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Unilever: Aktie kann auf Rückenwind durch die Fußball-WM hoffen

Der niederländisch-britische Konsumgüterhersteller Unilever verkauft nicht nur Nahrungsmittel und Körperpflegeprodukte, sondern gilt auch als großer Förderer des Fußballs. Seit 2009 ist Unilever der offizielle Sponsor der mexikanischen Fußball-Nationalmannschaft – der Vertrag läuft bis 2015.

Pünktlich zur Fußball-WM in Brasilien hat Unilever einen neuen 2-Jahresertrag mit dem US-Fußballteam geschlossen. Damit wird „Degree“ das offizielle Deo der US-Fußball-Nationalmannschaft, die sich unter Trainer Jürgen Klinsmann erfolgreich für die Fußball-WM in Brasilien qualifizieren konnte.

Sollte es das US-Team also entgegen allen Erwartungen in Brasilien bis ins Finale schaffen, wäre Unilever mit dabei. Das Unternehmen mit weltweit über 167.000 Mitarbeitern in 100 Ländern sieht die Fußball-WM als eine ideale Marketingbühne, um seine Produktmarken zu bewerben.

Die Performance kann sich durchaus sehen lassen. In den vergangenen fünf Jahren legte die Unilever-Aktie an der Börse zur Freude der Anleger um mehr als 100% zu.

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Unilever ist mit vielen Marken im Spiel

Unilever ist in erster Linie ein Hersteller von Nahrungsmitteln, Körperpflege- und Haushaltsprodukten. Dabei setzt Unilever zunehmend auf kleinere Packungseinheiten und günstige Preise.

Zu den bekannten Unilever-Marken gehören beispielsweise Knorr-Suppen, Dove-Duschgels, aber auch Marken wie Rexona und Axe (Deos), Coral (Waschmittel) und Eismarken wie Langnese, Magnum oder Cornetto. Auch beim Thema Brotaufstrich geht kaum ein Weg an Unilever vorbei. Hier ist das Unternehmen mit den Marken Du Darfst, Rama und Flora (Becel) vertreten.

Unilever-Aktie kann indirekt von der Fußball-WM profitieren

Den Großteil seines Umsatzes erzielt Unilever in aufstrebenden Volkswirtschaften wie eben in Brasilien, ein Land mit exzellenter Wachstumsdynamik. In Schwellenländern konnte Unilever in den vergangenen Jahren eigenen Angaben zufolge Marktanteile gewinnen. Dieser Trend soll sich auch in den kommenden Jahren weiter fortsetzen, wenn es nachdem Willen des Managements geht.

Schon bei der Fußball-WM 2010 in Südafrika nutzte Unilever die Gelegenheit, um Restaurants und Kantinen Tipps zur Steigerung des Umsatzes während der Fußball-WM zu vermitteln. Zum geselligen Miteinander gehört eben auch das richtige Essen und vielleicht auch das richtige Eis, wenn es wieder mal hitzig wird.

Zieht der Verbrauch dieser Konsumgüter an, profitiert auch Unilever und damit auch die Aktie. Dies machte sich insbesondere im ersten Quartal 2014 bemerkbar, als das warme Wetter den Verkauf von Eiscreme ankurbelte und so den Umsatz überraschend deutlich ansteigen ließ (englische Quelle).

Unilever mutiert zum Haushalts- und Hautpflegekonzern

Nachdem Unilever in 2013 bereits die Skippy-Erdnussbutter und die Salatsaucenreihe Wish-Bone verkauft hat, ging in 2014 die Konsolidierung weiter. So trennte sich Unilever von seiner Mini-Salami BiFi, gleichzeitig steht das Geschäft mit der Pasta-Sauce Ragu sowie die Diät-Serie Slim Fast zum Verkauf.

Durch den Verkauf der Vermögenswerte wandelt sich Unilever mehr und mehr zum Haushalts- und Hautpflegekonzern, wo das Unternehmen offenbar größere Wachstumschancen bzw. höhere Gewinnmargen sieht. Für Anleger dürfte diese Strategie positiv sein, können Aktionäre langfristig mit höheren Gewinnmargen rechnen.

Jedoch sollten Anleger beachten, dass die Unilever-Aktie aufgrund des hohen Umsatzanteils in Schwellenmärkten von Währungsschwankungen besonders betroffen ist.

11. April 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands