Eckpunkte des Export-Masterplans
Dazu will die US-Regierung zum einen finanzielle Anreize für US-Unternehmen schaffen, die ihre Exporte ausweiten wollen. Zum anderen soll auf diplomatischer Ebene an der Ausweitung der Exporte gearbeitet werden. Außerdem will die USA in Zukunft verstärkt auf bestehende Handelsverträge pochen, um jegliche Benachteiligung von US-Unternehmen zu unterbinden.
Problem Handelsbilanzdefizit
Barack Obama nimmt sich eines Grundproblems der US-Wirtschaft an. Seit Jahren importieren die USA wesentlich mehr Waren als sie exportieren. Das Handelsbilanzdefizit liegt aktuell bei rund 40 Mrd. US-Dollar pro Monat, im Februar fiel es mit 37 Mrd. US-Dollar etwas niedriger aus. Aufgrund des Defizits ist die USA auf Kapitalzuflüsse aus dem Ausland angewiesen. Bisher ging das gut, sollten diese jedoch ausbleiben, droht dem Dollar Ungemach.
(Zu) ambitioniertes Ziel
Das Ziel in nur fünf Jahren die Exporte zu verdoppeln, erscheint mir deutlich zu ambitioniert. Es wäre schon ein Erfolg, wenn die USA ihr Handelsbilanzdefizit spürbar reduzieren könnte. Das kann nur über die Ausweitung der Exporte geschehen. Bei den Importen existiert kaum Spielraum für spürbare Senkungen, dafür ist die Abhängigkeit der US-Wirtschaft von Rohstoff-Importen einfach zu groß.
Neue Stärke des US-Dollars?
Selbst wenn die Anstrengungen das gesteckte Ziel wahrscheinlich verfehlen werden, könnte zumindest der US-Dollar davon profitieren. Die US-Währung hat gegenüber dem Euro in den vergangenen acht Jahren massiv an Wert verloren. Eins ist klar: Irgendwann wird das Pendel auch wieder zu Gunsten der US-Währung ausschlagen. Eine deutliche Absenkung des US-Handelsbilanzdefizits könnte den Startschuss für dafür geben.
US-Dollar vor Comeback?

Autor:
Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Bio-Tech, High-Tech und Energie-Unternehmen.
Er kennt die Boom-Branche 2011 der HighTech- und Klimawandel-Unternehmen wie seine Westentasche und berichtet darüber im kostenlosen Newsletter Rendite Trends.


