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Unentgeltlicher Depotübertrag: Steuerfrei bei Schenkungen und an Ehepartner

Möchte man sein Depot übertragen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Unentgeltlicher Depotübertrag bedeutet in diesem Fall eine Meldung an das zuständige Finanzamt. Dies kann diverse Ursachen haben.

Zum einen kann ein Übertrag unter Eheleuten stattfinden. Erhält einer der Ehepartner ein Depot vom anderen Partner, so geschieht dies mittels eines unentgeltlichen Depotübertrags. Genauso läuft es bei einer Schenkung. Hier wechselt ebenso der Gläubiger und der Depotübertrag ist unentgeltlich. Die andere Variante ist ein unentgeltlicher Depotübertrag aufgrund einer Erbschaft.

Steuerfreier Depotübertrag?

Je nachdem, wie der Übertrag stattfindet, entscheidet der Gesetzgeber, ob Steuern anfallen. Dabei sind die einzelnen Varianten recht einfach zu unterscheiden. Ein unentgeltlicher Depotübertrag ist immer steuerfrei. Es würden lediglich Steuern anfallen, wenn man sein Depot an einen anderen Gläubiger verkauft.


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Dann müsste man entsprechend die Einnahmen versteuern. Der Verkauf wird dann wie reguläre Veräußerungsgewinne im Depot gehandhabt. Logischerweise muss aber der zukünftige Gläubiger alle Gewinne wie gewohnt versteuern. Abgeltungssteuer umgehen: So sparen Sie bei Depotübertragungen

Zeitpunkt des Wertpapierkaufs entscheidend

Man sollte allerdings darauf achten, bei welchem Kreditinstitut man plant, das Depot jemandem zu überschreiben. Ein unentgeltlicher Depotübertrag kann schnell Nachteile für den zukünftigen Gläubiger haben. So gilt grundsätzlich, dass vor 2009 gekaufte Wertpapiere steuerfrei verkauft werden dürfen. Das bezieht sich auf das alte Steuerrecht, das weiterhin für diese Wertpapiere gilt.

Findet nun aber ein unentgeltlicher Depotübertrag statt, so annullieren einige Kreditinstitute dieses Recht auf Steuerfreiheit der alten Aktien oder Derivate. Als Begründung wird angegeben, dass diese Wertpapiere für den zukünftigen Gläubiger neu seien und somit, wenn er sie verkauft, auch Steuern gezahlt werden müssen.

Insofern sollte man diese Klausel unbedingt vor einem Gläubigerwechsel seines Depots überprüfen, um nicht herbe Verluste zu erleiden. Gläubigerwechsel bei Depotübertrag: Worauf Anleger achten sollten

Unentgeltlicher Depotübertrag: Fazit

Ein unentgeltlicher Depotübertrag kann unter Ehegatten oder als Schenkung geschehen. Genauso ist dies möglich, wenn man ein Depot erbt und dieses auf sich umschreiben lässt. Dieser Gläubigerwechsel ist immer steuerfrei, weil der ehemalige Depotinhaber bzw. Gläubiger keinen Gegenwert erhält. Nur wenn das Depot verkauft wird, fallen direkt Steuern auf die Veräußerungsgewinne an.

Liegen im Depot Wertpapiere, die vor 2009 gekauft wurde, muss man besonders darauf achten, wie das jeweilige Kreditinstitut, bei dem man sein neues Depot anlegen möchte, mit dieser Regelung umgeht. Sonst kann es passieren, dass beim Verkauf dieser alten Aktien und Derivate plötzlich doch eine Abgeltungssteuer fällig wird.

1. September 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.