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Dividendenrendite und KGV: Diese Unterschiede gilt es zu beachten

Wie der Name schon sagt, ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eine Kennzahl, die das Verhältnis von Aktienkurs zum erwarteten Gewinn eines Unternehmens anzeigt. Als Faustregel kann man sich merken: Je niedriger die Zahl, desto wahrscheinlicher ist es, dass das Unternehmen derzeit günstig gehandelt wird.

Das KGV enthält bereits viele wichtige Daten, doch sollte es nicht alleine analysiert werden. Ein niedriger Wert bedeutet zum Beispiel noch nicht, dass man den nächsten Geheimtipp entdeckt hat.

Grundsätzlich sind Aktien eines Unternehmens mit kleinem KGV nichtsdestotrotz eher zu empfehlen. Dennoch ist ein günstiger bewertetes Unternehmen nicht immer die bessere Wahl.

DAX-Werte bewegen sich etwa bei einem KGV von 5 bis 20. Als Beispiel dazu hatte Fresenius Medical Care im Jahr 2011 ein KGV von 19,25, während die Commerzbank nur auf 7,24 kam. Trotzdem war die Commerzbank durch die Schuldenkrise das riskantere Investment.

Die Berechnung des KGV

Die Zahl des KGV gibt an, wie hoch der Aktienkurs zum Gewinn eines Unternehmens steht. Hierbei teilt man den Kurs durch den Gewinn pro Aktie.


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Notiert eine Aktie zum Beispiel bei 50 € und das Unternehmen erwartet für das aktuelle Jahr einen Gewinn von 5 € pro Aktie, dann entspricht dies einem KGV von exakt 10. Facebook hat für 2012 einen erwarteten KGV von 40. Das bedeutet, der gehandelte Aktienkurs ist 40-mal so hoch wie der geplante Gewinn pro Aktie.

Formel  

Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

?
Mit dem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) kann untersucht werden, wie billig oder teuer eine Aktie im nationalen oder internationalen Vergleich abschneidet.
$$\bo\text"KGV" = \text"aktueller Aktienkurs" / \text"Gewinn je Aktie"$$
Ergebnis berechnen

Alternativen zum KGV

Beim KGV arbeitet man mit ungenauen Daten. Zwar steht der Gewinn eines Unternehmens vom Vorjahr genau fest. Doch danach richtet sich der KGV nicht. Man berechnet den Wert aus dem erwarteten Gewinn – und genau darin liegt der Haken.

Zum Zeitpunkt des Aktienkaufs mag das Unternehmen noch an den Gewinnprognosen festhalten. Einige Zeit später können schon Gewinnwarnungen herausgegeben werden, die den KGV in die Höhe schießen lassen, weil sich der geplante Gewinn deutlich verringert hat.

Dadurch kann eine eigentlich günstig bewertete Aktie mit einem KGV unter 10 schnell zu einer teuren Aktie mit einem KGV von über 30 werden. Deshalb sollte der KGV für Sie nicht das einzige Argument für eine Investition sein. Hilfreich ist dabei auch die Dividendenrendite.

Die Dividendenrendite in der Analyse

Besonders zwischen April und Juli ist die Dividendenrendite ein häufig genutztes Analyseinstrument. Der Grund: Dividenden werden meist nach den Jahreshauptversammlungen von Unternehmen ausgeschüttet, und diese finden in der Regel in den genannten vier Monaten statt.

Die Dividendenrendite ist das Verhältnis von ausgeschütteter Dividende zu aktuellem Börsenkurs.

Der Wert ist ein Prozentsatz und spiegelt etwa die Verzinsung wieder, die man durch das Aktieninvestment erhält. Eine beliebte Aktie dafür ist die der Deutschen Post, deren Dividende auch dank Sonderregelung steuerfrei ist. Im Jahr 2011 etwa lag die Dividendenrendite bei 5,86% und war damit vergleichsweise hoch.

Eine gute Dividendenrendite ist in Kombination mit einem günstig bewerteten Unternehmen eine solide Basis für ein Investment. Hierbei kann man dann zu der eingeplanten Rendite auch noch einen steigenden Kurs erwarten. So können Sie damit quasi doppelt gewinnen.

Formel  

Dividendenrendite berechnen

?
Als Grundlage der Dividendenbeurteilung dient in der Aktienanalyse die Dividendenrendite. Sie stellt eine Beziehung zwischen den ausgeschütteten Erträgen einer Aktie und dem aktuellen Kurs der Aktie her.
$$\bo\text"Dividendenrendite" = (\text"Dividende" / \text"Aktienkurs"\)*100$$
Ergebnis berechnen

Dividendenrendite und KGV

Wie man sieht, erfährt man mit dem KGV schon eine Menge über eine Aktie. Doch ein niedriger Wert bei dieser Kennzahl alleine garantiert leider noch kein gutes Investment. Umso wichtiger ist es, noch andere Indikatoren zu betrachten, wie zum Beispiel die Dividendenrendite.

Analysieren Sie also mehrere Aktien mit Dividendenrendite und KGV in Kombination, so können Sie schneller die Spreu vom Weizen trennen. Das ist der erste Schritt zum sinnvollen Investment.

21. Oktober 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.