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US-Autohersteller: So läuft es bei Ford, GM, Tesla und Co.

Skandale, Klagen, Fahrverbote – Während sich Deutschland mit Blick auf die Automobilbranche derzeit selbst infrage stellt, lohnt der Blick ins Ausland. Sind etwa die US-Autohersteller die lachenden Dritten?

Davon abgesehen, dass Donald Trump nicht gut auf deutsche Wagen zu sprechen ist, haben BMW und Daimler zuletzt Marktanteile in den USA verloren. VW zwar nicht, wurde aber beim Dieselgate mit Strafgeldern von 22,6 Mrd. US-$ an Kunden, Händler und Behörden geschwächt.

Auch US-Autohersteller im Visier der Kläger

Dieselfahrzeuge spielen in Amerika eine untergeordnete Rolle. Dennoch blieben auch die US-Autohersteller nicht von Ärger verschont. Als erstes traf es im Mai Fiat Chrysler. Der italienisch-amerikanische Konzern wurde vom Justizministerium wegen Abgas-Tricksereien verklagt. Die drohende Strafzahlung von gut 4,75 Mrd. € ist noch nicht vom Tisch. Im Juli kam eine erneute Strafe über 750 Mio. € hinzu – wegen Fehlern bei einer Rückrufaktion.

Aber auch General Motors sieht sich einer Sammelklage ausgesetzt. Der Vorwurf: In 705.000 Fahrzeugen wurden die Stickoxid-Werte manipuliert. Bei Ford wiederum wurde bisher nur das deutsche Kraftfahrtbundesamt aktiv und untersucht, ob illegale Abschalteinrichtungen verwendet wurden.


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Während sich hier mehr oder weniger große Baustellen auftaten, lief für die klassischen US-Autohersteller das Geschäft auf dem heimischen Markt schleppend. Für etwas Auftrieb könnte der Wirbelsturm Harvey sorgen, bei dem zahllose Autos verschrottet wurden. Jetzt wird nachgekauft.

Ansonsten gab es bei den Absatzzahlen bis August es nur einen Gewinner: General Motors verkaufte 7,5 % mehr Autos. Ford verzeichnet einen Rückgang um 2,1 % und Fiat Chrysler gar um 11 %.

Übernahmegerüchte treiben Fiat Chrysler-Aktie

Dennoch legte dessen Aktie auf Monatssicht mit 28,8 % erheblich stärker zu als die der anderen. Der Grund sind Übernahmespekulationen. Der chinesische Autokonzern Great Wall Motor scheint sich für Fiat Chrysler zu interessieren. Ob teilweise oder komplett ist nicht klar. Die US-Regierung wird sich wohl dagegen stemmen. Das letzte Wort aber hat der US-Ausschuss für Auslandsinvestitionen.

Derweil ließ FCA-Chef Sergio Marchionne aber verlauten, es gebe kein Angebot für eine Übernahme. Der Konzern plane, sein Portfolio zu straffen und einige Bereiche abzutrennen. Welche, ist noch offen. Ansonsten waren Anleger mit der Aktie nicht schlecht bedient. Nicht nur das Ergebnis pro Papier stieg kontinuierlich an. Auf Jahressicht lag die Performance mit 114,37 % weit vor den 63,21 % des Newcomers Tesla und erreichte dieser Tage ein Allzeit-Hoch von 13,69 €.

Tesla profitiert vorwiegend von einem Hype, der an die New-Economy-Zeiten erinnert. An der Nasdaq konnte die Aktie die letzten fünf Jahre um über 1.100 % zulegen. Seit geraumer Zeit aber liegt sie in der Minuszone, während die klassischen US-Autohersteller im grünen Bereich sind. Selbst angenommene 110.000 Elektroautos oder mehr in diesem Jahr und Umsätze von zuletzt 7 Mrd. US-$ sind nur ein kleiner Bruchteil dessen, was die anderen abliefern.

Ford mit Spitzen-Dividendenrendite

Und die werden immer mehr eigene E-Modelle anbieten. Zudem erarbeiten sie im Gegensatz zu Tesla Gewinne. Zweifel am nachhaltigen Wachstumskurs haben Tesla mittlerweile den vorübergehenden Spitzenplatz in Sachen Börsenwert geraubt. Mit umgerechnet 46,68 Mrd. € liegt der Anbieter nun hinter der alten und neuen Nummer eins: General Motors mit 46,772 Mrd. €.

Bei GM gibt es außerdem satte Dividenden. Die Rendite beträgt 4,10 %. Noch attraktiver ist die Ford-Aktie mit 7,48 %. FCA wiederum kommt nur auf 0,05 %. Der mittelfristige Markttrend wird bei den Aktien der drei klassischen US-Autohersteller positiv eingeschätzt, bei Tesla lediglich neutral.

Künftig wird es vor allem bei Tesla und Fiat Chrysler spannend. Tesla hat die Branche gehörig aufgemischt – und wird es auch weiterhin tun. FCA indes bleibt weiter auf Partnersuche. Mit rund 5 Mio. verkaufte PKW pro Jahr ist der Konzern auf Dauer nicht wirklich wettbewerbsfähig. Zudem hat der Konzern unter allen am wenigsten in die Entwicklung von E-Autos investiert.

18. September 2017

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Ralf Hartmann
Von: Ralf Hartmann. Über den Autor

Ralf Hartmann arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Wirtschaft und Finanzen und hat dabei stets besonders das Wohl des Lesers im Blick. Sein Ziel: Aufklären über Anlagemöglichkeiten und Chancen für interessierte Anleger.

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