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Unternehmensanleihen – das Rating und sein Stellenwert

Industrieunternehmen begeben häufig Schuldverschreibungen als Alternative zur herkömmlichen Kreditaufnahme bei Kreditinstituten. Dabei sind Unternehmensanleihen in der Regel nicht durch zusätzliche Sicherheiten unterlegt.

Das Risiko eines Privatinvestors liegt daher in der Bonität, sprich, in der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Dies gilt nicht nur für die Rückzahlung der Anleihe zum Fälligkeitsdatum, sondern auch für die Zinszahlungen während der Laufzeit.

Mehr zum Thema: Rating – ein wichtiger Indikator

Es kann zwischen 2 Arten von Ratings unterschieden werden. Ein Emittentenrating beurteilt die Fähigkeit und Bereitschaft eines Unternehmens, seinen zukünftigen Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig und vollständig zu entsprechen.

Dagegen wird beim Emissionsrating das Ausfallrisiko einer bestimmten Anleihe abgewogen. Hierbei spielen konkrete Punkte eine übergeordnete Rolle – zum Beispiel Anleihebedingungen oder Rangstellungen (Welcher Gläubiger erhält im Fall der Insolvenz zuerst Geld aus der Insolvenzmasse).


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Wie Unternehmensanleihen durch Ratings transparenter werden sollen

Die Bonität bzw. das Rating der einzelnen Unternehmen beeinflusst den zu zahlenden Zinssatz für die jeweilige Anleihe.

Dadurch, dass ein Unternehmen mit eher schlechter Bonität geringe Chancen hat, Anleger mit der Zahlungsqualität zu überzeugen, versuchen sie es über die Konditionengestaltung – hohe Zinsen.

Eine Anleihe mit erstklassigem Rating weist daher in aller Regel eine niedrigere Rendite auf als Anleihen mit einem schlechten Rating.

Das Rating der Anleihen soll den Anleger dabei unterstützen, das eingegangene Risiko zu qualifizieren und fortlaufend zu beobachten. Jedoch ist es durchaus wichtig, sich nicht blind auf Ratings zu verlassen.

Mehr zum Thema: Ratingagenturen: Notengeber mit Hang zum Fehler

Lassen Sie sich nicht von großen Namen blenden

Unternehmensanleihen gibt es in Deutschland vorwiegend aus den Branchen Automobile, Bau- und Bauzulieferer, Finanzen (Versicherungen), Energieversorger, Telekommunikation, Tabak- und Nahrungsmittel.

Die bekanntesten Ratingagenturen sind Moody’s, Standard & Poors und Fitch Ratings. Diese sind zum Teil für die Ratings der Unternehmen verantwortlich. In Deutschland zählen die Creditreform und Scope zu den großen Agenturen.

Diese Agenturen können bei ihren Aussagen jedoch nur auf Zahlen aus der Vergangenheit zurückgreifen und besitzen ebenso wenig eine Glaskugel für Zukunftsprognosen wie ein Privatanleger.

Bei der Fülle der Ratings und der Anzahl von bewerteten Unternehmen ist es schwierig, von einer qualitativ hochwertigen und tiefgründigen Analyse zu sprechen.

Ein Rating stellt keine Kaufempfehlung dar

Die Einstufung eines Unternehmens in ein Rating-Raster ist mit keiner quantitativen Aussage über das Risiko verbunden. Es dient lediglich als Beurteilung der relativen Ausfallwahrscheinlichkeit bei Eingang einer Zahlungsverpflichtung.

Es handelt sich somit lediglich um die „Meinung“ der zukünftigen Entwicklung der Zahlungsbereitschaft sowie über die Bonität und nicht um eine direkte Kauf- oder Verkaufsempfehlungen von Anleihen.

Prüfen Sie also nicht nur die Ratings der Anleihen, sondern analysieren Sie das Unternehmen ebenfalls nach fundamentalen Kennzahlen, um sich eine Meinung zu der Rückzahlungsfähigkeit zu bilden.

15. Juli 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Christian Klein. Über den Autor

Christian Klein hat durch eine Ausbildung in der Finanzbranche und ein anschließendes Studium mit Schwerpunkt BWL weitreichende Erfahrungen im Wertpapierhandel sammeln können. Aus persönlichem Interesse setzt er sich weiterhin mit Finanzpolitischen Themen sowie detaillierten Analysen auseinander. Als privater Anleger mit mehr als zehn Jahren Erfahrung befasst er sich mit technischer Analyse und deren Zusammenhang im täglichen Marktgeschehen.