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Umsatzrentabilität: Die Formel zur operativen Ertragskraft

Die Umsatzrentabilität eines Unternehmens lässt sich mit einer Grundformel errechnen. Die eingesetzten Größen können der Gewinn oder das EBIT sein.

Umsatzrentabilität: Die Formel zur operativen Ertragskraft

Die Umsatzrentabilität ist eine wichtige Kennzahl bei der Berechnung der Kapitalrendite. Je nachdem welche Schwerpunkte man beleuchten möchte, wird die Grundformel mit den entsprechenden Variablen angewendet. Die Umsatzrentabilität wird auch kurz als Umsatzrendite bezeichnet.

Wer die Effizienz im operativen Geschäft eines Unternehmens betrachten will, für den ist die Umsatzrentabilität eine wichtige Kennzahl. Sie gibt unter anderem Aufschluss darüber, ob die Preise stimmen oder ob der Material- bzw. Kapitalaufwand angemessen ist.

Zur Berechnung der Umsatzrentabilität gibt es verschiedene Ansätze. Und die hängen vom Schwerpunkt der Betrachtung ab. So kann man das Verhältnis zwischen Umsatz und dem absoluten Endgewinn beleuchten.

Man kann aber auch das operative Betriebsergebnis ohne Steuern verwenden. Hinzu kommt die Möglichkeit, Finanzierungseffekte oder Abschreibungen außen vor zu lassen. Je nachdem ergeben sich verschiedene Formen der Umsatzrentabilität.

Die Umsatzrentabilität zeigt, wie viel Gewinn jeder umgesetzte Euro erbracht hat. Hierzu gibt es eine Grundformel:

Formel  

Umsatzrendite berechnen

?
Diese Formel zeigt die Berechnung der Umsatzrendite ohne Zinsaufwand an.
$$\bo\text"Umsatzrendite" = ( \text"Gewinn" / \text"Umsatz"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Umsatzrentabilität – Grundformel

Beispiel: Ein Unternehmen weist in der Bilanz einen Umsatz von 10 Mio. € und einen Jahresüberschuss vom 1.200.000 € aus. Die Formel zur Berechnung sieht dann so aus:

1.200.000 / 10.000.000 * 100 = 12% Netto-Umsatzrendite bezogen auf den Jahresgewinn

Dies ist die Netto-Umsatzrendite, bei der alle Posten der Gewinn und Verlustrechnung (GuV) inklusive Steuern miteinbezogen sind. Bei der Formel wird im Zähler der Jahresüberschuss eingesetzt.

Der Nachteil dieser Berechnung: Außerordentliche Erträge, Finanzierungseffekte, und Steuern verzerren das Bild. Dieses reine Finanzergebnis ist dadurch von Jahr zu Jahr Schwankungen unterworfen und lässt sich schwer vergleichen.

Formel der Umsatzrentabilität ohne Steuereffekte

Will man nun nur die Steuereffekte herausnehmen, so müssen zunächst in der Bilanz die Steuern zum Ergebnis hinzugerechnet werden. Denn die Steuern haben das Ergebnis gemindert. Damit ergibt sich das EBT (Earnings before Taxes). Belaufen sich die „Steuern vom Einkommen und Ertrag“ beispielsweise auf 400.000 €, so ist das Ergebnis vor Steuern 1.600.000 €.

Die Formel: 1.600.000 / 10.000.000 * 100 = 16% Umsatzrendite auf EBT-Basis

Gängige Formel der Umsatzrentabilität: Ohne Zinsen und Steuern

Nun lassen sich aber nicht nur Steuern, sondern auch außerordentliche Erträge und Finanzierungseffekte wie Zinsen herausrechnen. Damit kann man Unternehmen besser vergleichen. Hier zählt rein das Betriebsergebnis, das EBIT (Earnings before Interests and Taxes).

Angenommen, das Betriebsergebnis beläuft sich auf 2 Mio. €, dann sieht die Formel so aus:

2.000.000 / 10.000.000 * 100 = 20% Umsatzrendite auf EBIT-Basis

Die Form der Umsatzrentabilität auf EBIT-Basis wird auch EBIT-Marge genannt. Sie erlaubt einen unverfälschten Blick auf das operative Geschäft des Unternehmens und ob unter Umständen Optimierungsbedarf besteht.

Umsatzrentabilität ohne Steuern, Zinsen und Abschreibungen

Ein weiterer Schritt wäre, zusätzlich die Abschreibungen außer Acht zu lassen, da auch Abschreibungen im internationalen Vergleich verschieden sind. Diese Ertragsgröße ist dann das EBITDA (Earnings before Interests, Taxes, Depriciation and Amortisation). Es ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

Wenn die Abschreibungen 1 Mio. € betragen, erhöht sich das Betriebsergebnis auf 3 Mio. €. Entsprechend der Formel ergibt sich hier eine Umsatzrendite von 30% auf EBITDA-Basis.

Will man nun den Einfluss der operativen Ertragskraft auf die Gesamtkapitalrentabilität berechnen, so muss die Umsatzrentabilität um den wichtigen Faktor Kapitalumschlag erweitert werden.

In diesem Fall sieht die Formel wie folgt aus:

EBIT-Ergebnis / Umsatz * Umsatz / Gesamtkapital = Gesamtkapital

Die Gesamtkapitalrentabilität ergibt sich aus dem Produkt von Umsatzrendite und Kapitalumschlag. Hierbei wird – wie auch sonst üblich – das EBIT-Betriebsergebnis zur Berechnung verwendet.

10. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.