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Berufsunfähigkeitsversicherungen: Kosten steigen für Männer an

Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen haben wie andere Versicherungen auch bestimmte Kriterien, nach denen sie ihre Prämien errechnen, die ihre Kunden für die jeweilige Versicherung bezahlen müssen.

Das waren bislang Kriterien wie Alter, Beruf, Risiken wie rauchen, die Versicherungsdauer oder das Geschlecht.

Bis 2012 zahlten Frauen mehr

Damit ist es vorbei. Denn seit dem 21. Dezember 2012 gilt, dass für Neuverträge das Geschlecht nicht mehr als Kriterium herangezogen werden darf. Ergo müssen die Prämien fortan für Männlein und Weiblein gleich sein. Und das wiederum wirkt sich auch auf die Berufsunfähigkeitsversicherung aus.


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Bisher verhielt es sich nun so, dass Lieschen Müller deutlich mehr für eine Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlen musste als ihr Bruder Hänschen Müller. Denn das Risiko, dass Lieschen berufsunfähig wird, ist statistisch gesehen höher als das Risiko, dass Hänschen in seinem Job ausfällt.

Hinzu kommt, dass Lieschen als Vertreter der weiblichen Seite der Gattung auch eine statistisch gesehen höhere Lebenswahrscheinlichkeit aufweist. Da sie also im Durchschnitt schneller zu einem Versicherungsfall wird und zudem länger die Versicherungsleistungen beziehen würde als Hänschen, musste sie bislang auch höhere Prämien bezahlen. Das ändert sich nun.

Unisex-Tarife: Nun müssen Männer drauflegen

Denn da beide Geschlechter fortan die gleiche Prämie für eine vergleichbare Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlen müssen, sinken für Lieschen die Kosten, für Hänschen dagegen erhöhen sie sich.

Allerdings dürften die Kosten sich auf lange Sicht nicht symmetrisch entwickeln, bemerken Marktbeobachter. Es wird also wohl nicht so sein, dass Lieschen 30% weniger zahlen wird und Hänschen 30% mehr. Sondern es dürfte wohl eher so laufen, dass die Prämien für die männlichen Vertreter der Gattung wohl kräftig steigen dürften, die der Frauen aber nicht in ebendiesem Maße sinken.

Neuabschluss: Tarife Vergleichen und informieren

Daher lohnt es sich in jedem Fall, beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung genau die Preise der verschiedenen Anbieter zu vergleichen.

Dabei raten Experten dazu, dass man in erster Linie die Preise mit der gebotenen Leistung vergleichen muss. Denn im Zweifel nutzt eine Versicherung wenig, wenn sie zwar preiswert ist, dafür aber den notwendigen Schutz nicht bietet. Wichtiger ist es, sich zunächst die Frage zu stellen, für welchen Fall genau man die Versicherung eigentlich abschließen will und was sie dann bewirken soll.

Wichtig zu beachten: Altverträge gelten weiterhin

Die neuen Unisex-Verträge gelten seit dem Stichtag 21. Dezember 2012. Wer bereits vor diesem Stichtag eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hatte, ist von der Neuregelung nicht betroffen.

Für ihn gellen die Bedingungen des Altvertrages weiter. Egal, ob er ihn auf der Basis von Risikodifferenzierung oder Geschlechterdiskriminierung in der Vergangenheit geschlossen hat.

4. Dezember 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Michael Fehr
Von: Michael Fehr. Über den Autor

Michael Fehr wirkt seit fast zwei Jahrzehnten am internationalen Finanzplatz Frankfurt, ist ausgewiesener Finanz- und Wirtschaftsjournalist: Er arbeitete unter anderem für die Deutsche Börse AG, das ARD-Börsenstudio und die Financial Times Deutschland.