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Unterbewertete Aktien erkennen: Wie man das Privatvermögen aufbaut

Eines der wichtigsten Ziele der Menschen ist der Aufbau von privatem Vermögen und das damit verbundene Erlangen von Wohlstand.

Die Art und Weise, auf welche dieser Aufbau des Wohlstandes betrieben wird, unterscheidet sich von Person zu Person jedoch zum Teil erheblich.

Mit Blick auf die Vielzahl der Finanzprodukte, welche sich auf dem Markt tummeln, stellt man fest, dass man ein breites Spektrum an Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung hat.

Die Aktie gilt als eines der traditionellsten und nach wie vor wichtigsten Kapitalanlageprodukte überhaupt.

Mit einer Aktie kann man von der wirtschaftlichen Dynamik eines bestimmten Unternehmens profitieren.

Allgemein gilt, dass man Aktien kaufen sollte, wenn sie günstig sind und verkaufen, wenn ihr Preis hoch ist.

Diese Regel ist zwar leicht gesagt, jedoch erweist sich die Durchführung als weitaus schwieriger.

Viele Menschen kaufen Aktien, wenn das Marktumfeld als allgemein positiv bewertet wird, steigen somit in guten Zeiten ein und verkaufen bei sinkenden Kursen.


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Es gibt jedoch in jedem Marktumfeld Unternehmen, welche unterbewertet sind und somit weitaus höhere Renditen aufweisen können.

Unterbewertete Aktien: Wie man sie erkennt

Von einer Unterbewertung ist dann die Rede, wenn der Börsenkurs einer Aktie weit unter dem tatsächlichen Wert des Unternehmens liegt.

Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn das Unternehmen hohe Gewinne erzielt oder sehr gute Marktaussichten hat.

Wenn die allgemeine Marktlage als negativ eingeschätzt wird, kann ein Unternehmen unterbewertet sein.

Das wichtigste Kriterium zur Erkennung unterbewerteter Aktien ist die Ertragswertbetrachtung.

Die Kennzahl, welche bei dieser Analyse berechnet wird, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).

Mehr dazu: Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV): Maße, die es zu beachten gilt

Diese sagt aus, wie viel Gewinn des Unternehmens bereits im Kurs enthalten ist.

Was für den Anleger gilt

Für Sie als Anleger ist es von hoher Bedeutung, sich genaue Gedanken über die Aktie zu machen, in welche Sie Ihr Geld investieren möchten.

Es ist zu betonen, dass die Kapitalanlage in Aktien immer mit einem gewissen Risiko verbunden ist und es im schlechtesten Fall zu finanziellen Verlusten kommen kann.

Die Methoden, mit welchen Sie sich als Anleger auf die Suche nach guten und aussichtsreichen Aktien machen können, sind sehr unterschiedlich.

Die Einen entscheiden sich hierzu für die Beobachtung der sogenannten „Charttechnik“. Dabei betrachten sie den Kursverlauf einer Aktie so genau und so lange, bis sie der Meinung sind, dass Sie eine Prognose für die Zukunft des Kursverlaufs ablesen können.

Andere versuchen Aktien von Unternehmen aufzuspüren, welche noch nicht ausreichend gut bewertet sind.

Solche Unternehmen wiederum zeichnen sich dadurch aus, dass die Nachfrage von Seiten der Anleger trotz hoher Gewinne noch nicht ausreichend ist.

Dazu können aber auch Firmen gehören, die zwar aktuell noch keine beeindruckenden Geschäftsergebnisse aufweisen, bei denen aber durchaus die Möglichkeit besteht, dass sie sich in Zukunft außergewöhnlich stark im Markt positionieren.

Der Preis der Aktie jener Firmen wird dadurch aber in keinster Weise beeinflusst.

2. April 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.