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Unternehmensanleihen: Risikofaktoren minimieren

Der Kauf von Unternehmensanleihen ist stets mit einem gewissen Risiko verbunden.

Um dieses zu minimieren, sollten gewisse Risikofaktoren von Vornherein ausgeschlossen werden.

Währungsrisiko auch bei inländischen Emittenten vorhanden

Wenn eine Anleihe nicht in Euro, sondern in einer anderen Währung notiert ist, kommt für den Anleger das Risiko der Wechselkursänderung hinzu.

Beispiel: Die Deutsche Bank gibt eine Anleihe in südafrikanischen Rands heraus, die mit 14% pro Jahr verzinst wird. Ein tolles Angebot – jedenfalls auf den ersten Blick.

Denn den zweistelligen Jahreszins für das Papier eines Unternehmens mit Top-Rating erkauft man sich mit dem Risiko, dass die Währung gegenüber dem Euro im Laufe der Zeit an Wert verlieren kann und – bei kritischer Einschätzung der fundamentalen ökonomischen und politischen Daten des Landes – auch verlieren wird.

Mehr dazu: Risiko-Anleihen: Über einen Fonds mehr Rendite schaffen – So geht’s.

Vor allem bei den Weichwährungen von Schwellen- und Entwicklungsländern sollte das Wechselkursrisiko nicht unterschätzt und von vornherein in die Anlageüberlegungen einbezogen werden.


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Achtung: Noch riskanter wird es, wenn es sich um Anleihen von ausländischen, schlecht „gerateten“ Unternehmen in der Auslandswährung handelt. Hier ergibt sich das doppelte Risiko – eine schlechte Bonität und eine wacklige Währung.

Praxis-Tipp: Wenn in Auslandswährungen investiert werden will, dann sollte statt eines Engagements in Anleihen Tages- und Termingelder von inländischen Banken in der jeweiligen Währung in Betracht gezogen werden.

Dabei hat man – oft bei gleicher Verzinsung – mehr Flexibilität und vor allem geringere Kosten, da die Konten meist gebührenfrei geführt werden.

Jedoch sollte dann aber beachtet werden, dass der Unterschied zwischen dem An- und Verkaufskurs solcher Währungen häufig sehr hoch ist und durchaus mehrere Prozent ausmachen kann. Dies mindert die Rendite vor allem bei kurzfristigen Anlagezeiträumen.

Marktenge Wertpapiere: Unternehmensanleihen mit höherem Risiko

Zwar können Anleihen theoretisch an jedem beliebigen Börsentag verkauft werden, doch in der Praxis sieht es manchmal anders aus.

Der Grund: Bei jedem Verkauf muss zuerst einmal ein Käufer gefunden werden, der das Wertpapier zum marktgerechten Kurs abnimmt. Bei Anleihen, die nur in kleinem Volumen an der Börse gehandelt werden, muss der Anleger also unter Umständen bis zu einigen Wochen warten, bis er sein Papier verkaufen kann.

Vor allem Anleihen von kleineren und mittleren Unternehmen zählen zu den sogenannten „marktengen Schuldtiteln“ – doch auch kleine Emissionen von Großkonzernen können diesem Segment zugerechnet werden.

Mehr dazu: Unternehmensanleihen als Geldanlage: Risiko kalkulieren ist das A und O.

Hierbei sollte man seinen Bankberater in die Pflicht nehmen, denn dieser kann über seine Börsensoftware abfragen, wie oft und in welchem Volumen eine bestimmte Anleihe gehandelt wird.

Wenn es über mehrere Tage hinweg keine Transaktion gibt, kann man mit Problemen beim Verkauf rechnen.

Praxis-Tipp: Will man in ein marktenges Wertpapier investieren, dann sollte am besten eine Anleihe ausgewählt werden, von der man genau weiß, dass man diese auch bis zur Endfälligkeit behalten wird – denn die Rückzahlung am Schluss ist ja vertraglich festgelegt.

Das Liquiditätsrisiko: Limits setzen

Bei Unternehmensanleihen sollte jeder Anleger unbedingt – wie auch bei Aktien – ein Limit vorgeben, ab welchem Preis er das Papier verkaufen will.

Gerade bei marktengen Werten sind oft „Schnäppchenjäger“ unterwegs, die unlimitierte Angebote suchen und dann unterhalb des eigentlichen Marktpreises zuschlagen.

Als Faustregel gilt: Beim Verkaufsauftrag sollte ein Limit von maximal 0,1 bis 0,2 %-Punkten unter dem aktuellen Kurs angesetzt werden. Darüber hinaus kann man bei hohen Anlagebeträgen seinen Bankberater dazu veranlassen, den Kauf oder Verkauf telefonisch über den Händler an der Börse vorzunehmen.

1. Februar 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.