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Unternehmensanleihen: Unterschiede beachten

Für alle Formen von Anleihen – ganz gleich, ob Staats- oder Unternehmensanleihen – gilt zunächst:

Eine Anleihe ist ein Dokument, mit dem sich der Herausgeber – auch Emittent genannt – verpflichtet, dem Inhaber den angelegten Betrag zu einem vorher festgelegten Zeitpunkt zurückzuzahlen und ihm einen ebenfalls vorher vereinbarten Zins zu zahlen.

Die Höhe des Zinssatzes wird entweder als Festzins bei festverzinslichen Anleihen oder als Verhältnis zum Marktzins bei Gleitzinsanleihen vereinbart.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung:

Der Herausgeber einer Gleitzinsanleihe verpflichtet sich, dem Anleger als Zins den europäischen Interbankenzins für Dreimonatsgeschäfte (Euribor) plus eines Risikozuschlags von 0,75% zu zahlen und den Zinssatz im Abstand von 3 Monaten jeweils an den aktuellen Marktzins anzupassen.

Unternehmensanleihen: Unterschiede zu Pfandbriefen und Staatsanleihen im Fokus haben

Nun stellt sich jedoch die Frage, worin sich Unternehmensanleihen von Pfandbriefen und staatlichen Wertpapieren eigentlich genau unterscheiden.


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Die Antwort liegt ganz klar auf der Hand: In der Sicherheit.

Mehr dazu: Unternehmensanleihen als Geldanlage: Risiko kalkulieren. 

Bei Pfandbriefen ist der angelegter Betrag dadurch abgesichert, dass der Emittent dieses Geld in erstrangige Hypothekenkredite investiert. Damit steht hinter jedem Pfandbrief ein ganz konkretes Immobilieneigentum.

Zwar keine Immobilie, aber immerhin die kompletten Staatsfinanzen sorgen dafür, dass bei staatlichen Anleihen das Risiko ebenfalls äußerst begrenzt ist.

Dies gilt zumindest bei Papieren von Industrienationen wie Deutschland, den USA oder den Euro-Ländern.

Vorsicht bei Anleihen von Schwellen- und Entwicklungsländern: Vermögenseinbußen möglich

Vorsichtig gilt jedoch bei Anleihen von Schwellen- und Entwicklungsländern.

Denn bei denen kann es im schlimmsten Fall schon mal passieren, dass ein Staat seine Schulden nicht mehr, nicht in vollem Umfang oder nur ganz noch unregelmäßig zurückzahlen kann und der Anleiheninhaber dann im Extremfall auf wertlosen Papieren sitzenbleibt.

Hinzu kommt bei Fremdwährungsanleihen dann noch das Währungsrisiko, das schnell zu ganz erheblichen Vermögenseinbußen führen kann.

Mehr dazu: Das Kursrisiko: Marktzinsen im Auge behalten lautet die Devise

Bei Unternehmensanleihen jedoch muss darauf vertraut werden, dass die Geschäftsführung den Betrieb auf sicherem und gewinnbringendem Kurs hält. Geht die Firma pleite, ist in der Regel – außer vielleicht einem Bruchteil des eingesetzten Geldes – nicht mehr viel zu holen.

Unternehmensanleihen: Risikokalkulation und kritische Auswahl sind das A und O

Es kommt bei der Auswahl einer Unternehmensanleihe also ganz entscheidend darauf an, dass auf die richtigen Kandidaten gesetzt wird. Außerdem sollte man sich im Einzelfall nicht von hohen Renditeaussichten blenden lassen.

Praxis-Tipp: Eine kritische Auswahl von Unternehmensanleihen ist elementar. Die Risiken sollten exakt kalkuliert und – vor allem bei Unternehmen mit sehr geringer Bonität – begrenzt werden.

Dies kann man machen, indem man den Anteil solcher Unternehmensanleihen an seinem Depotvermögen auf maximal 10% bis 20% beschränkt.

10. Februar 2010

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Janne Joerg Kipp. Über den Autor

Janne Joerg Kipp ist der Experte für Wirtschaft und Geldanlage.