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Variable Kosten bei der Haushaltsplanung – so werden sie berechnet

Die Überschuldung privater Haushalte ist ein wichtiges Thema und eine große Herausforderung für viele Menschen. Um nicht selbst in die Schuldenfalle zu tappen, sollten Privathaushalte eine Haushaltsplanung erstellen, um eine Übersicht über alle Ausgaben zu erhalten.

Dabei bietet es sich an, zwischen fixen und variablen Kosten zu unterscheiden. Auf diese Weise kann man schnell erkennen, welcher Teil des Haushaltseinkommens zwingend für bestimmte Positionen wie Miete oder Kreditraten ausgegeben werden muss und welcher Teil für das tägliche Leben zur Verfügung steht.

Fixe und variable Kosten bei der Haushaltsplanung

Die gesamten Kosten eines Privathaushalts setzen sich aus den fixen und den variablen Kosten zusammen. Bei der Erstellung eines Haushaltsplans ist es sinnvoll, bei den fixen Kosten zu beginnen, da diese regelmäßig und in gleichbleibender Höhe gezahlt werden müssen.

Fixe Kosten müssen dabei nicht zwangsläufig für die Ewigkeit feststehen. Vielmehr geht es um diejenigen Kosten, die für einen bestimmten Betrachtungszeitraum feststehen. Ein Handyvertrag läuft zum Beispiel meist 2 Jahre. Für diese Zeit stehen die Grundgebühren als fixe Kosten fest. Danach kann jedoch in einen anderen Tarif gewechselt werden, so dass sich die Kosten dann verändern können.

Variable Kosten hingegen stehen nicht fest. Sie können sich von Monat zu Monat ändern. Ein gutes Beispiel sind hier Lebensmittel: Man wird kaum stets die gleiche Summe für Nahrung ausgeben. Vielmehr variieren die entstehenden Kosten und können vom Verbraucher beeinflusst werden.


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Dies sind die variablen Kosten

Um die variablen Kosten berechnen zu können, muss man zunächst wissen, was alles dazu gehört. Für einen besseren Überblick bietet sich eine Unterscheidung in Grundbedarf und Wahlbedarf an. Zum Grundbedarf zählen die notwendigen Ausgaben, die zwar in ihrer Höhe beeinflussbar sind, jedoch nicht gänzlich vermieden werden können.

Die bereits erwähnten Lebensmittel zählen zu diesem Grundbedarf. Auch Ausgaben für Hygiene, Kleidung oder medizinische Versorgung lassen sich nicht vermeiden, können jedoch in ihrer Höhe variieren.

Dem gegenüber stehen die variablen Kosten des Wahlbedarfs. Dies sind Kosten, die nicht zwingend entstehen müssen und auf Wunsch oder bei Bedarf auch gänzlich vermieden werden können – Kinobesuche, Genussmittel oder Freizeitaktivitäten gehören hierzu.

So berechnen sich die variablen Kosten

Die Summe der Kosten für den Grundbedarf und für den Wahlbedarf ergibt die gesamten variablen Kosten. Für die Erstellung eines Haushaltsplans bietet es sich an, zunächst die fixen Kosten von dem Gesamtbudget abzuziehen. Der Rest des Budgets steht dann für die variablen Kosten zur Verfügung.

Mithilfe eines Haushaltsbuchs, in das sämtliche Ausgaben eingetragen werden, kann man dann schnell erkennen, wie hoch die Ausgaben für bestimmte Zwecke im Durchschnitt sind. Nun kann man sich selbst für bestimmte Positionen ein gewisses Budget einräumen, dass man im Laufe eines Monats nicht überschreiten möchte.

Hat zum Beispiel Familie Müller ein Haushaltseinkommen von 3.000 € und fixe Kosten in Höhe von 1.800 €, so bleiben für die variablen Kosten 1.200 € übrig. Nun kann die Familie überschlagen, wie hoch im Durchschnitt die Ausgaben für die variablen Kosten des Grundbedarfs sind.

Kalkuliert Familie Müller-Meier mit 500 € für Lebensmittel pro Monat, 100 € für Hygieneartikel, 200 € für Kleidung und 150 € für Benzin, so ergibt sich eine Summe von 950 €. Es verbleiben 250 € für variable Kosten des Wahlbedarfs, beispielsweise Ausflüge in einen Freizeitpark oder einen Restaurantbesuch mit der ganzen Familie.

Dieses Beispiel kann nicht vollständig sein, da die Ausgaben von Familie zu Familie sehr unterschiedlich sind. Es verdeutlicht jedoch, auf welche Weise man einen Haushaltsplan erstellen und die variablen Kosten berechnen kann. Setzt man sich Monat für Monat ein Limit für die einzelnen Positionen, so fällt es viel leichter, mit dem vorhandenen Geld auszukommen.

Man erkennt zudem schnell, in welchen Bereichen noch Einsparpotenzial steckt. Ein Haushaltsplan und die Selbstdisziplin, ihn zu befolgen, können verhindern, dass man mehr Geld ausgibt, als eigentlich zur Verfügung steht. So kann eine gewisse finanzielle Sicherheit erlangt werden.

2. November 2013

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Sebastian Grünewald. Über den Autor

Sebastian Grünewald ist freier Autor und Redakteur mit mehrjähriger Erfahrung. Er vermittelt einer breiten Leserschaft ökonomische Zusammenhänge und Themenfelder wie private Vorsorge und Geldanlage mit einfachen Worten.