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Ungebrochener Trend: Die Menschheit wächst und wächst

Der Lebensraum auf unserem Planeten ist eigentlich immer gleich groß. Auch wenn durch bewusste oder ungewollte Eingriffe der Menschen wie Landgewinnung oder Erderwärmung geringe Schwankungen vorkommen. Die Entwicklung der Weltbevölkerung kennt jedoch seit vielen Jahrzehnten nur eine Richtung – nach oben.

Denn seit 1950 bis heute hat sich Anzahl der auf der Erde lebenden Menschen von 2,53 auf 7,32 Mrd. nahezu verdreifacht. Doch schon jetzt verringert sich das prozentuale Wachstum, obwohl auch in 2015 noch mehr Menschen im Jahr auf die Welt kommen als 1950.

Wann ändert sich der Trend in der Entwicklung der Weltbevölkerung?

Die Frage, wann und ob die ständige Zunahme der Weltbevölkerung zu Ende geht, wird immer wieder gestellt. Kein Wunder: Denn der Lebensraum des Raumschiffs Erde ist begrenzt und lässt sich nicht beliebig vergrößern.

Und auch wenn sich schon heute das Wachstum der Menschheit verlangsamt hat, bis es denn vollständig zum Stehen kommt, wird es nach Ansicht von Experten der Vereinten Nationen (UN) noch Jahrzehnte dauern.

Dabei gehen die Wissenschaftler der UN in der niedrigsten Variante davon aus, dass die Anzahl der Menschen auf diesem Planeten im Jahr 2050 bei etwa 7,3 Mrd. betragen wird. Allerdings stellen die Experten noch 2 weitere Versionen zur Diskussion, in denen sie von höheren Werten ausgehen.

Prognose201520502100
niedrige Variante7,3 Mrd.8,7 Mrd.7,3 Mrd.
mittlere Variante7,3 Mrd.9,7 Mrd.11,2 Mrd.
hohe Variante7,3 Mrd.10,8 Mrd.16,6 Mrd.

Der Umkehrpunkt der Wachstumsentwicklung soll in der 2. Hälfte des 21. Jahrhunderts liegen.

Gründe für die Trendwende in der Entwicklung der Weltbevölkerung

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich die Anzahl der Kinder pro Frau weltweit von (Ende der 1960er Jahre) 5 bis zum heutigen Tage auf 2,5 etwa halbiert. Gleichzeitig hat sich jedoch die Lebenserwartung wegen besserer Ernährung und Fortschritten in der Medizin ständig erhöht.

Daher schätzen die UN-Mitarbeiter die Zahl der in Deutschland lebenden Menschen im Jahr 2100 auf 63 Mio., was einem Rückgang um etwa 20 % gleichkommt.

Dabei begann die Trendwende im Wachstum der Bevölkerungsentwicklung in den Industrienationen. In Ländern wie den USA oder Japan aber auch in zahlreichen europäischen Staaten wie Dänemark, den Niederlanden oder Deutschland verzeichnet man schon lange niedrige Geburtenraten.

Hinzu kommen Eingriffe von Staaten. Bekanntestes Beispiel: das Diktat der 1-Kind-Ehe in China. In der Volksrepublik war die 1-Kind-Politik Anfang der 1980er Jahre eingeführt worden, um einen wirtschaftlichen Fortschritt zu ermöglichen und um Hungersnöte zu verhindern.

Weitere Entwicklung der Weltbevölkerung recht ungewiss

Über die weitere Entwicklung der Weltbevölkerung sind sich selbst die Experten der UN höchst uneins. Daher haben sie verschiedene Szenarien entworfen, die zu komplett abweichenden Ergebnissen gelangen.

In dem einen Extremfall wird für 2300 mit 36 Mrd. Menschen ausgegangen. In einem anderen Szenario rechnen die Wissenschaftler im selben Jahr mit einer Zahl von 2,3 Mrd. Zu solchen Differenzen kommt es, da bei den Prognosen viele Faktoren eine Rolle spielen können.

An den sehr stark voneinander abweichenden Vorhersagen wird deutlich, wie unsicher Prognosen über die langfristige Bevölkerungsentwicklung sind.

11. September 2015

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Peter Hermann
Von: Peter Hermann. Über den Autor

Peter Hermann ist studierter Germanist und Sozialwissenschaftler und arbeitet seit vielen Jahren im Wirtschafts- und Finanzjournalismus. Sein Spezialgebiet sind die Offenen Investmentfonds. Darüber hinaus besitzt er die Zulassung zum Anlageberater nach § 34 f.