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Value-Investing: 60 Cent bezahlen, 1 € bekommen

Wie wichtig der US-Markt für uns ist, zeigt sich an der Börse immer wieder aufs Neue.

Schlechte Nachrichten zum Arbeitsmarkt in den USA etwa, die der Markterwartung nicht gerecht werden, führen so auch zwangsweise zu Reaktionen in Deutschland.

Der DAX dreht dann zum Beispiel ins Minus, obwohl er vorher deutlich im Plus notiert hat, und sackt folglich etliche Punkte ab.

Die Kunst den fairen Wert der Aktie zu ermitteln

Zum Glück sind das nur Momentaufnahmen. Kurzfristig zucken Aktienkurse hin und her, aber langfristig kehren sie immer wieder zum fairen Wert zurück.

Die „Kunst“, den fairen Aktienwert zu ermitteln, treibt die Value-Investoren an.

Und auch die jährlich stattfindende Hauptversammlung von Berkshire Hathaway, der Beteiligungsgesellschaft des Börsen-Investors und Multimilliardärs Warren Buffett, lässt den hiesigen Markt nicht kalt.

Sie findet in Omaha im US-Bundesstaat Nebraska statt, lockt jedes Mal mindestens 30.000 Aktionäre und Investoren an und ist das „Woodstock“ der Value-Fans.

Ein guter Grund, einmal interessante Hintergründe und Wissenswertes zu den Themen Value-Investing, Warren Buffett und natürlich zu Berkshire Hathaway aufzuzeigen.

Grundlagen des Value-Investings

Wenn man sich fragt, wie Buffett zu einem derart erfolgreichen Investor werden konnte, lautet eine der Antworten auf diese Frage sicherlich, dass er ein großer Verfechter der sogenannten wertorientierten Anlagestrategie, also des Value-Investing, ist.


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Bei dieser Strategie versucht ein Anleger gezielt Unternehmen zu identifizieren und Aktien desselbigen zu kaufen, die er im Vergleich zu ihrem „wahren“ Wert für unterbewertet hält.

Buffett würde sagen: Kaufen Sie eine Aktie, die 1 € wert ist, aber an der Börse nur 60 Cent kostet.

Die Value-Investoren gehen davon aus, dass sich der Aktienkurs dem fairen Wert wieder annähern wird.

Mit dieser Strategie möchte der Anleger eine überdurchschnittliche Rendite erzielen.

Setzen Sie auf Fehler des Marktes

Als Voraussetzung für die Suche nach dem „Inneren Wert“ eines Unternehmens müssen Sie sich als Value-Fan von der Annahme vollkommen effizienter Märkte verabschieden.

Denn in diesem Fall würde der Aktienkurs eines Unternehmens immer dem wahren Wert entsprechen, was nach den Erfahrungen der Geschichte des Aktieninvestments nicht der Fall ist.

Bleibt natürlich noch die Frage: Wie schafft man es die unterbewerteten Aktien zu identifizieren?

Hierzu bedient man sich der Fundamentalanalyse. Bei dieser geht es darum, mit Hilfe der Betrachtung der betriebswirtschaftlichen Daten und des ökonomischen Umfeldes eines Konzerns seinen inneren Wert zu ermitteln.

Warren Buffett definiert den Inneren Wert als die Summe aller Barmittel, die dem Unternehmen während seiner verbleibenden Lebenszeit entnommen werden können, abgezinst auf ihren Gegenwartswert.

Kursziele immer wieder anpassen

Wenn man also einen Unternehmenswert ermittelt hat, der über dessen aktuellem Marktwert – also dem an der Börse gehandelten Kurs – liegt, ergibt sich die Chance, auf längere Sicht eine Rendite auf die Aktie des Konzerns zu erzielen.

Allerdings ist der Innere Wert keine präzise berechenbare Zahl. Es ist vielmehr eine Schätzung, die zudem noch mit sich verändernden Zinssätzen abgezinst werden muss.

Außerdem verändert sich diese Schätzung laufend, da sich auch die zugrundeliegenden Parameter, die zur Berechnung herangezogen werden, ständig verändern.

Bauen Sie eine Sicherheitsmarge ein

Neben dem Inneren Wert stellt zudem die Sicherheitsmarge einen weiteren wichtigen Aspekt bei dem Konzept des Value-Investing dar.

Wenn der Marktpreis unter dem kalkulierten Wert eines Investments liegt, nennt man die Differenz Sicherheitsmarge oder „margin of safety“.

Wie der Name es schon sagt, stellt die Sicherheitsmarge eine Absicherung für den Investor für den Fall dar, dass er den Inneren Wert eines Unternehmens als zu hoch ansetzt.

Da jeder Anleger den Inneren Wert nach eigenen Methoden ermitteln kann, ist die Berechnung des wahren Wertes eines Unternehmens subjektiv.

Und so kann er selbst bei Verwendung der gleichen zugrundeliegenden Fundamentaldaten zu verschiedenen Ergebnissen führen.

Menschen können nun einmal Fehler machen. Daher empfiehlt es sich, einen Risikopuffer einzubauen.

Auch bei der Festlegung der Sicherheitsmarge selbst ist es jedem Investor selbst überlassen, die für sich am besten geeignete Höhe festzulegen. Value-Insider kalkulieren oft mit einer Sicherheitsmarge von rund 40%.

2. Mai 2012

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist nicht nur Chefredakteur von „Morriens Einsteiger-Depot“, dem „Depot-Optimierer“, von „Das Beste aus 4 Welten“ und von „Rolf Morriens Power Depot“, er ist auch einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands.