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US-Konjunkturindikatoren und deren Bedeutung für Privatanleger

In einem früheren Beitrag habe ich Ihnen bereits die wichtigsten deutschen Konjunkturindikatoren vorgestellt und deren Hintergründe erörtert.

In diesem Artikel stelle ich Ihnen nun die wichtigsten US-Konjunkturindikatoren vor und werde Ihnen abschließend aufzeigen, welche Konsequenzen sich daraus für Sie als Anleger ergeben.

Die wichtigsten US-Konjunkturindikatoren

An dieser Stelle nun zunächst eine Aufstellung der 5 bedeutendsten US-amerikanischen Konjunkturindikatoren:

Arbeitsmarktbericht USA

Der Indikator gibt an, wie sich im Vergleich zum Vormonat die Zahl der Arbeitsplätze entwickelt hat, die Entwicklung der Arbeitslosenrate und die durchschnittlichen Stundenlöhne.

Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Zahl der neugeschaffenen Arbeitsplätze im Vergleich zum Vormonat.

Der US-Arbeitsmarktbericht wird immer am ersten Freitag eines jeden Monats veröffentlicht und gehört zu den wichtigsten Indikatoren zur US-Wirtschaftslage und beeinflusst die weltweiten Börsen.

Einkaufsmanagerindex USA

Der Purchasing Managers Index (PMI), auch „ISM Manufacturing Index“ oder „ISM-Einkaufsmanagerindex“, ist der wichtigste und verlässlichste Frühindikator für die wirtschaftliche Aktivität in den USA.

Er wird vom Institute for Supply Management (ISM), einer US-amerikanischen Non-Profit-Organisation mit Sitz in Tempe (Arizona), veröffentlicht.


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Der Indikator gibt an, ob die US-Wirtschaft tendenziell wächst oder schrumpft. Für die Berechnung werden 400 Einkaufsmanager aus 20 Bereichen zur Auftragsentwicklung befragt.

Veröffentlicht wird dieser Bericht monatlich am ersten Werktag und die Zahlen beziehen sich jeweils auf den vorangegangenen Monat.

Verbraucherpreise USA

Der Indikator ist wichtig, da er die Inflationsentwicklung anzeigt. Die Geldpolitik hängt stark von der Verbraucherpreis-Entwicklung ab.

Zur Berechnung werden Preisänderungen im Bereich Energie, Transport, Gesundheitswesen, Mieten etc. herangezogen. Diese Zahlen werden um den 15. eines Monats für den zurückliegenden Monat veröffentlicht.

„Industrieproduktion und Kapazitätsauslastung USA“

Dieser Indikator zeigt an, wie es um die US-Wirtschaft bestellt ist. Hohe Produktion und Auslastung sind verlässliche Indikatoren für die Gewinnaussichten der Unternehmen.

Liegt der Indikator bei Veröffentlichung unter den Markterwartungen, kommt es fast immer zu Kursabschlägen an den internationalen Börsenplätzen.

Auch in diesem Fall werden die Zahlen monatlich um den 15. veröffentlicht und beziehen sich auf den Vormonat.

Philadelphia-Fed

Das gleiche gilt auch für diesen Indikator. Dieser spiegelt die Entwicklung des produzierenden Gewerbes in den Bundesstaaten Delaware, Pennsylvania und New Jersey wider und gilt als guter konjunktureller Frühindikator.

Ein Wert über 0 deutet auf wirtschaftliche Expansion hin und damit auch auf steigende Unternehmensgewinne.

Der Philadelphia-Fed-Indikator wird stets am dritten Donnerstag eines Monats veröffentlicht und bezieht sich auf den laufenden Monat.

Welche Bedeutung die Indikatoren für Anleger haben

Grundsätzlich sollten Sie sich von den Ausschlägen an der Börse infolge der Veröffentlichung der vorgestellten Konjunkturindikatoren nicht allzu sehr irritieren lassen.

Von besonderer Bedeutung sind diese im Prinzip nur für Day-Trader (also für Anleger mit einem sehr kurzen Anlagehorizont).

Wenn Sie zur Gruppe der Anleger mit einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont gehören, sollten Sie Ihre Anlage-Entscheidungen nicht unbedingt von Konjunkturindikatoren abhängig machen.

Allerdings sollten Sie Käufe an den Veröffentlichungstagen der wichtigen Indikatoren vermeiden. Denn an diesen Tagen schwanken die Kurse oft sehr stark.

Die Ausnahme

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Wenn Sie sich auf „Schnäppchenjagd“ begeben wollen, können Sie die Veröffentlichungstage der wichtigen Konjunkturindikatoren dazu nutzen.

Bei einem solchen Vorgehen sollten  Sie als Anleger jedoch sehr niedrige Kauf-Limits wählen.

Der Grund: Sollten die Zahlen einzelner Indikatoren negativ ausfallen, können Sie sich mit niedrigen Kauf-Limits besonders günstige Einstiegskurse sichern.

18. Juni 2014

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.