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Unechte Nachmieterklausel – Sie haben das letzte Wort

Wenn Ihre Mieter ihr Mietverhältnis vorzeitig beenden wollen, kann er Ihnen einen Nachmieter vorschlagen.

Dies kann bereits im Mietvertrag festgelegt werden, wobei es sich dann um eine so genannte „echte Nachmieterklausel handelt.

Die haben aber keinerlei Verpflichtung den vorgeschlagenen Nachmieter auch anzunehmen.

Dies ist in der Praxis vor allem dann der Fall, wenn der Nachmieter über keine zu Ihrem Mieter vergleichbare Zahlungsfähigkeit verfügt. Ebenso können Sie ihn ablehnen, wenn er Ihnen bereits als nachweislich unzuverlässig bekannt ist.

Insofern gilt: Eine Verschlechterung Ihrer Stellung als Vermieter brauchen Sie nicht hinzunehmen – auch nicht bei einer echten Nachmieterklausel im Mietvertrag.

Haben Sie Ihrem Mieter das Recht eingeräumt, das Mietverhältnis vorzeitig beenden zu können, wenn er Ihnen einen oder mehrere geeignete Nachmieter vorstellt, wurde eine so genannte unechte Nachmieterklausel mit ihm vereinbart.

Tipp: Prüfen Sie die Person des Nachmieters genau und seine finanziellen Verhältnisse.

Hierzu können Sie von Ihrem Mieter verlangen, dass er Ihnen Name und Anschrift des Nachmieters genau und vollständig mitteilt. Tut er dies nicht, endet auch nicht sein Mietvertrag vorzeitig.


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Vor allem natürlich Wichtig: Damit Ihr Mieter auf diese Weise sein Mietverhältnis vorzeitig beenden kann, muss diese Möglichkeit mit Ihnen im Mietvertrag aber ausdrücklich vereinbart worden sein. Dies verkennen viele Mieter jedoch und meinen, sie seien ganz generell berechtigt, sich durch Benennung von Nachmietern vom Mietvertrag lösen zu können.

Treu und Glauben

In seltenen Fällen kann Ihr Mieter schließlich auch ohne besondere Vereinbarung von Ihnen als Vermieter verlangen, dass sein Mietverhältnis vorzeitig endet. Dann nämlich, wenn ihm nach Treu und Glauben die Fortsetzung des Mietvertrages wegen eines berechtigten Interesses unzumutbar geworden ist.

Nach Meinung der Gerichte hat der Mieter ein solches berechtigtes Interesse bei

  • wenn ihm die Wohnung zu teuer geworden ist, zum Beispiel weil wegen Familienzuwachses nur noch Teilzeitarbeit geleistet wird;
  • wenn er während der Mietzeit ein Eigenheim erworben hat und dieses nun beziehen möchte.
  • einer schweren Erkrankung
  • einem beruflich bedingtem Ortswechsel
  • der Aufnahme in ein Alters- bzw. Pflegeheim
  • einer wesentlichen Vergrößerung der Familie
  • einer wesentlichen Verkleinerung der Familie

Hat Ihr Mieter ein solches berechtigtes Interesse, muss er Ihnen aber auch noch einen geeigneten Nachmieter stellen. Dies ist allein Aufgabe Ihres Mieters, der auch die hierbei gegebenenfalls anfallenden Kosten für Makler und/oder Wohnungsinserate bezahlen muss.

Wichtig: Der Grund für den Wunsch des Mieters nach seiner vorzeitigen Beendigung des Mietvertrages darf erst nach seinem Abschluss entstanden sein.

Wusste der Mieter zu diesem Zeitpunkt etwa schon, dass sein Arbeitgeber ihn demnächst in eine andere Stadt versetzen wird, kann er daher von Ihnen später nicht die vorzeitige Beendigung des Mietverhältnisses verlangen.

Als Vermieter können Sie den Nachmieter wiederum aus wichtigem Grund ablehnen. Auch können Sie verlangen, dass ein Nachmieter das Mietverhältnis zu den bisherigen Bedingungen fortführt. Abstriche bei der Miete oder weitere Nachteile brauchen Sie als Vermieter also unter keinen Umständen zu akzeptieren.

Egal, wie berechtigt das Interesse Ihres Mieters auch sein mag.

15. November 2011

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.