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US-Wahlen: Warum das Silicon Valley auf Hillary Clinton setzt

Hillary Clinton hat es geschafft. Die Ex-Außenministerin der USA wird als Kandidatin für das US-Präsidentenamt für die Demokraten im November ins Rennen gehen.

Unterstützung bekommt Clinton dabei vom ehemaligen Widersacher und US-Senator Bernie Sanders, der selbst lange Zeit um die Präsidentschaftskandidatur gekämpft hat – gemeinsam soll Donald Trump als nächster US-Präsident verhindert werden, so die Devise.

Die US-Wirtschaft hofft ohnehin insgeheim auf den Sieg von Hillary Clinton. Allein an der Wall Street konnte Clinton zuletzt rund 4,2 Mio. US-$ an Spendengeldern einsammeln.

Silicon Valley lehnt Donald Trump ab

Nicht ohne Grund, denn vielen Investmentbankern und Tech-Gründern ist der Immobilienmagnat Donald Trump mit seinen Ansichten zu radikal. Eine Mauer an der Grenze zu Mexiko und Strafzölle auf Produkte aus China passen nicht zu den Vorstellungen der Wall Street Banker und Tech-Enthusiasten, die sich vor allem freien Handel und weiteres Wachstum wünschen.

Kurzum: Ökonomen in den USA sind nicht überzeugt, dass Donald Trump eine besonders wirtschaftsfreundliche Politik machen wird.

US-Wahlen: Darum setzt das Silicon Valley auf Hillary Clinton

Darum setzt nicht nur die Wall Street, sondern auch das Silicon Valley auf Hillary Clinton. Die ehemalige Außenministerin hat jüngst ihre Initiative für Technologie und Innovation vorgestellt.

Was das Silicon Valley und die Wall Street besonders freut: Clinton will erschwingliches Internet forcieren und Tech-Gründern bei der Finanzierung unter die Arme greifen. Einige der wichtigsten Punkte der Clinton-Initiative:

  • Clinton will erreichen, dass bis Ende 2020 jeder amerikanische Haushalt in den Genuss eines Breitbandinternetzugangs kommt.
  • Zudem bekennt sich Hillary Clinton klar zu den Prinzipien der Netzneutralität.
  • Ferner will Clinton Investitionen in Computerwissenschaften und Bildung (Wissenschaft, Technik, Engineering, Mathematik) erhöhen und rund 50.000 zusätzliche Lehrkräfte für die speziellen Fachbereiche zur Verfügung stellen.
  • Diversifizierung der Technik-Arbeitswelt: Clinton will erreichen, dass möglichst alle Bevölkerungsschichten Zugang zu technischen Ausbildungsberufen haben und so künftig mehr gut ausgebildete Techniker zur Verfügung stehen.
  • Studentenkredite: Junge Firmengründer in den USA sollen 17.500 US-$ an Schulden erlassen werden, wenn diese einen messbaren Beitrag zur Gesellschaft leisten.
  • Clinton will ferner eine Kommission für digitale Sicherheit und Verschlüsselung einrichten, um die amerikanische Wirtschaft, Tech-Industrie sowie das Militär besser vor Cyber-Attacken zu schützen.
  • Mehr Daten der öffentlichen Hand (data.gov) sollen künftig für die private Nutzung zur Verfügung stehen, so dass Firmengründer neue Produkte und Services unter Nutzung öffentlicher Daten entwickeln können.

Fazit: Clinton-Sieg bei US-Wahlen könnte für Rückenwind bei US-Aktien sorgen

Das Programm von Hillary Clinton findet bereits viel Zustimmung unter den Silicon Valley Führungskräften. Unter anderem haben bereits Facebook-Managerin Sheryl Sandberg, Google-Chairman Eric Schmidt, Netflix-Chef Reed Hastings, Airbnb-Chef Brian Chesky, Salesforce-Mitgründer Marc Benioff und Investmentlegende Warren Buffett und viele andere Manager ihre Unterstützung für Clinton signalisiert.

Die Wall Street und das Silicon Valley stehen damit de facto klar auf der Seite von Hillary Clinton, erhoffen sich Ökonomen und Führungskräfte von der Technik- und Innovationsoffensive weiteres Wirtschaftswachstum für die USA.

Gewinnt Clinton das Rennen um das US-Präsidentenamt im November, dürften sich wohl auch deutsche Anleger freuen, die in US-Aktien investiert haben, denn die Mehrheit der Marktbeobachter erwartet dann Rückenwind für US-Aktien.

3. August 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Alexander Mittermeier. Über den Autor

Als Gründungsmitglied einer der größten Finanz-Communitys in Deutschland schreibt Alexander Mittermeier heute nicht nur über Aktien und Hightech-Unternehmen, sondern auch über Geld- und Wirtschaftsthemen. Im Mittelpunkt stehen dabei Hintergrundberichte und Bewertung wirtschaftlicher Themen unter Berücksichtigung technologischer Gesichtspunkte für eine der größten Banken Deutschlands