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Unbedingter Aktienverkauf nach dem Value-Konzept

Das hier vorgestellte Value-Konzept bietet Ihnen nicht nur Kauf-, sondern auch Verkaufsregeln an. Danach sollten Sie eine Aktie verkaufen,

  • wenn der Aktienkurs seit dem Kauf über 50% zugelegt hat oder
  • wenn Sie die Aktie bereits 2 Jahre halten,
  • wenn die Dividende ausfällt,
  • wenn der Gewinn pro Aktie so stark fällt, dass der aktuelle Kurs mindestens 50% über dem neuen Ziel-Kaufkurs liegt .

Was unter einem Ziel-Kaufkurs zu verstehen ist, können Sie mit Hilfe des 2. Bewertungskriteriums ausrechnen. Nach dieser Regel ist die ABC-Aktie dann günstig bewertet, wenn das KGV bei 60 liegt – eine in diesem Fall sicher extrem hohe Zahl.


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Das Value-Konzept: Ein Anwendungsbeispiel

Auf der Basis des für 2012 angenommenen Gewinns von 34,25 Euro je Aktie folgt daraus ein Ziel-Kaufkurs von 2.055 Euro (Gewinn x 40% des höchsten in den vergangenen 5 Jahren festgestellten KGV = 34,25 x 60).

Der aktuelle Kurs lag im Juni 2012 bei 1.600 Euro, also noch 455 Euro unterhalb dieses Ziel-Kaufkurses. Das sprach zu diesem Zeitpunkt für sich genommen dafür, dass Sie die Aktie weiter halten konnten.

Muss der Gewinn je Aktie nun beispielsweise aufgrund sich verändernder Unternehmensaussichten von 34,25 auf 20 Euro zurückgenommen werden, folgt daraus zwangsläufig ein neuer Ziel-Kaufkurs.

Dieser ergibt sich aus der Rechnung:

erwarteter Gewinn pro Aktie
x
40% des höchsten KGV der letzten 5 Jahre
= 20 Euro x 60 = 1.200 Euro

Addieren Sie dazu 50%, erhalten Sie 1.800 Euro. Da der aktuelle Kurs im Juni 2012 bei 1.600 lag, ergab sich allein aus diesem Kriterium zu dieser Zeit für Sie also kein Grund, die ABC-Aktie bereits zu verkaufen.

Bei genauerem Hinsehen erkennen Sie aber, dass derjenige, der die Aktie im Dezember 2011 um 850 Euro gekauft hatte, bei einem Kurs um 1.275 Euro hätte wieder verkaufen müssen.

Dieser Kurs war Mitte Mai 2012 bereits erreicht. Danach legte die Aktie nochmals über 300 Punkte zu und konsolidierte seit Jahresmitte auf diesem Niveau.

Wie Sie das Value-Konzept noch weiter verfeinern können

Gerade der letzte Punkt ist ein Beispiel dafür, dass Sie nicht unbedingt am besten fahren, wenn Sie einer Methode blind folgen und sich strikt nach dem Ergebnis einer ja ohne weiteres von einem Computer vorzunehmenden Prüfung der hier vorgestellten Regeln richten.

So können Sie die Verkaufsregeln erheblich verfeinern, wenn Sie diese mit den Ihnen im GB empfohlenen Sicherungsstrategien kombinieren.

Die einfachste Methode ist der Einbau eines nachgezogenen Stopp-Loss. Sobald die 1. Verkaufsregel nach Graham erfüllt ist, also die Aktie um 50% zugelegt hat, richten Sie ein mentales Stopp-Loss-Limit ein, das Sie beispielsweise 10% unterhalb der danach jeweils notierten Höchstkurse ansiedeln.

Wenn Sie dieses Limit jeweils nachziehen, sobald der Aktienkurs weiter steigt, haben Sie große Chancen, besser abzuschneiden als mit dem von Graham vorgeschlagenen, nach meiner Erfahrung etwas zu vereinfachenden Schema.

Denn Gewinne sollten Sie bei Aktien möglichst lange „laufen lassen“, selbst wenn Ihnen die gesehene Entwicklung mit Blick auf die fundamentale Beurteilung eines Aktienwerts übertrieben erscheinen mag.

Verwechseln Sie dabei ein mentales Stopp-Loss-Limit aber nicht mit einem Ihrer Bank tatsächlich erteilten Stopp-Loss-Auftrag.

15. Juli 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.