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Urlaub auf Mallorca wird teurer: So hoch ist die Touristensteuer

Lange wurde über sie diskutiert, zum 01. Juli 2016 wurde sie dann eingeführt: Die Touristensteuer auf Mallorca. Abkassiert wird direkt an der Hotelrezeption, der genaue Betrag hängt von Saison und Art der Unterkunft ab.

Die Touristensteuer wird nicht nur auf Mallorca fällig

Gründe für die Touristensteuer gibt es viele, dennoch haben viele Kritiker sie lange Zeit versucht abzuwehren, da sie dem Balearen-Tourismus schade. Sie wurde jedoch trotzdem eingeführt und die Gelder sollen unter anderem dazu genutzt werden, den Tourismus nachhaltiger zu machen.

Nicht nur auf Mallorca wird die Touristensteuer fällig, sondern auch auf den Nachbarinseln Ibiza, Menorca, Formentera und Cabrera, also auf allen fünf bewohnten Inseln der Balearen. Das Parlament in Palma de Mallorca hat über die Einführung dieser Steuer entschieden und ihren Betrag je nach Art der Unterkunft festgesetzt.

So viel mehr kostet eine Mallorca-Reise mit der Touristensteuer

Die Touristensteuer auf Mallorca liegt zwischen 0,5 € und 2 € pro Tag und wird von den Touristen direkt in der Unterkunft beglichen. Sie ist nach Unterkunftsart gestaffelt, so kostet die Steuer im 5-Sterne-Hotel 2 €, im 4-Sterne-Hotel 1,50€, in 3,2 und 1-Sterne-Hotels 1 €, ebenso wie in Ferienwohnungen oder –häusern. In Pensionen, Gasthäusern oder auf Campingplätzen werden 0,50 € fällig und in der Nebensaison (1. November bis 30. April) kostet die Steuer nur halb so viel wie in der Hauptsaison. Ab der 9. Nacht in der gleichen Unterkunft sinkt der Betrag übrigens auf die Hälfte.

Eine Woche Mallorca wird also in der Hauptsaison in einem 5-Sterne-Hotel um 14 € pro Person teurer, bei einer vierköpfigen Familie mit zwei Kindern über 12 Jahren (jüngere Kinder sind befreit) steigen die Gesamturlaubskosten also um 56 € – Beträge die auf die Gesamtkosten gerechnet zu verschmerzen sind.

Was mit dem Geld aus der Touristensteuer passiert

Außerdem wird die Steuer sinnvoll investiert. Die Natur soll davon stärker geschützt werden, Naturparks und -schutzgebiete erhalten dringend nötige Investitionen, ebenso sollen neue Wander- und Radwege gebaut, historische Stätten und Gebäude erhalten und auf dem Gebiet des Klimawandels soll von dem Geld noch stärker geforscht werden.

Für die Balearen werden jährlich zusätzliche Einnahmen von 50 bis 80 Mio. € erwartet, die in nachhaltigen und umweltverträglichen Tourismus und ein verbessertes Angebot für Touristen investiert werden sollen. Auf diese Weise tragen die Urlauber selbst dazu bei, das Urlaubsparadies Balearen zu erhalten.

Auch Mieter von Ferienwohnungen oder –häusern müssen die Touristensteuer bezahlen, die dann bei der Bezahlung des Appartements berücksichtigt wird. Da viele Ferienunterkünfte aber nicht als diese gemeldet sind, sondern als Privatwohnungen oder –häuser, die vermietet werden, wird die Steuer dieser Gäste wohl ausbleiben. Auch Kreuzfahrtschiffpassagiere müssen die Steuer in Höhe von 1 € bezahlen, wenn das Schiff über Nacht an den Balearen-Inseln halt macht, auch hier wird die Steuer in den Gesamtbetrag mit einberechnet.

28. Juli 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov wuchs in einem internationalen Umfeld auf und entdeckte schon früh sein Interesse am Thema Finanzen. Er publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.