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Unternehmensanleihen als Geldanlage: Risiko kalkulieren

Wie stark Unternehmensanleihen bei den eigenen Geldanlagen gewichtet werden sollten, hängt natürlich von den persönlichen Umständen und von der Risikobereitschaft ab.

Die Unternehmenspleite: Größte Angst jeden Anlegers

Der Alptraum eines jeden Anlegers ist mit Sicherheit die Unternehmenspleite.

Mit Hilfe des sogenannten Ratings hat der Anleger zumindest ansatzweise die Möglichkeit, die aktuelle Finanzlage eines Unternehmens einsehen zu können. Allerdings kann sich diese innerhalb der Laufzeit der Anleihe auch wieder ändern.

Im Klartext: Einen 100%igen Schutz vor der Unternehmenspleite gibt es nicht. Der Kauf von Unternehmensanleihen ist deshalb immer mit gewissen Risiken verbunden.

Mehr dazu: Rendite: Unternehmensanleihen im Fokus.

Aus diesem Grund sollte sich jeder Anleger gut überlegen, welche Prioritäten er bei dem Kauf von Unternehmensanleihen setzen möchte.

Unternehmensanleihen als Geldanlage: Anlagenmix nach persönlicher Risikobereitschaft wählen

Die folgenden 3 Beispiele zeigen, wie ein Anlagenmix bei unterschiedlichen Anlageprioritäten aussehen könnte.

Sicherheitsorientierter Anlagenmix

40% Immobilien einschließlich Immobilienfonds 30%

Pfandbrief /AAA-Anleihen (z. B. Bundeswertpapiere)


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10% Unternehmensanleihen 20% Aktien bzw. Aktienfonds

Risikobewußter Anlagenmix

30% Immobilien einschließlich Immobilienfonds

20% Pfandbriefe/AAA-Anleihen (z. B. Bundeswertpapiere)

10% Unternehmensanleihen 40% Aktien bzw. Aktienfonds

Spekulativer Anlagenmix

20% Immobilien einschließlich Immobilienfonds

10% Pfandbriefe / AAA-Anleihen (z. B. Bundeswertpapiere)

20% Unternehmensanleihen 50% Aktien bzw. Aktienfonds

Unter dem Gesichtspunkt des Anlagerisikos kann man mit der Unternehmensanleihe die Lücke zwischen den sehr sicheren, aber nicht allzu rentablen Bundeswertpapieren und Pfandbriefen auf der einen und den risiko- und chancenreicheren Aktien auf der anderen Seite schließen.

Checkliste: Worauf beim Kauf von Unternehmensanleihen als Geldanlage geachtet werden muss

  • Der Kauf von ausgewählten Unternehmensanleihen als Beimischung für das Depot sollte sorgfältig geprüft werden, um von höheren Renditen im Vergleich zu Bundesanleihen zu profitieren.
  • Der Anteil von Unternehmensanleihen am Gesamtvermögen sollte je nach persönlicher Risikoneigung auf maximal 10 bis 20% beschränkt werden.
  • Das aktuelle Rating dient als Orientierung bei der Auswahl und dem Vergleich der Anleihen.
  • Die erzielbaren Renditen müssen um so höher ausfallen, je geringer die Bonität (= niedriges Rating) des betreffenden Unternehmens ist.
  • Bei größerem Anlagevolumen sollte man seine Risiken durch den Kauf mehrerer Anleihen von unterschiedlichen Unternehmen streuen, um sich nicht zu sehr von einem Schuldner abhängig zu machen.
  • Behalten Sie Neben einer möglichen Veränderung der Bonitätseinstufung des Unternehmens sollte auch die Entwicklung der Marktzinsen immer im Blick behalten werden. Am Ende der Hochzinsphase bietet sich eine Bevorzugung von Langläufern an, am Ende der Niedrigzinsphase Kurzläufer oder Gleitzinsanleihen.
  • Als Anleger muss man sich überlegen, ob man die ausgewählte Anleihe bis zur Fälligkeit halten will. Ansonsten sollte man sehr genau darauf achten, dass die Anleihe liquide genug (nicht zu markteng) ist.
  • Auf Unternehmsanleihen mit geringem Rating, die nicht in Euro notieren, zu setzen, sollte grundsätzlich verzichtet werden. Nur auf diese Weise verhindert man es, sich einem doppelten Risiko auszusetzen – dem des Unternehmens und dem der Währung –, das schwer kalkulierbar sein wird.

7. Februar 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.