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Unterschied: Eigenkapital und Fremdkapital

Ein Unternehmen kann sowohl aus Eigenkapital als auch aus Fremdkapital finanziert werden. Die Unterschiede zwischen den Finanzierungsarten sind dabei nicht immer ganz einfach zu erkennen.

Das Eigenkapital

Der Teil des Vermögens, der nach dem Abzug der Schulden übrig bleibt, ist das Eigenkapital. Zum Beispiel durch Einlagen der Gesellschafter wird Eigenkapital in das Unternehmen investiert.

Dies zeigt die Besitzanteile eines Gesellschafters. Sollte ein Gesellschafter zum Beispiel 40% des Eigenkapitals in das Unternehmen investiert haben, gehören ihm auch 40% des Unternehmens.

Das Fremdkapital

Im Grunde stellt das Fremdkapital die Schulden eines Unternehmens dar.Wegen der zeitlich befristeten Überlassung von Kapital, durch Banken oder andere geldgeber,  müssen Zinsen gezahlt werden.

Unterschied zwischen Eigenkapital und Fremdkapital

Das Eigenkapital ist ein Beteiligungsverhältnis, das Fremdkapital ein Schuldverhältnis. Ein wichtiger Unterschied zur Unterscheidung von Eigenkapital und Fremdkapital liegt somit in der Haftung.

Die Eigenkapitalgeber haften je nach Rechtsform mit dem ganzen persönlichen Vermögen, mindestens aber mit der eigenen Einlage. Die Fremdkapitalgeber haften jedoch nicht. Eigenkapitalgeber werden am Gewinn, Verlust und an der Unternehmensführung beteiligt, Fremdkapitalgeber hingegen nicht.

Nach Einlage von Eigenkapital sind die Gesellschafter zeitlich unbefristet im Unternehmen integriert, eine kurzfristige Kündigung ist jedoch teilweise möglich. Das Fremdkapital hingegen ist zeitlich begrenzt.

Ein weiterer wichtiger Unterschied der beiden Finanzierungsarten liegt darin, dass die Eigenkapitalzinsen steuerlich nicht absetzbar sind, die Fremdkapitalzinsen jedoch voll versteuert werden können.

Vor- und Nachteile von Eigenkapital

Mit dem Eigenkapital werden im Normalfall höhere Gewinne erwirtschaftet als mit dem Fremdkapital. Das liegt vor allem daran, dass die Banken für ihre Kredite hohe Sicherheitsleistungen und Zinsen verlangen.

Positiv am Eigenkapital ist auch, dass es zeitlich unbegrenzt zur Verfügung steht. Es gibt allerdings auch Beteiligungsverhältnisse, bei denen der Eigenkapitalgeber seine Einlage zeitnah kündigen kann.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Unternehmen mit hohem Eigenkapital oft günstigere Kredite als Unternehmen mit hohen Schulden erhalten.

Ein Nachteil des Eigenkapitals ist das Mitbestimmungsrecht der Eigenkapitalgeber, da es die Flexibilität der Altgesellschafter einschränkt.

Vor- und Nachteile des Fremdkapitals

Ein Vorteil des Fremdkapitals liegt darin, dass Gewinne und die Unternehmensführung nicht mit den Fremdkapitalgebern geteilt werden müssen. Außerdem können die Zinsen von den Steuern abgezogen werden.

Ein Nachteil des Fremdkapitals besteht in dem nur zeitlich begrenzt zur Verfügung stehenden Kapital. Zudem müssen Tilgungen und Zinsen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gezahlt werden.

Insgesamt gibt es einige Unterschiede zwischen Eigenkapital und Fremdkapital. Welche Form nun die richtige für das eigene Unternehmen ist, können nur die Gesellschafter selbst entscheiden.

13. Juni 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.