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Urteil für 2015: Schluss mit Rauchen in Mietwohnungen?

Vor dem Landgericht Düsseldorf kam es am 11. Juni des Jahres 2014 zu einem Urteil, das jeden Mieter interessieren dürfte: Ein 75 jähriger Bewohner einer Wohnung, musste nach 40 Jahren seine Wohnung räumen. Dass der Mann Raucher ist, hatte dabei eine tragende Rolle.

Rauchen in Mietswohnungen zulässig

Grundsätzlich gilt: Rauchen ist Teil der individuellen Lebensführung und ist in Mietwohnungen rechtlich zulässig. Die meisten werden sich jetzt vielleicht fragen, warum es dann sein kann, dass ein 75 jähriger Hausmeister nach über 40 Jahren Miete seine Wohnung räumen muss.

Die Begründung ist folgende: Der Mieter habe seine Nachbarn durch den starken Zigarettenqualm belästigt und einen schwerwiegenden Pflichtverstoß begangen, weil er durch sein Verhalten die Geruchsbelästigung nur gefördert habe.

Die Förderung der Qualm-Belästigung bestand darin, dass er trotz Beschwerden der anderen Mieter im Haus nichts dagegen unternommen hatte, dass der Qualm sich im Hausflur ausbreitete. Weiter heißt es, er habe zu selten gelüftet und auch die Aschenbecher quollen über.

Nur in einer Beziehung waren die Richter gnädig mit dem rauchenden Mieter: Aufgrund seines hohen Alters hat er bis Ende des Jahres Zeit, die Wohnung zu räumen.


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Was jetzt für rauchende Mieter und Vermieter gilt

Egal ob man nun Mieter oder Vermieter ist: Dieses Urteil wirft für jeden Fragen auf. Darf man jetzt auch weiterhin in einer Mietswohnung rauchen? Und wie gehe ich als Vermieter damit um, wenn Nachbarn sich über eine Qualm-Belästigung beschweren? Wer in einer Mietwohnung raucht, darf sich auch weiterhin grundsätzlich sicher fühlen. Ob man zu Hause raucht oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen und gilt als Privatsache. Trotzdem sollte dieser Fall jeden Raucher sensibler machen.

Man sollte daher darauf achten, dass Nachbarn sich nicht belästigt fühlen und vor allem Beschwerden beachten! Dass der Rauch abziehen kann, regelmäßig gelüftet wird und die Aschenbecher häufig genug geleert werden, darauf sollte nun stärker geachtet werden.

Wenn Vermieter mitbekommen, dass es wegen eines starken Rauchers zu Unruhen im Mietshaus kommt, können sie den Mieter abmahnen und ihn auch auf das aktuelle Urteil aufmerksam machen. Es wird reichen, um ihm die möglichen Folgen seines Verhaltens zu verdeutlichen.

Achtung: Revision zugelassen

Zu beachten ist, dass das Landgericht Düsseldorf eine Revision zuließ. Der Fall wird also noch einmal den Bundesgerichtshof beschäftigen.

Wie das Urteil ausgeht, ist noch unsicher. Diesen Fall sollte man in jedem Fall im Auge behalten, um sich danach richten zu können. Denn eines ist sicher: Die Entscheidung des BGH wird sowohl für starke Raucher als auch für Vermieter in Zukunft maßgeblich sein.

16. Februar 2015

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Yannick Esters
Von: Yannick Esters. Über den Autor

Yannick Esters schreibt für den GeVestor-Newsletter "Immobilien-Telegramm" und ist Fachmann für die Immobilien-Branche.