MenüMenü

Gratis Studie zum kostenlosen Download:
Neu: 3 Topaktien für das Jahr 2017 . . . Download hier ➜

Universalbanken-Modell: Die Diskussion über das Ende

Die Banken stehen im Fokus des öffentlichen Interesses wie nie zuvor. Nach dem Beginn der Finanzkrise 2007 hat man die riskanten Spekulationen als Auslöser für die Krise ausgemacht.

Dem soll jetzt Einhalt geboten werden und die Politik versucht, der Lage Herr zu werden. Es gibt verschiedene Konzepte, wie man die Sache in den Griff bekommen möchte, allerdings gehen die Meinungen dazu weit auseinander.

Universalbanken sind die Zukunft

Einige Gründe für das Universalbanken-Modell findet man auch tatsächlich in der aktuellen Krise. Deutschland hat mit dem 3-Säulen-Universalbanken-Modell etwas weltweit Einzigartiges aufgebaut, und dieses Konstrukt lässt die Bundesrepublik in Zeiten der Krise durchaus stabil aussehen.


Gratis Studie: Die Zukunft Ihres Depots?....

  • China Mobile (China), größter Mobilfunkanbieter weltweit
  • Vale (Brasilien), größter Eisenerzlieferant der Welt
  • Novo Nordisk (Dänemark), führender Hersteller Insulin der Welt
  • Petrochina (China), zweitteuerstes Unternehmen der Welt
  • Burberry Group (England), führender Luxushersteller der Welt
  • Harley Davidson (USA), legendärster Motorradhersteller der Welt

Hier erfahren wo sich der Einstieg noch lohnt ➜


Während andere Banken in Südeuropa gerettet werden müssen, stehen die deutschen Universalbanken (sieht man einmal vom Aktienkurs der Commerzbank ab) vergleichsweise gut da. Denn durch ihre drei Standbeine hat eine Universalbank gute Chancen, schwierige Situationen aufzufangen und abzufedern.

Anders dagegen sieht es bei Spezialbanken aus: Diese befassen sich nur mit einem Gebiet der Finanzen und sind deshalb anfälliger, wenn in diesem Bereich die Probleme beginnen. Deshalb sollte man aus Sicht der Befürworter das Universalbanken-Modell so belassen, wie es ist, und keine gravierenden Veränderungen daran vornehmen.

Trennbanken und andere Regelungen

Die Alternative zum Universalbanken-Modell sind Trennbanken. Dabei teilt man bisherige Universalbanken in bestimmte Teile auf, um das Risiko zu verringern. Es klingt etwas paradox, wenn genau die vielen Geschäftsbereiche einer Universalbank (die für deren Stabilität sorgen) jetzt getrennt werden sollen, um für mehr Sicherheit zu sorgen. Allerdings geht es dabei speziell um risikoreiche Spekulationen.

Der Teil der Universalbank, der auf eigene Rechnung oder auch mit Kundengeldern spekuliert, muss vom Rest der Bank isoliert werden. Das fordern die Befürworter des Trennbankensystems. Trennbanken Deutschland – Testamente und Haftstrafen

Damit will man erreichen, dass keine weltweite Krise mehr ausgelöst wird, wenn sich eine Großbank verspekuliert. In diesem Fall ist nur der eine Teil dieser Bank betroffen und löst keinen Flächenbrand auf andere Geschäftsbereiche aus.

Kundengelder wären damit geschützter und die Banken müssten eigenverantwortlicher handeln als aktuell. Ein wildes Spekulieren mit Kundengeldern würde damit der Vergangenheit angehören.

Universalbanken-Modell: Fazit

Die heiße Schlacht der Lobbyisten ist entbrannt. Der aktuelle Stand der Dinge ist: Es wird kein striktes Trennbankensystem geben und die meisten Universalbanken dürften mit einem blauen Auge – wenn überhaupt – davonkommen.

Entscheidende Eingriffe in die Finanzmärkte bleiben weiterhin eine Vision der Zukunft. Gleichzeitig muss sich der Privatanleger bewusst sein, dass sein Erspartes im Falle einer Krise bei keiner Bank zu 100% sicher ist – wenngleich der deutsche Bankensektor im südeuropäischen Vergleich relativ stabil erscheint.

21. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.