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Um die Miete geprellt? So gehen Sie als Vermieter mit Mietnomaden um

Monatelange Mietrückstände, unerreichbare Mieter und im schlimmsten Fall noch eine verdreckte Wohnung. So sieht der Albtraum eines jeden Vermieters aus, wenn er an Mietnomaden geraten ist. Lange Zeit hatten Vermieter Probleme, sich gegen Mietnomaden rechtlich durchzusetzen.

Mit der Einführung des neuen Mietrechts im Jahr 2013 hat sich die Lage gebessert und Vermieter können schon bei den ersten Anzeichen wie zum Beispiel der ausbleibenden Kaution den Mietern wieder fristlos kündigen.

Was tun bei Mietnomaden? Vermieter haben verschiedene Möglichkeiten

Hat ein Mieter zwei Monate in Folge die Miete nicht gezahlt, können Vermieter ihm fristlos kündigen. Die fristlose Kündigung sollte dem Mieter aber unter Zeugen oder durch einen Boten ausgehändigt werden, denn sie ist nur gültig, wenn Vermieter nachweisen können, dass der Mieter die Kündigung erhalten hat.

Vor der fristlosen Kündigung sollten Vermieter den Mieter in Verzug gesetzt und angemahnt haben. Der Mieter hat im Anschluss an die fristlose Kündigung 14 Tage Zeit, seine Wohnung zu räumen. Parallel zur fristlosen Kündigung sollte auch eine ordentliche Kündigung ausgesprochen.


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Begleicht der Mieter nämlich im Laufe des Prozess seine Schulden, ist die fristlose Kündigung wirkungslos. Um den Mieter trotzdem nicht länger in der Wohnung zu haben, hilft dann die ordentliche Kündigung, die je nach Konditionen nach 1 bis 3 Monaten greift.

Risiken früh erkennen und minimieren

Neben der fristlosen Kündigung bei ausbleibender Miete haben Vermieter die Möglichkeit, während einer Räumung eine Sicherheit wegen Verzug der Mietzahlungen einzufordern. Eine Räumung wird meist vor Gericht geklärt und erfolgt dann, wenn ein Mieter auf eine fristlose Kündigung hin nicht auszieht.

Dies kann zum Beispiel eine Bürgschaft oder das Hinterlegen von Geld sein. Für Vermieter wird so das Risiko minimiert, dass Mieter nach dem Ende des Gerichtsverfahrens nicht in der Lage sind, ihre angefallenen Mietschulden zu begleichen.

Merken Vermieter schon früh, dass ihre Mieter sogenannte Messies sind und große Mengen an Müll oder Unrat in der Wohnung lagern, ist es wichtig, früh einzugreifen. Mieter können zur Entsorgung des Mülls aufgefordert werden – befolgen sie diese Anweisung nicht, muss der Mieter die Kosten einer professionellen Entsorgung übernehmen. Wird der Müll so extrem, dass der Geruch andere Mieter belästigt oder es zu Schädlingsbefall kommt, haben Vermieter das Recht zu kündigen.

Wie Vermieter Mietnomaden vorbeugen können

Wichtig für Vermieter ist es, schon im Vorfeld Risiken auszuschließen. Mieter können schon vor ihrem Einzug mittels eines Fragenkatalogs ausführlich beleuchtet werden, um ihr Wohnverhalten einschätzen zu können.

Die Antworten können schriftlich notiert und vom Mieter unterzeichnet werden. Stellt sich heraus, dass der Mieter Falschangaben gemacht hat, kann er dafür nachträglich strafrechtlich belangt werden. Für ein gutes Mietverhältnis ist so eine strenge Prüfung zumindest von Mieterseite aber oft schwierig, weshalb Vermieter abwägen sollten, ob sie wirklich so vorgehen wollen.

Auch eine Schufa-Auskunft kann hilfreich bei der Einschätzung der Liquidität des Vermieters sein. Vermieter können sich ebenfalls eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung zeigen lassen, die der vorherige Vermieter des neuen Mieters unterzeichnet hat. Auf diese Weise wird deutlich, dass der Mieter in der neuen Wohnung nicht vor Mietschulden flüchtet.

Hilfe für ratlose Vermieter

Vermieter können sich Vereinen wie zum Beispiel dem Vermieterschutzverein Deutschland anschließen, in denen sie kostenlos juristischen Rat, Mietvertragsformulare und weitere Tipps zu Mietverhältnissen erhalten. So können sie sich günstig vor eventuellen Problemen mit ihren Mietern schützen.

17. September 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.