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Unter diesen 5 Umständen haben Sie Anspruch auf Erziehungsrente

Als geschiedener Alleinerziehender ist man auf die Unterhaltszahlungen des Ex-Partners häufig angewiesen. Stirbt der Ex-Ehepartner und die Unterhaltszahlungen entfallen, hat der Alleinerziehende Anspruch auf eine Erziehungsrente, die bei der Sicherung des Lebensunterhalts hilft.

Genau wie Geschiedene können auch ehemalige Lebenspartner eine Erziehungsrente erhalten, wenn die Partnerschaft gerichtlich aufgehoben wurde. Um einen Anspruch auf Erziehungsrente zu haben, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

5 Umstände für den Anspruch auf Erziehungsrente

1. Im Unterschied zur Witwenrente wird die Erziehungsrente nicht auf Basis der Rentenversicherung des Partners ausgezahlt, sondern wird aus der eigenen Versicherung gespeist. Aus diesem Grund muss die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren bis zum Tod des geschiedenen Partners erfüllt sein.

2. Die Ehe muss nach dem 30. Juni 1977 geschieden worden sein.

3. Der Alleinerziehende erzieht ein eigenes Kind, oder ein Kind des verstorbenen Ex-Ehepartners, das noch nicht volljährig ist. Auch Pflege- und Stiefkinder sowie Enkel und Geschwister zählen dazu.

4. Der Alleinerziehende erzieht ein eigenes behindertes Kind oder ein behindertes Kind des verstorbenen Ex-Ehepartners. Das Alter des Kindes spielt dann keine Rolle.

5. Nach dem Tod des ehemaligen Ehepartners ist der Alleinerziehende keine neue Ehe oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingegangen.

Der Antrag sollte innerhalb von 3 Monaten gestellt werden

Nach dem Tod des Ex-Partners muss der Antrag auf Erziehungsrente innerhalb von drei Monaten gestellt werden. Die Rente wird dann ab dem ersten Kalendermonat nach dem Tod des Ex-Partners ausgezahlt – auch rückwirkend.

Falls der Antrag später eingereicht wird, wird die Rente erst ab dem Antragsmonat gezahlt. Die Höhe der Erziehungsrente ist dieselbe wie bei einer Rente, die aufgrund voller Erwerbsminderung gezahlt wird. Neben einer Erziehungsrente kann auch eine Waisenrente beantragt werden.

Erziehungsrente: So lange bleibt der Anspruch bestehen

Sobald sich der Anspruch auf die Erziehungsrente ändert, da der Alleinerziehende neu heiratet oder das Kind 18 Jahre alt wird, entfallen die Rentenzahlungen. Spätestens wenn die Regelaltersgrenze für den Renteneintritt erreicht wurde, enden die Rentenzahlungen. Wird die Rente vor dem 63. Geburtstag ausgezahlt, müssen Alleinerziehende einen Abschlag in Kauf nehmen. Zudem wird das eigene Einkommen auf die Rentenzahlungen angerechnet.

Modellrechnungen der Deutschen Rentenversicherung haben gezeigt, dass die monatliche Rentenzahlung bei 30 Versicherungsjahren zwischen 600 und 1.100 € liegt. Eine Erziehungsrente zur monatlichen finanziellen Unterstützung zu beantragen, wenn die Unterhaltszahlungen des verstorbenen Ex-Ehepartners wegfallen, lohnt sich also. Bei Fragen und Unklarheiten zum Thema Erziehungsrente helfen die Rentenversicherungsträger weiter.

4. Mai 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.