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Und wieder steigen die Preise: Was kostet der Neubau von Mietwohnungen?

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, wie sich die vielen neuen Vorschriften auf die Preise für den Neubau von Wohnungen auswirken?

Die jüngste gesetzliche Neuregelung treibt die Kosten um etwa 8% nach oben. Woher das kommt, sehen Sie in diesem Beitrag.

Am Wochenende hat mich ein Mitglied des Gemeinderates aus einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen um Rat gefragt: „Wir stellen einen neuen Bebauungsplan für ein Wohngebiet auf.

Jetzt gibt es eine fraktionsübergreifende Gruppe, die dort nur noch Passivhäuser zulassen möchte. Wie viel teurer ist es eigentlich, wenn wir dort nur Passivhäuser bauen lassen?“

Energiesparen kostet Geld

Die Frage ist richtig gestellt. Denn auch wenn alle vom Sparen reden, kostet doch Energieeinsparung zunächst einmal Geld. Wofür soll sich die Gemeinde entscheiden?

  • Bessere Politik machen als die Bundespolitik mit der Energieeinsparverordnung?
  • Höhere Energieeinsparung als die besten Fördersätze, die die KfW für KfW-55 Standard vorsieht?
  • Kann die Entscheidung auch nach hinten losgehen, wenn Bauen so viel teurer wird, dass sich vor allem junge Familien den Neubau eines Hauses nicht mehr leisten können?

Welchen Rat würden Sie geben?

Vor diesen Fragen stehen Sie vielleicht auch, wenn Sie Mitglied in einem Gemeinderat sind, wenn Sie als Immobilienexperte gefragt werden. Welchen Rat geben Sie dann?


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Die Frage nach den Mehrkosten lässt sich pauschal nur schwierig beantworten. Am besten ist es, wenn ein Haus vom gleichen Hausbauer oder Haushersteller verglichen wird und die Preise einer Ausstattung mit KfW-70-Standard, KfW-55-Standard und Passivhaus-Standard verglichen werden. Dann bekommen Sie ein realistisches Bild.

Wie sieht es im Wohnungsbau aus?

Damit hat sich der Bundesverband GdW für Wohnungsunternehmen befasst. Anlass ist die neueste Entscheidung des Gesetzgebers, die Energieeinsparverordnung zu ändern.

Im Wohnungsneubau werden die Anforderungen um weitere 25% erhöht. Die Änderungen gelten ab 2016.

Das Kostenbeispiel für den Neubau von Wohnungen wird dort so berechnet:

Angenommen, ein Miethaus mit 20 Wohneinheiten zu je 60 m² Wohnfläche wird neu gebaut, was kostet dieser Neubau je Quadratmeter Wohnfläche?

  • Grundstück
  • Herrichten und Erschließen des Grundstücks
  • Baukonstruktion
  • Technische Anlagen des Bauwerks
  • Außenanlagen
  • Ausstattung und „Kunst am Bau“
  • Baunebenkosten

Diese Positionen schlagen auf Basis der Engergieeinsparverordnung 2009, die aktuell gilt, mit etwa 2.300,- € je Quadratmeter Wohnfläche zu Buche.

Nach der neuen Energieeinsparverordnung steigen die Preise um etwa 180,- € je Quadratmeter auf dann 2.480,- € je Quadratmeter. Das ist ein Preisanstieg von 8%.

Sie wissen, was passiert, wenn die Neubaupreise steigen:

Steigen die Neubaupreise um 8%, dann müssen auch die Mieten um 8% steigen. Der GdW hat errechnet, dass schon nach den alten Neubaukosten die Miete für eine Kostendeckung 9,58 Euro je Quadratmeter betragen muss.

Kommt die 8% Baukostensteigerung hinzu, dann muss die neue Miete bei 10,33 Euro je Quadratmeter liegen.

Ist das noch vernünftig?

Wenn Sie also mit den Lokalpolitikern in Ihrem Ort über Fragen der energetischen Anforderungen im Neubau sprechen, dann nehmen Sie doch dieses Kostenbeispiel mit.

Wenn nun in den Gemeinderäten eine „noch bessere Energiepolitik“ betrieben werden soll, dann wird das Bauen dort noch einmal teurer werden.

Ich halte nichts davon. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht?

14. Oktober 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sven Johns. Über den Autor

Sven R. Johns ist Rechtsanwalt und war 15 Jahre Bundesgeschäftsführer des Immobilienverband IVD (bis Mitte 2012). Seit fast 20 Jahren ist er zunächst als Rechtsanwalt und dann als Geschäftsführer im Immobiliengeschäft vertraut.