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Urteil: „Sehr geehrtes Verwalterlein“ ist keine Beleidigung

Seit Jahr und Tag kommunizierten Mieter und Verwalter nur schriftlich und in einem Ton, der laut Ansicht der Richter des Landgerichts Berlin von gegenseitiger Missachtung geprägt sei.

Statt einer korrekten Ansprache sei der Hausverwalter mit „Sehr geehrter Hausmeister“ adressiert worden, während der Hausverwalter den Mieter als querulatorisch und paranoid bezeichnet hatte.

Deshalb kamen die Richter zu dem Schluss, dass die Formulierung „Sehr geehrtes Verwalterlein“ keine Beleidigung, sondern allenfalls eine Unhöflichkeit ist.

Eine fristlose Kündigung des Mietverhältnisses ist aufgrund dieser Bezeichnung deshalb nicht möglich, da „Verwalterlein“ nicht wesentlich schwerer ins Gewicht fällt als der grundlegende Tonfall des Briefverkehrs, der zwischen Sarkasmus und Zynismus pendelt – so die Urteilsbegründung.

Landgericht Berlin, Aktenzeichen: 63 S 352/07

20. Mai 2009

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Tino Hahn
Von: Tino Hahn.

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