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USA: Die Schuldenbombe tickt immer lauter

US-Präsident Barack Obama hat sich seine Rolle in den Geschichtsbüchern bereits gesichert.

Denn kein US-Präsidentder Geschichte hat in seiner Amtszeit mehr Schulden angehäuft als jener.

US-Schulden: So steht es um die Vereinigten Staaten

Dabei schreitet das Schulden-Wachstum in den USA unvermindert voran; mittlerweile ist die Marke von 19 Bio. Dollar erreicht worden.

Sie erinnern sich sicherlich noch an die Diskussionen um die Schulden-Obergrenze in den USA.

Die wurde in den vergangenen Jahren immer weiter angehoben, so dass es für die US-Regierung kein Problem mehr ist, immer neue Schulden aufzunehmen.

Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, was diese Summe tatsächlich ausmacht, reicht folgender Hinweis:


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Jeder US-Bürger hat derzeit (Stand: Juni 2016) Schulden von 58.000 Dollar. Und hier ist wirklich jeder US-Bürger gemeint vom Säugling bis zum Greis.

Im Endeffekt sind es rund 320 Mio. Bürger, die diese Summe an Schulden schultern müssen.

Dabei kommt ein interessanter Aspekt ins Spiel, der von vielen Beobachtern links liegen gelassen wird:

Bis zu einem gewissen Grad sind Schulden erst einmal wachstumsfördernd. Und wenn die Wirtschaft läuft, können Schulden von heute tatsächlich in Umsätze von morgen umgewandelt werden.

Neue Schulden bringen kaum noch neues Wachstum

Doch die USA haben nun eine Grenze überschritten, ab welcher dies nicht mehr möglich ist:

Jetzt ist der Schuldenberg schon so hoch, dass immer mehr neue Schulden aufgenommen werden, um überhaupt noch ein Wirtschafts-Wachstum zu generieren. Die aktuellen Zahlen dazu sind schon erschreckend:

So galt noch bis zum Jahr 2000 die Faustregel, dass 1,70 Dollar an Schulden tatsächlich 1 Dollar Wirtschafts-Wachstum in den USA generieren konnten.

Mittlerweile ist es aber so, dass 3,30 Dollar an neuen Schulden notwendig sind, um 1 Dollar Wirtschafts-Wachstum zu generieren.

Hier sehen Sie schon die massive Diskrepanz und die große Gefahr für die US-Wirtschaft: Immer mehr Schulden erreichen in der Wirtschaft immer weniger.

Fazit

Meine Schlussfolgerung daraus ist klar: Das Wachstum der US-Wirtschaft wird auch mittelfristig kaum noch an Dynamik zulegen.

Doch noch sind die USA die größte Volkswirtschaft der Welt und ein wichtiger Faktor im globalen Konjunktur-Umfeld.

Daher steht der neue Präsident oder die neue Präsidentin in den USA vor einer wahren Herkules-Aufgabe.

Die ist meiner Meinung nach kaum zu lösen und wird uns in den kommenden Jahren noch manche Finanzkrise bescheren.

14. Juni 2016

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Günter Hannich. Über den Autor

Günter Hannich, Bestseller-Autor und gefragter Experte auf dem Gebiet Kapitalschutz, unter anderem bei n-tv. Er steht mit dem „Crash Investor“ ab sofort zur Verfügung, um sein persönliches Wissen zu teilen. Für Ihre ­Sicherheit.