens: Nebenberuf. Sie müssen die Tätigkeit als „Übungsleiterin“ im Nebenberuf ausüben. Für eine hauptberufliche Tätigkeit kommt die Übungsleiterpauschale nicht infrage.

Nach den geltenden Lohnsteuerrichtlinien darf die Tätigkeit als Übungsleiterin nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit ausmachen. Zweitens: Passender Auftraggeber. Erlaubt sind:

  • öffentlich rechtliche Institutionen (Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Ärzte-, Anwalts- oder Architektenkammern, kommunale Verwaltungen, Krankenkassen, Schulen, Universitäten, Krankenhäuser oder Altenheime in öffentlicher Trägerschaft)
  • Einrichtungen zur Förderung gemeinnütziger, mildtätiger und kirchlicher Zwecke (als gemeinnützig anerkannte Musik-, Kunst- oder Sportvereine, Stiftungen, Hilfsorganisationen, Wohlfahrtsverbände).

Übungsleiterpauschale: Jede(r) profitiert

Bei der Frage, wer die Übungsleiterpauschale nutzen darf, gibt es keinerlei Einschränkungen. Selbstständigen steht diese Möglichkeit genauso offen wie Arbeitnehmerinnen (auch 400-Euro-Kräften), Hausfrauen oder Rentnerinnen. Sie zählen einfach die Einnahmen aus Ihren verschiedenen Übungsleitertätigkeiten zusammen. Erst Einkünfte, die 2.400 € pro Jahr übersteigen, müssen Sie versteuern.

4. Februar 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.